(Achtung, Spoiler)
Was soll ich noch groß einleiten, heute sprechen wir über
THE AVENGERS
Eine Comicverfilmung aus dem aktuellen Kalenderjahr. Der Verlag ist Marvel Comics (was denjenigen Menschen, der durchschnittlich 1,7-mal im Jahr ins Kino geht, nun wirklich nicht interessiert) und es treten mehrere Superhelden aus dem Marveluniversum parallel auf, die bereits vorher in eigenen Filmen zu sehen waren.
Aber Nilo, werden manche sagen, warum hast du den Film erst
jetzt, zwei Monate nach dem Start gesehen? Und da entgegne ich, Leute, Freunde,
fahrendes Volk, haltet für einen Moment inne und hört an, was ich euch zu sagen
habe. Also: Ich bin der Superheldenthematik nicht gerade zugetan, und man muss
mich regelmäßig daran erinnern, wer nun von Marvel ist, wer von DC Comics und
wer aus einer völlig anderen Ecke stammt. Mit dieser Einstellung nahm ich die
Ankündigung von The Avengers auf, und nach ein, zwei Wochen merkte ich, dass
der Film wohl doch recht erfolgreich wird. Joa, gutes Argument, aber noch kein
Grund. Dann kam noch der Podcast mit Sir Donnerbold, der hier
eingebunden ist. Dort kamen sie auf The Avengers zu sprechen und versuchten,
den dritten in der Runde zu überreden, sich den anzusehen. Was auf diesen
Dritten zutraf, gilt ebenso für mich. Also haben sie eine Weile erörtert, und
der Dritte und ich immer so hmmhmmmjaok, und dann noch die Erwähnung, dass The
Avengers bei imdb gerade auf 8,8 von zehn Sternen steht. Und sowohl der Dritte als
auch ich haben dann die Meinung geändert. Der Dritte (verzeih mir, dass ich
dich dauernd mit „Dritter“ anrede, ich hab deinen Namen vergessen, weißt du
was, ich sehe ihn mal kurz nach und da haben wir ihn schon, Gregor Elsbeck)
annoncierte das in einem ehrlich überzeugten Ton, während meine Reaktion eher
einem „Warum habt ihr das nicht gleich gesagt“ glich. Kurzum, ich war nun
überzeugt davon, dass der Film einige Qualitäten bieten würde und sah dann auch
nach, wo er auf meinem Heimatspielplan beheimatet war. Und ich fand auch
passende Zeiten, aber ein Problem tauchte dann noch auf. Der Film war
ausschließlich in 3D zu sehen. Keine 2D-Alternative. Nicht nur, dass die
3D-Vorstellung fast doppelt so teuer ist. Ich bin auch kein großer Fan von 3D.
Selbst wenn es ein echtes, gedrehtes und kein konvertiertes 3D ist, fühle ich
mich nicht rundum darin beheimatet. Der Effekt kommt viel zu selten zum Tragen,
das heißt, dass man nicht den Eindruck hat, man wäre tatsächlich mittendrin.
Und so weiter, und so weiter. Die dreizehn Euro wollte ich dann doch nicht
ausgeben, Empfehlung hin oder her.
Dann begab es sich, dass ein Kumpel wieder ins Kino wollte. Das einzig Passende war The Avengers. Und so rang ich mich doch noch dazu durch, über meinen an dem Tag eh kaum vorhandenen Schatten zu springen (es regnete) und ihn anzusehen. Und dabei kam dann etwas wie das hier heraus.
Dann begab es sich, dass ein Kumpel wieder ins Kino wollte. Das einzig Passende war The Avengers. Und so rang ich mich doch noch dazu durch, über meinen an dem Tag eh kaum vorhandenen Schatten zu springen (es regnete) und ihn anzusehen. Und dabei kam dann etwas wie das hier heraus.
Um die Handlung werde ich wie immer drum herum schreiben,
die wird nun wirklich bei Anderen ausführlich genug erläutert. Daher nun die
Figuren:
Im Zentrum stehen für Superhelden, namentlich Iron Man,
Black Widow, der Hulk, Thor und Captain America. Iron Man, gespielt von Robert
Downey Jr., ist genau das, was man von dem Schauspieler erwartet, ein
Exzentriker mit markigen Sprüchen. Darüber hinaus Milliardär, was es ihm
erlaubt, eine technisch ausgefeilte Rüstung zu tragen, die im Prinzip
unkaputtbar ist. Der Hulk, nicht gespielt von Edward Norton, sondern von Mark
Ruffalo (der zweifelnde Cop aus Collateral mit der Smith & Wesson), ist
mittlerweile in der Lage, seinen Puls und damit verbunden … seine Impulsivität
badum-ts im Zaum zu halten und sich zum Gammastrahlenexperten zu befördern.
