Dienstag, 8. März 2011

Lektion im Wortkampf

Wieder im Comix. Gestern war es so, dass ich direkt am Anfang der Öffnungszeit drin war. Logisch, dass dann noch keiner da ist. Diesmal nach True Grit (Review demnächst). Hab mir vorher ausgerechnet, wie lange ich dafür Zeit hätte. Kurz vor acht angekommen und erst mal überprüft, ob im Haus überhaupt wer ist. Check. Reingegangen, war dann aber etwas zu voll. Und keine Übungsobjekte. Dann gingen drei Leute, und der Platz in der Ecke wurde frei. Schön breit, schön großer, flacher Tisch und die Fußballanzeige im Rücken. An der Bar saßen zwei, ideal. Musste vorher noch eine neue Patrone nachladen. Und dann das, was ich mir eigentlich vorstellte: Der Nebentisch besetzt, und sie waren zu zweit. Bingo. Neue Seite. Aber es war nicht so der Knaller, denn sie saßen mit Blick grob in meine Richtung, und das ist zu auffällig.

Können wir mal sehen? *reicht skizze* (blablabla) Um das zu erreichen, lasse ich mich nicht gerne im Fummelbunker blicken. Die Mucke da entspricht nicht dem, was ich mag. Im Gegensatz zu dem hier. Und mit dem Ansprechen ist es auch nicht besser, eher schwerer. Der Wortkampf wird hier zwar wie dort auch geführt, aber sehr viel schwieriger. Es ist komplizierter, sie aus der Menge rauszukriegen. Und die Themenauswahl, die dort gehandelt wird, sagt mir nicht zu. Um als kommunikationstechnisch Nachholbedürftiger einen Wortkampf zu bestehen und damit Chancen für später zu haben, muss man von vornherein an einen Ort gehen, an dem einem wegen des allgemeinen Themas nicht die Hülsen ausgehen. Außerdem kann man hier ruhiger vorgehen. Dort wird noch mehr Wert auf Schnelligkeit gelegt. - Und was ist ein Wortkampf? - Ein Wortkampf, das Wort hab ich mir selber überlegt, ist eine spezielle Form, ein Gespräch zu führen. Manche würden es Flirt nennen, aber ich nicht, weil es in meinen Augen nicht das Gleiche ist. Ein Wortkampf wird schneller geführt als ein Flirt. Es kommt besonders stark auf Spontaneität an, das ist das Wichtigste dabei. Man darf nie den Redefluss verlieren. Beim Flirt darf man das ab und zu. Von daher ist er verwandt mit einer schnellen, schlagfertigen Diskussion. Sie werden im Prinzip beide gleich ausgefochten, mit den gleichen Methoden, nur eben mit anderen Inhalten und vor allem mit anderen Intentionen. Ich nenne es Wortkampf, weil es teilweise in meinen Augen wirklich Züge einer Auseinandersetzung hat, was aber daran liegt, dass ich es mit dem Reden sonst nicht so habe. Es ist wie beim schnellen Tanzen. (etwas später) - Und wieso bist du im Raucherbereich? - Hier ist das Licht besser zum Zeichnen geeignet. Eine gute Mischung aus schummrig und hell. Na schön, ich bin hier und nicht unten bei den Nichtrauchern, weil ich mich hier besser auskenne. Meistens bin ich hinten auf der Terrasse und wenn es da zu kalt ist, geh ich rein. Diese Etage ist mir vertrauter. (zu neutraler Person) Unten könnte es zeichnerisch auch interessant sein. Es ist dort verwinkelter, man findet schmalere Tische. Man wird nicht sofort entdeckt. Man kann länger beobachten. Und wenn es planmäßig läuft, kann man sich auch länger beobachten lassen.

Mit Zwischenfragen und all dem Zeug wäre das ein Beispiel für einen smoothen Wortkampf. Er wäre mit kleineren Methoden ausgeführt und hätte die entsprechende Intention. Er würde zwar allein nicht ausreichen, aber er würde einen Eindruck hinterlassen. Und man könnte damit bis zum Nummerntausch gelangen. Mehr sollte man nicht erwarten, das wäre die ganz hohe Schule bzw. ein nicht erwartbarer Glücksfall. Ich sollte häufiger in der freien Natur sein. Ein gutes Medium, um sich im Wortkampf ausbilden zu lassen.

Und zwei Skizzen sind dabei rausgekommen.

Übungsbericht zu Ende. Focker over and out.

Warte mal, war das gerade KH?

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