Samstag, 31. März 2012

Seitenprojekte

Fragt mich nicht, wieso ich gerade Katy Perry höre. Daran ist nur Russell Brand schuld. Wem es entging: Er war mit ihr verheiratet. Ein Anlass, sich durch ihre Singles zu hören (das lasse ich mal so stehen). Normalerweise bin ich in Bezug auf ihre Musik so ein Kandidat, der insgesamt ein hartnäckig neutrales Verhältnis zu der ganzen Sache hat. Kann man sich auf jeden geben, aber der Gesamtappeal hat eine Komponente, die mich stört. Ich weiß genau, was es ist, nur die Beschreibung kriege ich nicht spontan hin. Naja, das verhindert jedenfalls, dass ich kein besonderer Anhänger bin. Am meisten traf das auf ET zu. In den Anlagen, von denen ich das bisher hörte, steckte einfach zu viel Leistung, als dass es mir hätte gefallen können. Zu laut, zu viel Bass, für mein Gefühl zu bombastisch. Jetzt aber, über Kopfhörer, ist diese Bombastizität nicht mehr gegeben, und auf dem runtergedrehten Pegel mag ich es eigentlich.

Vor einigen Tagen vergaß ich, mich über den Status von Iron Sky zu informieren. Das habe ich nun nachgeholt. Irgendwo in meinem Kopf kramte ich die Info hervor, dass der im April rauskommen würde. Genauer gesagt, am 5.4.2012. Ui, das ist ja schon in hm Tagen. Es gibt ja die eindeutige Prognose, dass der Film nur voll reinhauen oder auf ganzer Linie scheitern kann. Dazwischen gibt es keine Möglichkeit. Tjoa, was soll ich sagen … die imdb vergibt derzeit 8,0 von 10 Sternen.

Wo wir gerade bei Iron Sky sind: Dort spielt Götz Otto eine Rolle. Und er übernahm die Rolle des Erzählers in Harveys neue Augen. Ich kann nicht mehr warten, die von Amazon haben gesagt, es wäre morgen da, und bis die im vorherigen Text genannte Bedingung erfüllt ist, vergehen nur wieder Monate.

*wütendes Gekeife von Lesern mit einer eventuellen Erwartungshaltung*

Jaja, ist ja gut, als nächstes kommt der Skizzenfestivaltext.

Aber vorher noch eine Seitenprojektnotiz.

Ich bin gerade wieder über Fort Minor gestolpert. Dabei fiel mir auf, dass innerhalb des letzten Jahrzehnts diese Idee ein ums andere Mal aufgegriffen wurde: Aus einer bekannten Band schart ein Musiker weitere Musiker um sich und nimmt mit diesen unter einem anderen Bandnamen ein einziges Album auf. Für mich selbst wichtigstes Beispiel ist die bereits erwähnte Band Fort Minor, die der Linkin Park-Sänger Mike Shinoda gründete und 2005 The Rising Tied aufnahm, unter anderem unterstützt von Styles of Beyond. Weitere Beispiele gefällig? Chester Bennington, ebenfalls Sänger bei Linkin Park, und seine Band Dead by Sunrise (ab und zu auch als DBS antreffbar, nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Fahrzeugmodell von Aston Martin), die das Album Out of Ashes 2009 herausbrachten (ja, es ist inzwischen zweieinhalb Jahre her). Richard Kruspe, Rammstein-Gitarrist, und das 2007 erschienene Album, welches, wie die Band, den Namen Emigrate trägt. Letztes Beispiel, das mir spontan einfällt, wäre Scars on Broadway. Dieses hat zwei Unterschiede zu den eben genannten: Aus der Hauptband (in diesem Fall System of a Down) spielen zwei Mitglieder mit (Daron Malakian als Sänger und Gitarrist und John Dolmayan als Drummer) und die Aktivität bleibt über mehrere Jahre bestehen. Obgleich auch sie bisher nur ein Album produzierten, haben sie vier Jahre nach dieser Veröffentlichung noch einen Song rausgebracht.

Donnerstag, 29. März 2012

Auch Frühling

Ein Brot liegt auf dem Rasen. Es ist ein halbes, in der Mitte durchgeschnittenes, helles Mischbrot vom Bäcker, auf kurz geschorenem Gras. Die Unterseite gen Himmel gerichtet. Ich kam aus dem Staunen nicht heraus, wieso zum Teufel liegt ein halbes Mischbrot auf dem Rasen? Es zeigt keine sichtbaren Anzeichen von Schimmel. Als ich es mit dem Fuß umdrehte, fühlte es sich auch nicht steinhart (also veraltet) an. Kurz zuvor klingelte es an meiner Tür. Das geschieht nur, wenn Post anzunehmen ist. Mit dem Knopf für die Gegensprechanlage war irgendwas nicht in Ordnung, er stellte keine Verbindung zum Haupteingang her. Dann aus Versehen den Hereinlassknopf gedrückt. Der Sprechknopf geht wieder, keiner meldet sich. Ich suche den Schlüssel, denn ich will mich vor Ort erkundigen bzw. dem Boten entgegengehen. Es war niemand da. Nur das Brot auf dem Rasen.

In meinem Frühlingsanfangstext schilderte ich Eindrücke, wie sie bei Tag normal sind. Wenn ich nachts zum Einkaufen losstiefele oder irgendeinen wirrkreativen Anfall habe, wechselt sich das Blatt. Es kommt mir vor wie ein Intermezzo in Edna bricht aus.

Das ist ein sehr witziges und stellenweise verflucht schweres Point and Click-Adventure aus dem Hause Daedalic Entertainment. Wegen der Schwierigkeit kommen an manchen Kapiteln zwangsläufig Spielpausen zustande, da man spontan an der Stelle in der Handlung nicht weiterkommt und daher entweder in der Komplettlösung nachsehen oder, was zu favorisieren ist, eine Weile über die Lösung nachdenken muss. Eine solche Stelle ereignete sich, als Edna tatsächlich der Ausbruch gelang und wenig später der Wagen verunfallte und die Nacht hereinbrach. Dazu tönte ein Stück mit dem Namen „The Devil’s Tambourine Part 1“. Da ich kurz danach nicht weiterkam, machte ich eine Pause und nahm die allgemeine Stimmung dieser Szene mit in die Nacht. Man spinnt so einen Moment mit eigenen Variationen weiter; in meinem Kopf war der Ausbruch monatelang im Voraus geplant und entsprechend ein in einem noch schlechteren Zustand sich befindlicher Wagen wurde vorbereitet. Irgendwo hinten in einer längst verlassenen Anstaltsgarage, die nun als Lager für diverses Gerümpel verwendet wurde. Der Wagen war auch kein Fridolin-Transporter und auch nicht der Rolls-Royce des Chefs, sondern ein alter Amischlitten aus dem Jahr 1970 oder so. Ähnlich wie der Wagen, den der Dude fuhr. Ein 73er Ford Gran Torino, wie ich erfuhr. Mit so einer Karre hauen dann fünf Leute ab und schaffen es auch, dem Umkreis der Anstalt zu entschwinden. Ob sie im Land bleiben oder sich nach Schweden absetzen, weiß ich nicht. Wenn sie letzteres tun, suchen sie sich eine provisorische Unterkunft und ein paar Jobs in der Gegend. Automechaniker oder so. Mit der Zeit haben sie ausreichend Geld beisammen, um sich eine besser ausgerüstete Basis zu besorgen und sich eventuell aufzutrennen. Ein Paar bleibt zusammen und besorgt sich einen neuen Audi A4 mit permanentem Allradantrieb. Nach und nach geht jeder seiner Wege, sporadisch wird noch Kontakt gehalten.

Was in Edna bricht aus tatsächlich danach passierte, konnte ich ja nicht ahnen.

Die Fortsetzung, Harveys neue Augen, von der ich zum ersten Mal vor sehr genau einem halben Jahr (über Kaddis Gamecheck auf YOUfm) hörte, wollte ich mir zu einem wohldefinierten Zeitpunkt besorgen, nämlich wenn Gronkh das LP von Edna bricht aus beendet hat (das er dafür zunächst anfangen müsste, aber es müsste nach Bioshock, Anmirum und Unepic das nächste sein), denn das sorgt für die nötige zeitliche Distanz, um wieder gut genug überrascht zu werden. Und wenn das Spiel weniger als 20 Euro kostet. Das könnte aber noch eine Zeit dauern. Hätte dauern können. Denn heute hat Amazon eines seiner *beliebten* Angebote gemacht und unter anderem Harveys neue Augen im Preis reduziert. Es kostete 19, 97 Euro, keine sechzig Sekunden später erhielt ich die Bestellbestätigung per E-Mail. Ich weiß nicht, ob ich so lange warten kann. Nicht zuletzt, da Gronkhs Risen-LP eine recht große Dimension annehmen wird.

Leicht psychedelischer Zustand gerade. Aber so etwas wurde hier schon häufig geschildert.

Frühlingsanfang

Wie möchte ich den Frühlingsanfang beschreiben? Wie bei so vielen Dingen sind es Eindrücke aus der Zeit, in der ich so um die fünfzehn war, die diese Vorstellung prägen. Dazu zählt nicht nur die stationäre jackenlose Herumtreiberei, sondern auch diverses akustisches Material, das in der Zeit meinen Gehörgang belegte. Das sind zunächst mal Soundtracks von Filmen, die ich zu dieser Zeit kennenlernte und ins Herz schloss. Also Material von Guillaume Yann Tiersen und auch der Soundtrack zu Catch me if you can, der John Williams auf meinen Plan schrieb. Was für Filme sind noch in diese Kategorie einzuordnen? Confidence zum Beispiel. Kennt garantiert keiner, ebenso Weißer Oleander. Bei Magnolia wird das schon wahrscheinlicher. Mir ist gerade noch etwas Anderes eingefallen, nämlich ein spezieller Geruch, der aus einer Glasschale kam. Meine Eltern hatten so etwas zusammengestellt, was in mir stets die Assoziation mit Meeresfrische und weißem Sand hervorruft. Mehrere Kataloge von BMW lagen auf meinem Schreibtisch und befinden sich jetzt neben den Ordnern in meinem Schrank.
Aber zurück zur Musik. Unter den ganzen Limp Bizkit- und Linkin Park-Platten (ganz besonders Hybrid Theory) tummelten sich noch zwei Hörbücher von Helge Schneider. Eines davon, welches ich zuerst kennenlernte und welches ich auch als tatsächliches Buch besitze, ist Aprikose, Banane, Erdbeere. Höre ich ganz gerne mal, aber noch häufiger gehört habe ich Eiersalat - Eine Frau geht seinen Weg. Der zu Grunde liegende Roman handelt von einer Feministin, die sich von allem Männlichen abnabeln will. Den satirischen Unterton merkt man allein schon an der Tatsache, dass Helge Schneider keine Feministin ist, und so wird das zu einer sehr amüsanten Sache, die man gar nicht so sehr interpretieren muss. Apropos Interpretation. Das ist so ein Wort, welches ich nicht so gerne mag. Irgendwann in den ersten Tagen dieses Blogs schrieb ich einen Kommentar zum Interpretieren, wie es einem beigebracht wird, so mit Argumente verfassen und alles auseinanderschrauben. Unter dem Titel „Ist dat Kunst oder kann dat wech“. Daher kann man sich denken, dass ich kein Fan vom klassischen Interpretieren bin. Ich verlasse mich eher auf meine Intuition. (Mache ich auch bei der Rechtschreibung, klappt meistens ganz gut.) Manchmal kann ich damit auch tierisch danebenliegen, insbesondere wenn es sich um einen geschriebenen Text handelt, bei dem man die Stimmen nicht geliefert bekommt, sondern sie sich hinzudenken muss. Ich glaube, es war aus Antigone, aber nagelt mich darauf nicht fest. (Ich sollte erwähnen, dass wir das in der Sekundarstufe zwei lasen, es also ein wenig Abstand von meinem fünfzehnten Lebensjahr besitzt, wenngleich nicht allzu viel.) Es war eine Szene, in der sie mit ihrem Vater/König/whatsoever, ich habe die Handlung nicht mehr auf dem Plan, spricht. Und es dabei irgendwie um ihr Todesurteil geht. Und ich habe den kleinen Text in meinem Kopf so gelesen, als würde sie ihn verbal total fertigmachen. In Wirklichkeit war dem wohl nicht im Geringsten so, da hatte sie wohl nur kleinmäuserisch rumgedruckst. Kam mir nicht so vor.
Aber zurück zur Musik. Es gibt dann noch eine Max Raabe-Platte, die zu der Zeit oft rotierte. Mittlerweile will ich immer mehr Coverversionen von ihm hören, es gibt eine, auf die ich besonders scharf war, die er aber noch nicht sang, deren Name mir aber gerade nicht einfällt. Auf jeden Fall kann ich mir fast jeden Titel gut als Max Raabe-Cover vorstellen.

