Mittwoch, 21. März 2012

Fahren

Da dachte ich, dass ich den Plan wieder aufnehmen könnte, und dann tut mein Scheissfuß dermaßen weh, dass ich den Weg in die Innenstadt kaum auf mich nehmen kann. Ich mache es dennoch, denn es geht weniger um den Plan als um eine weitere Ausgabe des besonderen Films. Dieses Mal ist Drive dran. Inwiefern er mit Drive Angry Gemeinsamkeiten hat, vermag ich nicht zu sagen, denn ich kenne Drive Angry noch nicht. Beide sind ab 18, in beiden geht es ums Schnellfahren, beide Hauptdarsteller haben Gesichtszüge von Nicholas Cage. Und ich finde es interessant, wie ein späte-70er-frühe 80er-Flair aufkommen kann, ohne dass die Handlung in selbigen Jahrzehnten stattfindet. Das ist wahrscheinlich auch der Zweck der rosa Schriftfarbe. Sie hat sonst keinen Bezug, außer, dass sie in dieser Zeit populär war. Passend ein Electro-Soundtrack aus dieser Zeit, den ich sehr gut finde (ungewöhnlich für 80er-Mucke). Was unser Hauptcharakter für einen Wagen fährt, habe ich nicht ganz rausgekriegt. Auf jeden Fall liegt das Baujahr um 1975, ich würde vielleicht auf 72 runtergehen. Wahrscheinlich ein Chevrolet, ich könnte mir gut vorstellen, dass es ein Monte Carlo ist, oder vielleicht ein Nova oder ein Corvair, falls es den da noch gab und er dann einen Frontmotor besaß. (Es ist ein 73er Chevrolet Malibu, die Vermutung mit dem Monte Carlo war also die beste von allen.)

Mir scheint sich der Eindruck zu bestätigen, dass das Weglassen von Werbung und allem vor The Guard tatsächlich eine einmalige Sache war. Es lief standardmäßig alles auch vor den jüngeren besonderen Filmen, auch beim Gott des Gemetzels und auch vor Drive. Das sah (wie bei John Carter) jedes Mal gleich aus, unsäglicherweise auch bei der Eröffnung, denn sie haben tatsächlich diesen elenden Spezi-Spot mit Wigald Boning wieder aus der Versenkung ausgegraben. Den Spot will keiner mehr sehen. Ich kann es mir nur so erklären, dass da ein geschickter Vertragschreiber was ausgehandelt haben muss und wir uns den Scheiss jetzt wieder ankucken müssen. Der Eisspot hängt einem bereits vor Werbebeginn im Hinterkopf, nur kommen die Eismänner mittlerweile nicht mehr rein. Bei Drive ging es direkt danach weiter, ohne Trailer. Bei John Carter war ein Werbespot, den ich erwähnen möchte. Videoaufnahmen. Kindheit, Jugend, sie tanzt mit einem (dabei waren sie noch nicht mal 15 Jahahahahr …), Studium, Hochzeit, Ultraschall, Eigenheim BÄM! Frontalkollision. Landstraße = gefährlicher Ort. Mach dein Leben nicht kürzer. Alter! Der Spot bleibt in Erinnerung und haut rein.

Überhaupt, John Carter … Sir Donnerbold, Y U make uns den Mund fusselig? Kann man sich geben, das Teil, kann man genauso gut lassen. Mehr hab ich dazu nicht zu sagen.
Der Rest des Wochenendes war interessant. Hab mir eine Kinderbibel meines Kumpels geschnappt, um mal in Kurzform zu sehen, was da überhaupt drinsteht. Ich bin bis zur Hälfte gekommen, danach hatte ich auf diesen unübersichtlichen Splatterroman keine Lust mehr. Das Ding heißt Kinderbibel, also wenn ich schon für die für Kinder runtergekürzte Version am liebsten ein FSK 16-Logo vorne drauf kleben will, mag ich mir den Inhalt der Fullsize-Version gar nicht ausmalen. Vielleicht lese ich doch die 120 Tage von Sodom. Als Vorbereitung. (Moment, ich will die Bibel doch gar nicht lesen …)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen