ENDLICH! ENDLICH HAB ICH IHN!
Seit mittlerweile zwei bis drei Jahren bin ich auf mehr oder weniger direkter Suche nach einem bestimmten Titel. Am Anfang dieser Suche hörte ich ihn das letzte Mal im Radio. Er klang für mich immer so ähnlich wie Dancing in the Moonlight von Toploader, aber diese Richtung brachte nichts. Mir war auch einigermaßen klar, dass es ein Hit aus den 90ern sein musste. Also besorgte ich mir einen Link zu einer Chartseite, aber da verging mir schnell die Lust. Ich versuchte, anderen Leuten (insbesondere meinem Vater, der sich in der Musik auskennt) über das Pfeifen der Melodie zu verstehen zu geben, welchen Titel ich meinte, das brachte auch nichts.
Letzten Nachmittag brachte mich mein Mitbewohner drauf. Er fand den Titel seiner Kindheit, oft gehört, nie im Radio angesagt. Unterschwellig dachte ich schon: „Meint er etwa diesen …“ Und er war es tatsächlich:
Edwyn Collins - A Girl like you
Das Wichtige an der Sache ist der Umstand, dass der Titel als Kandidat für die Sampler im Betracht kam. Da die Playlist von besides nun mehr oder weniger feststeht, kommt er dann wohl in den Filmsoundtrack hinein. Welchen, weiß ich noch nicht. Es besteht die Gefahr, dass er so wirkt wie Rihannas Shut up and drive in 21, aber darauf lasse ich es ankommen, und außerdem, so merkwürdig wirkte das gar nicht.
Wo wir gerade beim Film sind: Für Leighton Meester habe ich wieder eine Rolle gefunden. Sie spielt im ersten Film eine kleine Rolle als Valet. Das sind die Leute beim Hotel, die die Autos parken. Ist aber nur eine Minirolle. Dennoch hab ich mir ein paar Vorschläge für die Uniformen überlegt. Die Szene dazu wird ein kleiner Höhepunkt im Film. Und die dort ablaufende Zeit wird aus drei verschiedenen Perspektiven zu sehen sein, an zwei verschiedenen Orten.
Eine weitere Sache ist mir eingefallen: Manchmal entwirft man eine Szene, findet sie gut, weiß aber schon, dass sie logisch nicht ganz sauber ist bzw. man sich da eines Handlungselementes bedient, welches nicht zum Stil der Oberklasse zählt, das (von mir) sogenannte Dramatic Device. (Es steht zwar für Handlungselemente im Allgemeinen, aber diese Abwandlung zeigt bereits die beabsichtigte Definition.) Und immer, wenn im Film so ein Dramatic Device auftaucht, sieht man in der Szene ein bestimmtes Bild. Wenn man das Bild sieht, weiß der Zuschauer, dass dem Autor (also mir) da gerade nichts Besseres eingefallen ist.
Im zweiten Film werden diese Devices dann aufgeschlüsselt: Durch das Erscheinen irgendeines Schlüssels wird angekündigt, dass in der Szene ein Device aufgelöst wird. Dazu sieht man eine Zahl. Wenn man alle Szenen mit dem Schlüssel nach der erscheinenden Zahl ordnet, hat man die Reihenfolge, in der die Dramatic Devices im ersten Film erschienen sind. Innerhalb der Szene wird dann eine Information geliefert, die das Device erläutert. Ein Beispiel sei die Leighton Meester-Szene: Mit einem männlichen Valet würde die Szene nicht mehr klappen, allerdings sind weibliche Valets bis heute höchst ungewöhnlich. Man kann also unterstellen, dass ich begründungslos etwas konstruiert habe. Im zweiten Film kann dann in der entsprechenden Erklärung beispielsweise ein Fernsehbeitrag laufen, der irgendwelche Frauenquoten in bestimmten Berufen fordert, so auch im Beruf der Valets, was dann das Erscheinen von Leighton Meester erklärt.
Wie diese Schlüssel aussehen, weiß ich noch nicht. Naheliegend wäre, dasselbe Bild erscheinen zu lassen, das macht sich aber schwierig, wenn das Device an Bord einer Yacht aufgelöst werden soll. Alternativ kann von einem Schauspieler eine Wortgruppe ausgesprochen werden oder es kann irgendein Gegenstand im Szenenbild auftauchen oder es kann bestimmtes Wetter herrschen oder irgendwas.
Wie die Auflösung der Dramatic Devices auszusehen hat, ist ebenfalls variabel. Es kann direkt erklärt werden, es kann eine Referenz auf irgendetwas sein, was das Device erklärt, es sind keine Grenzen gesetzt.
Das Zahlenspiel lässt sich übrigens auch gut im ersten Film einsetzen: Wenn das Bild zu sehen ist, kann man ebenfalls eine Zahl erscheinen lassen. Ordnet man die Szenen im ersten Film nach ihren Zahlen und ordnet diesem Szenenmix die entsprechende Szene im zweiten Film zu, erhält man die Szenen im zweiten Film in ihrer richtigen Reihenfolge. Denn ich habe mich dazu entschlossen, den zweiten Film nicht linear zu erzählen. Die Struktur wird in etwa so zerpflückt wie in Reservoir Dogs. Und ich habe einen Grundtenor für beide Filme gefunden: Der vom ersten Film stand ja schon lange (also von Anfang an) auf The Town fest. Der zweite Film wird sich am Grundtenor von The Ghost Writer orientieren.
Fraglich bleibt weiterhin, ob ein Schauspieler aus The Ghost Writer im zweiten Film auftaucht.
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