Ich bin ein wenig angeschwitzt von des Wetters, welches sich draußen gerade zuträgt. Dieser Satz ist bereits zwei Tage alt.

Freitag, 23. März 2012

Guarding 3

Kurzfristig hat sich noch etwas ergeben, was ich berichten sollte: In den Suchbegriffen, über die dieser Blog gefunden wurde, stand unter anderem „cabrio des nachtfuchs in oceans 12“. Da er mehr als einen Wagen verwendet, schlüssele ich das einzeln auf.

Bei dem, der vermutlich gemeint war, handelt es sich um einen Aston Martin aus der DB7-Reihe. Ich habe es stets für das Standard-Cabrio gehalten (also mit der korrekten Bezeichnung Aston Martin DB7 Vantage Volante), anscheinend habe ich mich geirrt. Auf www.imcdb.org wird der Wagen als Aston Martin DB AR1 gelistet. Das ist eine Spezialvariante des DB7, die auf einer Zusammenarbeit mit Zagato fußt.
Es gibt ja die zwei Standard-Modelle (Coupé und Cabrio), und Aston Martin trat in eine Kooperation mit Zagato, wie sie es früher schon einmal getan haben. Daraus entstand der DB7 Zagato, die Coupé-Variante mit sehr großem Kühlergrill und etwas Mehrleistung. Dieses Modell war auf 99 Stück limitiert. Da der Bedarf da war, produzierte man kurzerhand noch eine Cabrioversion, den DB AR1. AR1 steht hier für American Roadster 1, da der Verkauf in erster Linie in den USA stattfinden sollte. Vielleicht hat das eine oder andere Exemplar den Weg über den Teich gefunden, das Auftauchen so eines Modells in einer Szene, die in Italien spielt, spricht dafür. Auch der Roadster war auf 99 Stück limitiert. Sie waren alle äußerst schnell veräußert.
Der Abschnitt über diesen Wagen ist damit noch nicht zu Ende. Als man den schwarzen Wagen von vorne sieht, sieht man die Coupé-Variante. Es ist nur schwer festzumachen, ob es das Standard-Coupé ist oder der Zagato, da man den Kühlergrill nicht sieht. Ich meine, eine kleine Welligkeit im Dach zu sehen, was für Zagato sprechen würde. Das ist ein typisches Designelement von Autos von Zagato: Das leicht ausgebeulte Dach, welches den beiden Passagieren mehr Kopffreiheit bietet. (Dieses Detail findet man auch bei der Dodge Viper und beim letzten Mazda RX-7, obgleich sie nichts mit Zagato zu tun haben. Kleines Trivia: Zagato hat eine Alfa Romeo-Studie auf Basis der Viper gebaut, den TZ3 Stradale.) Im nächsten Schnitt sieht man dann den DB AR1. Anhand der Rückleuchtenform lässt sich das leicht feststellen. Dass es sich um ein anderes Auto handelt, ist kein Filmfehler, es ist in der Handlung selbst wohl auch ein anderer Wagen, da auch die Farbe eine andere ist. Dafür spricht auch, dass in der Einstellung, die man sehen konnte, bevor der schwarze Aston Martin auftauchte, der Nachtfuchs in ein Jaguar XKR Cabrio stieg. Man kann es anhand der links und rechts doppelt vorhandenen Auspuffrohre vom XK8 unterscheiden.

Der Wagen, den der Nachtfuchs gegen Ende des Films fährt, ist laut imcdb ein Lynx C-Type. Ich kenne mich mit solchen Fahrzeugen nicht ausreichend aus, um das bestätigen oder falsifizieren zu können. Was ich weiß ist, dass Lynx einer der besten Replikahersteller ist und sich auf vergangene Jaguar-Modelle spezialisiert hat (der C-Type ist ein ehemaliges Jaguarmodell). Der Wagen, den man dort sieht, ist also keinesfalls sechzig, siebzig Jahre alt, aber er kommt dem Original so nah, dass er sich von diesem praktisch nur durch den Motor unterscheidet.

