Samstag, 12. März 2011

Spring Break

Es liegt eine reservoirdogsche Spannung in der Luft. So als ob man Teil einer Handlung von unserem geliebten Kultregisseur wäre. Longshots und spontan improvisierte Morgenstunden mit kalten Heißgetränken vom gestrigen Tag, und nicht zuletzt das Temperaturgefüge. Ein sicheres Zeichen, dass langsam der Frühling seine Herzöge befehligt hat, die Vereinnahmung des europäischen Festlandes voranzutreiben. Es ist warm genug für Frühling, es ist hell genug für Frühling, aber es ist verdammt nochmal nicht Frühling. Es steht an der Schwelle, einer zu werden. Ich mag solche Momente. Keine Ahnung warum. Vielleicht ist es dieser normalerweise sehr kurze Zeitpunkt, der sozusagen den einen wahren Höhepunkt in der Emotion darstellt, wie beim Einsetzen der Streicher in Streets of Paris vom Soundtrack von Das Parfüm oder wie in dem Moment, in dem die Mischung aus Ingwer, Limetten und Rohrzucker das erste Mal seit langer Zeit die Geschmacksknospen benetzen, wenn man sich einen Ipanema hat bestellen lassen. Mit dem Unterschied, dass dieser Punkt nicht einem mathematisch-geometrischen Punkt beschreibt, sondern vielmehr ein untersuchbares Zeitfenster. Und wenn man dazu dann noch aus einem Markt herausgeht und es schlagartig von sehr warm auf viel zu heiß auf einigermaßen angenehm steigt und fällt, gibt einem das den Rest.

Hinweisen möchte ich an dieser Stelle auf das Hörspiel „Ich bin kein Tag für eine Nacht“ vom großartigen Jochen Malmsheimer. Zu finden auf dem yt-Kanal von MissUndercoverable oder unter http://www.youtube.com/watch?v=iyhcZLf_CQg. Wer es noch nicht kennt: Hört es euch an, es ist einfach göttlich.

Und ich hab immer noch zwei Reviews in der Pipeline. Mir scheint, dies wird ein produktiver Monat.

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