Samstag, 10. März 2012

Ich bin müde

Vielleicht schaffe ich es ja noch, ehe ich es vollends vergesse bzw. einschlafe. Also:

Stu, Doug, Alan, Phil und ich. Jap, genau die vier Junggesellenabschiedsprofis aus den Hangover-Filmen. Die allgemeine Stimmung war wie im zweiten Teil, bevor es wirklich losging. Eine Eskalation wie im ersten Teil wollte man vermeiden, aber innerlich war klar, dass sie sich doch nicht umgehen lassen wird. Irgendwie sind wir in einem großen, aber niedrigdeckigen Kaufhaus mit jeder Menge Krempel und es ist nicht weiß oder grau, sondern warmholzfarben. Alan macht wieder irgendeinen Unfug. Später sind wir an so einer Art Haus und wollen da rein. Wir sind übrigens alle während der kompletten Handlung stocknüchtern und haben auch sonst keine stimmungsverändernden künstlichen Substanzen in unseren Blutbahnen. Ich weiß nicht mehr, ob wir in das Haus wollten, weil wir was klauen wollten oder weil wir mit dem Besitzer sprechen möchten, weil er ein schircher Mistkerl ist und wir ihn zu vertrimmen gedenken. Das Haus entspricht architektonisch eher einem Einfamilienhaus in Brandenburg, welches so an die vierzig Jahre alt ist oder noch älter, ich weiß nicht, wie alt diese Art Haus ist. Draußen fährt eine Karre vorbei, es müsste ein Fahrschulwagen sein, möglicherweise ein alter Honda Civic. Möglicherweise fährt er irgendwo gegen, er will wohl flüchten. Es ist der Typ, den wir suchen, eine Verfolgungsjagd bahnt sich an. Dumm nur, dass ich zu Fuß unterwegs bin. Der Wagen ist nicht besonders schnell, ich steige zwischenzeitlich auf ein Fahrrad um. Dennoch muss ich zusehen, dass ich ihn stoppe, denn er entfernt sich zunehmend. Ich greife zu etwas, was ich vorhin im Kaufhaus besorgt habe: einen halbautomatischen AR-15-Karabiner mit dem für diese Waffe typischen Direct Impingement-System anstelle des von mir sonst favorisierten Gaskolbens. Damit sehe ich dieses System als in meinem Kopf salonfähig geworden an. Die Waffe ist komplett in schwarz, hat die ausziehbare Schulterstütze und den normalen Handschutz ohne Picatinny-Schienen, wirkt also insgesamt vergleichsweise glatt. Die Standard-Trageschiene ist demontiert und ein flaches Zielsystem darauf installiert. Also kein Zielfernrohr, sondern eher etwas, was man als Backup-Visier verwenden würde. Ich ziele auf den Verfolgten (bzw. seinen Wagen) und gebe zwei Schüsse als Doubletap ab. Die Szenenstimmung ist wie bei der Schiesserei in Heat. Ich wäre dann Al Pacino (obgleich die Waffenbeschreibung eher auf seine Gegner passen würde). Jedenfalls entwischt mir mein Verfolgter. Die vier Junggesellen sind schon längst nicht mehr da. Den Typen muss ich über Nachforschungen erwischen. Zunächst muss ich, da es anfängt, Abend zu werden, meinen Krempel loswerden und neuen hinzugewinnen. Ich bin in einer Art Raum und schließe das Fahrrad an ein Geländer an. (Wo ist eigentlich meine Waffe?) Klamotten brauch ich jetzt gerade (aus was für einem Grund auch immer), und der nicht auffallende sechzehnjährige Japaner leiht mir kurzerhand welche. Das kann er, weil er am Rumpf alle Klamotten in zweifacher Ausfertigung trägt. Das tut er, um im Ernstfall vorbereitet zu sein. Die zusätzliche Wärme scheint ihm nichts auszumachen, und abends benötigt er sie wohl offenbar. Ist komfortabler so. Das alles erinnert mich jetzt an das Bild, welches ich im Kopf hatte, als ich einen alten Spiegel-Artikel las, welcher auch das Thema Enjokosai behandelte; um genau zu sein, verlinkte die Wikipediaseite von Enjokosai auf diesen Artikel.

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