Wenn also jemand wissen möchte, was für ein Wagen in was für einem Film auftaucht, dann ist die imcdb die erste Adresse. Die Suchfunktion könnte besser sein, aber der Umfang ist beträchtlich.

Mittwoch, 21. März 2012

Fahren

Da dachte ich, dass ich den Plan wieder aufnehmen könnte, und dann tut mein Scheissfuß dermaßen weh, dass ich den Weg in die Innenstadt kaum auf mich nehmen kann. Ich mache es dennoch, denn es geht weniger um den Plan als um eine weitere Ausgabe des besonderen Films. Dieses Mal ist Drive dran. Inwiefern er mit Drive Angry Gemeinsamkeiten hat, vermag ich nicht zu sagen, denn ich kenne Drive Angry noch nicht. Beide sind ab 18, in beiden geht es ums Schnellfahren, beide Hauptdarsteller haben Gesichtszüge von Nicholas Cage. Und ich finde es interessant, wie ein späte-70er-frühe 80er-Flair aufkommen kann, ohne dass die Handlung in selbigen Jahrzehnten stattfindet. Das ist wahrscheinlich auch der Zweck der rosa Schriftfarbe. Sie hat sonst keinen Bezug, außer, dass sie in dieser Zeit populär war. Passend ein Electro-Soundtrack aus dieser Zeit, den ich sehr gut finde (ungewöhnlich für 80er-Mucke). Was unser Hauptcharakter für einen Wagen fährt, habe ich nicht ganz rausgekriegt. Auf jeden Fall liegt das Baujahr um 1975, ich würde vielleicht auf 72 runtergehen. Wahrscheinlich ein Chevrolet, ich könnte mir gut vorstellen, dass es ein Monte Carlo ist, oder vielleicht ein Nova oder ein Corvair, falls es den da noch gab und er dann einen Frontmotor besaß. (Es ist ein 73er Chevrolet Malibu, die Vermutung mit dem Monte Carlo war also die beste von allen.)

Mir scheint sich der Eindruck zu bestätigen, dass das Weglassen von Werbung und allem vor The Guard tatsächlich eine einmalige Sache war. Es lief standardmäßig alles auch vor den jüngeren besonderen Filmen, auch beim Gott des Gemetzels und auch vor Drive. Das sah (wie bei John Carter) jedes Mal gleich aus, unsäglicherweise auch bei der Eröffnung, denn sie haben tatsächlich diesen elenden Spezi-Spot mit Wigald Boning wieder aus der Versenkung ausgegraben. Den Spot will keiner mehr sehen. Ich kann es mir nur so erklären, dass da ein geschickter Vertragschreiber was ausgehandelt haben muss und wir uns den Scheiss jetzt wieder ankucken müssen. Der Eisspot hängt einem bereits vor Werbebeginn im Hinterkopf, nur kommen die Eismänner mittlerweile nicht mehr rein. Bei Drive ging es direkt danach weiter, ohne Trailer. Bei John Carter war ein Werbespot, den ich erwähnen möchte. Videoaufnahmen. Kindheit, Jugend, sie tanzt mit einem (dabei waren sie noch nicht mal 15 Jahahahahr …), Studium, Hochzeit, Ultraschall, Eigenheim BÄM! Frontalkollision. Landstraße = gefährlicher Ort. Mach dein Leben nicht kürzer. Alter! Der Spot bleibt in Erinnerung und haut rein.

Überhaupt, John Carter … Sir Donnerbold, Y U make uns den Mund fusselig? Kann man sich geben, das Teil, kann man genauso gut lassen. Mehr hab ich dazu nicht zu sagen.
Der Rest des Wochenendes war interessant. Hab mir eine Kinderbibel meines Kumpels geschnappt, um mal in Kurzform zu sehen, was da überhaupt drinsteht. Ich bin bis zur Hälfte gekommen, danach hatte ich auf diesen unübersichtlichen Splatterroman keine Lust mehr. Das Ding heißt Kinderbibel, also wenn ich schon für die für Kinder runtergekürzte Version am liebsten ein FSK 16-Logo vorne drauf kleben will, mag ich mir den Inhalt der Fullsize-Version gar nicht ausmalen. Vielleicht lese ich doch die 120 Tage von Sodom. Als Vorbereitung. (Moment, ich will die Bibel doch gar nicht lesen …)