Aber er wäre nicht der Hulk, wenn es nicht doch zu einem Ausbruch käme. Captain
America, gespielt von Ryan Gosling Chris Evans, ist ein ehemals
schmächtiger Typ, der von der Army zum Superkrieger mutiert wurde und danach 70
Jahre im Nordpolareis verbracht hat. Er hatte vielleicht ein wenig zu wenig
Screentime. Black Widow, gespielt von Scarlett Johansson, ist … naja, es ist
Scarlett Johansson mit roten Haaren und einer figurbetonten schwarzen Trikotage
und aus Russland, was erwartet ihr? Und sie ist in der Lage, ihr Gegenüber in
eine aus seiner Sicht überlegene Lage zu bringen und ihm daraus Informationen
zu entlocken. Thor, gespielt von Chris Hemsworth, ist tatsächlich der alte
germanische Gott des Donners, und schleppt seinen Kriegshammer mit sich herum.
Kein anderer kann den aufheben, aber wenn er einmal damit zuschlägt, wächst an
der Einschlagstelle kein Gras mehr. Höchstens thermophile Einzeller.
Jeder dieser Charaktere wurde in mindestens einem Film
vorher eingeführt. Zusätzlich zu den fünf Helden gibt es noch andere Charaktere
um sie herum.
Der Chef der Organisation, die die Avengers betreut oder was
auch immer sie da tun, wird dargestellt von Samuel L. Jackson und damit
bestätigt er seine schauspielerische Taktik, denn in Summe sind die Filme, in
denen er mitspielt, die erfolgreichsten überhaupt, was daran liegt, dass er in
so vielen erfolgreichen Filmen mitspielt. Einer seiner Agenten und eigentlich
auch einer der Helden, ist Hawkeye, gespielt von Jeremy Renner, für den ich
mittlerweile ein Faible habe, weil The Town und Mission Impossible 4. Leider
wird er schon am Anfang vom Gegner umgedreht, aber das macht diesen Charakter
umso faszinierender. Hatte ich schon erwähnt, dass er ein ausgezeichneter Bogenschütze
ist? Wo wir gerade vom Gegner sprechen: Bei dem handelt es sich um Thors
Bruder, der eine Invasion starten will mit der Hilfe eines Energieportals.
Daher hat Thor leicht andere Beweggründe für sein Handeln, er will den Typen
nicht einfach nur unangespitzt in den Boden stampfen, sondern ihn vorher zur
Rechenschaft ziehen. Da das nicht sofort klar ist, gibt es vorher einen
tierischen Sticheleienaustausch zwischen Thor und den anderen, weil jeder den
anderen verdächtigt, Loki (so heißt der Bruder) nicht an der Invasion hindern
zu wollen. Loki hat mich ein wenig an Schlangenzunge aus Herr der Ringe 2 erinnert,
obgleich er natürlich viel besser aussieht. Mit seinem Spazierstock ist er in
der Lage, andere Leute umzudrehen, wie er es bei Hawkeye gemacht hat. Man kann
das mit einem Imperius-Fluch aus der Harry Potter-Reihe vergleichen (die
anderen zwei unverzeihlichen waren Avada Kedavra alias Isch baller disch kaputt,
und Crucio, der Folterfluch, nur so als Reminder). Der andere, der damit belegt
wird, ist der Chefwissenschaftler von der Organisation von Samuel L. Jackson,
die eine Energiequelle erforschen, um das Energieproblem der Welt zu lösen,
wobei sich diese Energiequelle als Portal entpuppt, mit dem Loki die Invasion
starten will. Der Wissenschaftler wird von niemand geringerem gespielt als
Stellan Skarsgård. Hallo? STELLAN FUCKING SKARSGÅRD! Geht es noch epischer?
(Ja, mit einem Cameo von Harry Dean Stanton, nachdem der Hulk vom Himmel
gefallen ist. Seitdem stimmt die Redewendung, es sei noch kein Meister vom
Himmel gefallen, nicht mehr.) Das gibt dem Ganzen ein bisschen Illuminati-Feeling.
Darauf werden viele nicht stehen, ich schon. Die Umgedrehten sind allesamt an
ihren hellblauen Augen erkennbar.
Natürlich werden sie im Verlauf der zweiten Hälfte alle wieder
zurückgedreht.
Aber wir müssen noch über die Organisation von Sam Jackson
sprechen. Sie trägt den Namen S.H.I.E.L.D. und beschäftigt sich mit der Abwehr
von außerirdischen Bedrohungen. Als solche ist sie zuständig für das Kommando
über die Avengers und entwickelt parallel dazu Technik, um sie mit allen
Kräften zu unterstützen bzw. bei einem Ausfall ein Backup-System zu haben.
Dafür haben sie die Energiequelle, einen Würfel namens Tesserakt, eingesammelt,
und basteln daran herum. Offiziell wollen sie das Energieproblem der Welt
lösen, inoffiziell sollen energiereiche Waffensysteme hergestellt werden, mit
denen externen Aggressoren entgegengewirkt wird. Da diese irrtümlich für
terrestrisch einzusetzende Massenvernichtungswaffen gehalten werden, gibt es
einen ziemlichen Clinch in der Clique, der sich dann als fatal herausstellt.
Aber ich schweife ab. Um den Tesserakt zu erforschen, hat S.H.I.E.L.D. eine
eigene Basis, und die folgt dem üblichen
Agenten-in-schwarzen-Anzügen-und-Mercedes-R-Klassen-mit-M4-Karabinern-und-SIG-Sauer-Pistolen-Stil.
Und als ob das nicht genug wäre, noch einen Flugzeugträger. Innovativ fand ich,
dass die Startbahn und das restliche, längliche Gebilde, nicht nur abgewinkelt
waren, sie befanden sich auch auf verschiedenen Höhen. Wenige Minuten danach
wurde klar: Das war nicht die Hauptinnovation. Der Flugzeugträger kann verdammt
noch eins fliegen. Vier an den Ecken ausfahrbare Rotoreinheiten bringen ihn auf
eine mehrere Kilometer große Höhe. Ich will auch so ein Ding.
Eine Sache ist mir aber noch nicht ganz klar. Loki (und
damit seine unfreiwilligen Schergen Jeremy Hawkeye Renner und Stellan Scientist
Skarsgård) braucht, um das Portal aufzubauen und seine Invasion zu starten
Iridium. So weit, so gut, das Zeug gibt es. Um das zu besorgen, geht er nach Stuttgart
(was auch immer eine derartige Menge Iridium da verloren hat), genauer gesagt
auf eine Smoking-Frack-Veranstaltung (keine Ahnung, was das genau war, aber es
ist eben so eine Veranstaltung mit hohem Dresscode). Wie passt das zusammen?
Nun gut, es waren Wachen vor Ort, die passend G36C-Gewehre trugen, man kann
also sagen, dass da irgendwas Wichtiges gelagert wird. Aber wieso findet dann
so eine Smoking-Frack-Veranstaltung da statt? Wenn da Iridium gelagert wird,
sollten das nicht zwei separate Orte sein? Moment, ich glaube, das waren
tatsächlich zwei separate Orte. Allerdings war derjenige, dessen Iris die Türen
zum Sicherheitstrakt öffnet, gerade bei der Veranstaltung, so dass Loki die
optische Information übermittelt und Hawkeye die Türen knackt und das Iridium
besorgt. Danach lässt sich Loki von den inzwischen eingetroffenen Avengers
überwältigen und mitten in deren Hauptzentrale bringen, sät dort Missgunst und
bringt die Avengers dazu, ihren eigenen Stützpunkt auseinanderzunehmen (indem
er den Hulk entfesselt, was Black Widow zwar vorher herausfindet, aber nicht
verhindern kann) und spaziert in aller Gemütlichkeit davon, während Hawkeye,
der wohl vorher Instruktionen erhielt, zwei von den Propellern ausfallen lässt.
Denn auch wenn Loki gefasst wurde, so konnte Hawkeye immer noch das Iridium
stehlen und zusammen mit Stellan The Awesome Skarsgård das Portal zurechtbasteln.
Dabei hat Loki wohl übersehen, dass Hawkeye wieder zurückgedreht wird und den
Avengers fortan Unterstützung liefert. Damit wir uns nicht falsch verstehen,
den Avengers kam es schon ein wenig grün vor, dass Loki sich so schnell ergab
(und später kam es ihnen RICHTIG grün, wegen Hulk und so). Nur zogen sie nicht
die richtigen Schlussfolgerungen daraus. Aber das will ich ihnen nicht
ankreiden, das macht schließlich sonst auch keiner. Also das Ziehen der
Schlussfolgerungen.
Was soll ich noch groß ausfaden, heute habt ihr einen neuen
Eintrag auf eurem Amazon-Wunschzettel.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen