Donnerstag, 12. August 2010

The Skizzenfestival Diaries - Teil 5

(Falls es dem einen oder anderen Leser noch nicht aufgefallen sein sollte: Ich springe gerne mal bei den Erzählperspektiven zwischen erlebendem Ich und erzählendem Ich hin und her.)

So, wir sind jetzt in der Kulturschmiede. Ich habe mir vorgenommen, die Playlist mitzuschreiben. Das werde ich auch machen. Die kommt entweder dazwischen oder jetzt in einem Stück, je nachdem, wie ich jetzt weiterschreibe. Blöd nur, dass die Leute so laut quatschen. Das erste klang wie Hip Teens don’t wear Blue Jeans / irgendwas in der Fasson, das jetzt, keine Ahnung, irgendwas aus der AC/DC-Zeit, klingt n bisschen wie Let’s start a Riot von Three Days Grace, aber auf altes Gothic getrimmt. Geht ziemlich lang. Nein, selbst durch nah an die Lautsprecher Rangehen kann man es nicht bestimmen, aber das, weil ich das wahrscheinlich wirklich nicht kenne. Das nächste ist so eine Orgel-Nummer mit Drums dazu. Zwischennotiz, wo ich gerade Strange_Core sehe: Das ist jetzt das fünfte Mal, dass ich hier drin bin, und immer war sie dabei, das letzte Mal am 20.08.2009 nach „Inglourious Basterds“.

Aber ich habe einen Auftrag. „Brügge sehen und sterben“. Nachdem ich den Hof verließ (vorher haben wir im Flur mit dem Echo noch einen Soundcheck veranstaltet), bin ich also zum Bahnhof gewackelt, um mein Fahrrad abzuholen. In der Zwischenzeit war es aber etwas duster geworden. Deshalb dann kreuz und quer gefahren. Sogar bei der Hauptstraße, wo es eher auffällt als versteckt, wenn man auf der Stoppelwiese rumeiert, nur um nicht auf dem Radweg zu sein, wo man eigentlich am ehesten gesehen wird. Bei Strucki (DVD-Verleih Struck, Anm. d. Verf.) vorbei, komplett cross country, dem „Steffiweg“ gefolgt. Ich glaub, den Titel kenn ich. Der Refrain ist von der Melodie so ähnlich wie Somebody to Love, kann aber sein, dass der eine Spur älter ist. Ich weiß das jetzt auch nicht. Und den hier kenn ich auch nicht. So ein Scheiss aber auch. Wenigstens bin ich keinem Cop in die Finger gefahren, denn darum geht es ja, wenn man ohne Licht cross country fährt. An den weiteren Abend erinnere ich mich nicht mehr. Wohl aber daran, dass ich eine halbe Stunde zu spät aufgewacht bin. Ui. Jetzt müssen wir schnell machen. Letzten Endes ging das nur mit dem Fahrrad. Anders hätte ich das nicht mehr zum Bahnhof geschafft. Seitdem steht das da. Btw: Diesen Titel kenne ich auch nicht. Und den auch nicht (gerade is‘ ‘ne Fotoshow). Den auch nicht. Den auch nicht. Den auch nicht. Die Fotoshow ist einfach zu toll. Und man kriegt die Playlisteneinträge rum. Seit Dienstag das Fahrrad am Bahnhof. Eigentlich hab ich mir einen Plan B zurechtgelegt, den ich aber vergessen hab, umzusetzen. Den auch nicht. Ich hab den Schlüssel zu meinem Fahrradschloss abgemacht und in den Keller gelegt, damit ich BK sagen kann, dass er das abholen soll. Oder Steffka. Vergessen. Heute ist Donnerstag, es könnte noch dort stehen. An dem Tag hab ich den Zug gerade noch gekriegt. Hab nach dem Aussteigen unerwartet Steffi getroffen, die wollten nach Hamburg / Rostock / weiß der Geier wo. Den auch nicht. Mom hat die Tasche abgeholt. Beim Bäcker noch was geholt. Zwei Streuselschnecken. Aufgabe für heute: Sucht euch Leute, die Geschichten zu erzählen haben. Da dieser Tag einer der Tage ist, aus denen man locker ein Drehbuch machen kann, spreche ich jetzt nicht darüber, sondern werde das gesondert schreiben. Maki hat mich gerade gefragt, was ich schreibe (immer noch dienstäglich Zeitebene). Sie fand diese Tagebuchsache cool.

Deshalb der nächste Tag. Auf nach Hiddensee! Allerdings nur für Participants mit Frühbucherrabatt. Macht aber nix, die Lösung dafür haben wir. Den auch nicht. Jetzt spielt doch mal was, was ich auch kenne. Um sieben hoch, um acht raus aus dem Haus. Den auch nicht. Ey, der war kurz. Nach acht schnurstracks zum GeldauTomaten, zehn, nee, dann doch dreißig Euro abgehoben. Und dann nichts wie zum Hafen! Schnell schnell, und natürlich noch ‘n Ticket kaufen. Kostet so zwanzig Euro. Mit Kurtaxe. Hm, der aktuelle Titel scheint Backseat Goodbye zu heißen, hab ich in der Fotoshow gesehen. Den auch nicht. Vier Leute, darunter Robert, Anette und Johannes, zocken gerade Billard. Ich muss gerade an was denken.

Und zwar Folgendes: Die halbe Elf beim Billard, die ist rot. Die Bemalung sieht also so aus:



Fällt euch da was auf? Woran erinnert euch das? (Den auch nicht.) Ich sag nur Swasticas on Broadway. Wer nicht weiß, was ein Swastika ist: Mit solchen Dingern, die exakt sie Swastika-Form hatten, hat Miho in Sin City geschmissen, als Wurfstern. Den auch nicht.

Erst mal die Sonnenmacher gefragt, wo wir aussteigen. Bei der etwas teureren Fahrkarte. Die zwei Koreaner wussten das nicht so genau, sind ebenfalls Frees. Jetzt singen wir draußen das Sonnenmacherlied. Liveübertragungspause.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen