Und eine weitere Veränderung: Mein Skizzenbuch ist zur Hälfte voll. Der Typ mir schräg gegenüber hat die Halbzeit angeklingelt. Olivia Newton-John und John Travolta - You’re the one that I want. Dann der Platzwechsel, zum Billardtisch, weil man da mehr sehen kann - und dann hab ich den Fehler gemacht, zu versuchen, Ida zu skizzieren. Ich meine, sie sieht verdammt gut aus (durchaus optische Ähnlichkeit zu Ina Müller), aber ich finde, sie ist so verdammt schwer halbwegs eindeutig erkennbar zu zeichnen. Das war der Downer des Abends. Zusammen mit der Tatsache, dass der Bleistift mich heute im Stich lässt. Walking on Sunshine. Ich mach mir nicht wirklich Hoffnungen darauf, dass die von mir favorisierte Form des Tanzes, nämlich diejenige, die einem definierten Schrittmuster folgt, heute noch zum Einsatz kommt. Kommt die überhaupt nochmal? MWUHAHAHAHAHARR! Doubt it. (Dr. House) Mache mich ein bisschen weiter weg, kurz raus, dann rein, dann zum Kicker-Tisch. Kleiner Upper. Ziehe mit Hamza (der Marokkaner) zwei andere beim Kicker ab. Die nächsten wiederum ziehen uns ganz gehörig die Hosen aus, was sich nach einem Besetzungswechsel (Hamza in der Verteidigung, ich im Angriff) ändert. I feel good. Muss mal austreten, warte, bis der nächste fertig ist. Währenddessen wird der letzte Titel von den Bummms Boys angesagt. Ist er aber nicht. Es kommen noch haufenweise Zugaben. Und eine davon ist, man glaubt es kaum, Rinderwahn. Ja, wirklich, Rinderwahn. AKA der Titel, den ich auf meiner Jugendweihe gesungen hab. Das war wieder ein Upper. Und natürlich haben sie im letzten Lied Helge Schneiders Gartenzaun wieder ausgegraben. I’m a Believer. Dan fordert Ida auf. Wo sind die hin? Nach fünf Sekunden sehe ich die nicht mehr. Und ja, ich habe immer noch keine Freundin. Und ja, ich weiß, dass sich daran nichts ändert, wenn ich keine anspreche. Nur so zur Info: Wenn ich die Damen anspreche, sagen die aber auch Nein. Das haben wir doch wohl eindrucksvoll gemerkt. Nächster? Mach mal B Mashina von Laibach. (Ich schreib die Rohfassung gerade am PC ab und hör dabei die englische Originalfassung von Siddharta.) Hm. Den kenne ich gerad… doch, den kenne ich. Sucht mal nach „I couldn’t dance for a Lover“ oder so ähnlich. Ist nicht allzu weit … ah ja, genau, Groove is in the Heart hieß der Titel, jetzt erinnere ich mich. Btw, die Reihen lichten sich. Bloß gut, dass es morgen erst 15.00 Uhr losgeht.
Nachdem das Konzert vorbei ist, nehme ich meinen alten Platz ein.
I LIKE TO MOVE IT
Ok, der Plattenspieler und alles scheint mir wieder besser gesonnen zu sein. Maki hat bemerkt, dass ich wieder am Schreiben bin und wir sprechen. Und sie weiß nach wie vor, dass ich das auf meinem Blog schreibe. Das beruhigt einen, dass die Leute selbst nach einem Jahr, in welchem man sich nicht sah, immer noch wissen, was man macht.
Eine Trübung gibt es allerdings noch. Nämlich die, dass ich jetzt die Ereignisse fertig protokolliert habe und damit nix zum Schreiben übrig ist. Wäre ich ein Let’s Player, würde ich jetzt wohl sagen: „Über was kann man denn reden?“ PM an Gronkh und aposcalypticum und andere, die das eventuell fragen: Man muss sich nicht dauernd den Mund fusselig quatschen. Wenn man kein Thema hat, dann hält man kurz den Rand. Can’t touch this von MC Hammer. (Wird gewissermaßen einer der Titel des Festivals.) Man will auch mal die Hintergrundgeräusche aufnehmen (wir sind noch bei Let’s Plays). Was mir übrigens gefällt ist, dass längst nicht jeder auf dem Dance Floor ist. Ah, ich sehe Ida wieder. Befindet sich jetzt rechts neben mir. HAMMERTIME. Mal überlegen, das wievielte Mal ist das jetzt? Also, es müsste das sechste Mal sein, dass ich in der Kulturschmiede bin. Michael Jackson - She’s not the Girl that might learn oder so. Ist jedenfalls der Titel, der bei Mousse-T - Pop Muzak als Vorlage diente. In der Reinschrift schreibe ich das HIER[es war Billie Jean] rein. So wie ich die Lage einschätze, wird heute Abend noch Like a G6 gespielt werden. Der muss einfach kommen. Mittlerweile finde ich den Titel auch genial, am Anfang war ich etwas abgeneigt, das allerdings eher durch den Umstand, dass ich etwas von der Vorgeschichte kannte und sonst keiner. Den Interpreten, Far East Movement, kannte ich vom Soundtrack von The Fast and the Furious: Tokyo Drift. Dort hatten sie den fünften Titel inne, Round Round. Und bei dem Ausdruck G6 muss ich immer an das gleichnamige Modell von Pontiac denken. So, Seitenwechsel. Bin jetzt auf der Bank mit dem Rücken zum Billardtisch und nehm den Hut ab, den ich vorhin zu Seeed aufgesetzt hab. Es ist dreiviertel eins.
Und? Wasndas? Weiß ich nicht. Wisst ihr was? Ich liste jetzt einfach auf, an welche Schauspieler mich welche Participants o.ä. erinnern. Strange_Core: Winona Ryder. Ida: Ina Müller. Klaus: Mathieu Amalric. Till: Tom Hardy, und zwar in seiner Rolle als Eames in Inception. (Über diesen Film sprachen wir letztes Jahr im Epilog, oder zumindest über die Trailermucke.) Caro erinnert mich an Sophie Z., das ist jetzt keine Schauspielerin, aber wir teilen uns den Studiengang. Anna: hatten wir vorhin schon geklärt. Sylvain: ein bisschen was von Jason Lee mit Bart. Rundohr: Nick Frost. Monsta. Hi KWiNK. Wir teilen die Ansicht.
Hab jetzt einen Sitznachbarn. Ah, ich hab wen vergessen. Kathi: Mila Kunis. Daddy Cool. So, das wird die siebte Doppelseite. Heute Nachmittag waren wir bei der vierten. Weird. Hab mir übrigens am Nachmittag Fallout auf den Arm geschrieben. Mit Tintenschreiber, geht also wieder ab. Stayin‘ Alive. Erwähnte ich bereits, dass an der Wand das Festival-Programm vom letzten Jahr hängt? Ist das keinem aufgefallen? Ist nicht mein Problem.
Summer of 69. Ehm, mal eine Frage, weil mir das gerade auffällt: Ist damit tatsächlich das Jahr 1969 gemeint? Oder, eher … naja, ihr wisst schon. Ich recherchier mal den Text. (Anm. d. Red.: Der Sänger ist Bryan Adams, und aus dem Text geht hervor, dass wirklich der Sommer des Jahres Neunzehnhundertneunundsechzig gemeint ist.) Angemerkt sei an dieser Stelle auch, dass ich mich partout nicht entscheiden kann, ob ich auf die Tanzfläche folgen würde oder nicht. Also, so wie Dan und Langerhans (wer ist das?) gerade abgehen, würde House of Pain gut passen, natürlich mit Jump around.
It’s a shame. 1983. Oder 84? 83 war das Jahr, in welchem Amy Winehouse zur Welt kam. Offenbar war die Meldung wohl doch kein Scheiss. Hab das gestern Abend gelesen und zunächst für einen Witz gehalten. Weil mir das einfach zu sehr nach einer Joke-Meldung klang. Vor wenigen Wochen war ich auf ihrer Wiki-Seite und hab da gelesen, dass sie 27 Jahre alt ist. 27 Jahre, ihr wisst schon, Janis Joplin, Jimi Hendrix, Jim Morrison, Brian Jones, Kurt Cobain. Da dachte ich so: „Hm. Da wäre sie doch so eine Kandidatin.“ Und dann soll das jetzt stimmen? Das klang mir zu konstruiert. Life is Life. Übrigens, Klein Caro war vorhin hier. Wieder mit blonden Haaren.
Und die Bummms Boys machen einen Abmarsch.
Die ersten von uns taten dies bereits. Judith und Elena zum Beispiel.
Hatten die schon immer so einen 80s-Anteil? Jetzt spielen sie die Pet Shop Boys mit Always on my Mind. Bin am Überlegen, ob ich schon gehe, weil ich mit dem Schreiben fertig bin, nicht wirklich was Gutes zum Zeichnen habe (zumal ich jetzt eh nix Brauchbares mehr zustande bringe), beim How to erst mal genug Unsinn angestellt ist und ich zum Film gerade keine Muse habe. Davon abgesehen hab ich bloß noch 2,30 € und der Floor wird leer, es sind nur noch vier Leute drauf. YMCA. Andererseits hab ich dann morgen früh zu Hause die Zeit verloren; wenn ich jetzt gehe, schlaf ich um zwei ein und stehe so zwischen elf und zwölf auf. Und Ellis haben im Moment Urlaub. Hm. Naja, es ist noch nicht zwingend nötig, abzuhauen. Außerdem kann ich die Playlist gerade so schön dokumentieren. Wake me up before you go-go. Mein Skizzenbuch wurde gerade zum ersten Mal begutachtet. Also beGUTachtet. Und den Titel kenne ich wieder nicht. Dan macht sich auch auf. OK, den kenne ich auch nicht, damit sind es hintereinander zwei, die ich nicht kenne, und das ist jetzt mal das Signal zum Aufbruch. Auch wenn die jetzt anfangen, auf dem Tresen zu tanzen und die Tanzfläche wieder so voll ist wie vorhin. Ich frag jetzt noch Rundohr oder Anna, wo morgen der Treffpunkt ist, und dann verzieh ich mich.
Tschüss Kinda!
PS: Der Typ auf dem Tresen zieht sein T-Shirt aus. Und der letzte Titel war Hamma. Von Culcha Candela.
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