Da mittlerweile bereits der Nachfolger gestartet ist, werde
ich schnell meine Auswertung der sechsten Runde des Ars Lingua
Perspectiva-Kreativspiels preisgeben. Der Grund, weshalb das hier stattfindet
und nicht an dem eigentlich dafür vorgesehenen Ort, nämlich innerhalb des
Kreativspiels, ist einfach, ähm, weil Free Participant. Und weil meine
Definitionen überwiegend zu lang sind, um den Anforderungen zu genügen. Eine
gewisse Ausschweifhaftioniertigheithaftigkeit lässt sich da nicht vermeiden,
und daher ist das hier extern zu finden.
Die Definitionen kamen in mehreren Sessions ab Ende Februar bis vor fünf Minuten zusammen. Die erste war die für Querulant und dann ging es zunächst rückwärts durch das Alphabet, und dann kam der Rest alphabetisch sortiert. Direkt nach dem Amboss war also der Rost dran, was die inhaltliche Verknüpfung der beiden erklärt. Ach ja, zum Kreativspiel geht es im Übrigen hier.
Mit Schrecken musste übrigens ich feststellen, dass es den hier erwähnten Orangenkaffee tatsächlich gibt. In medias res.
Die Definitionen kamen in mehreren Sessions ab Ende Februar bis vor fünf Minuten zusammen. Die erste war die für Querulant und dann ging es zunächst rückwärts durch das Alphabet, und dann kam der Rest alphabetisch sortiert. Direkt nach dem Amboss war also der Rost dran, was die inhaltliche Verknüpfung der beiden erklärt. Ach ja, zum Kreativspiel geht es im Übrigen hier.
Mit Schrecken musste übrigens ich feststellen, dass es den hier erwähnten Orangenkaffee tatsächlich gibt. In medias res.
Amboss: Kurzform von "epischer Wecker". Könnte
auch beschrieben werden als Männerwecker: Er ist schwer wie ein Snookertisch
(der ist nicht ohne Grund so groß wie ein Mittelklassewagen), und wenn man
draufhaut, macht das einen irre lauten Lärm. Aber es fehlt noch eine wichtige Komponente:
Ein Amboss verbraucht kein Benzin. Ein Mercedes-Benz G55 AMG ist also besser
geeignet. Macht vielfältigeren Krach, ist schwerer und säuft wie ein Loch und
ist überhaupt dermaßen unvernünftig, dass es eine Freude ist.
bieder: So bezeichnet man einen Bieter bei eBay, der nicht
kapiert hat, dass nicht das tatsächliche aktuelle Maximalgebot eingeblendet
wird, sondern eines, das benötigt wurde, um das vorhergehende um 50 Cent zu
übertreffen. Und dann wundert der sich, dass diese Ein-Euro-Tasse auf einmal
vierzehn Euro fümmenzwanzig kostet. Noch ein Tipp zum eBay-Bieten: Wenn ihr
eine nVidia GeForce 8800 GTS 512 haben wollt, müsst ihr dafür mindestens 30
Euro einplanen.
Chichi: Besonders affektiertes Niesen mit Echo kommt doppelt
so gut. Aus naheliegenden Gründen. Na gut, ganz so nah liegen die Gründe für
die ewige Jagd auch nicht, denn dann würden die Schallwellen ja zeitlich zu
undistanziert eintreffen, so dass man sie nicht wahrnehmen kann. Ebenfalls
zugehörig zu diesem Eintrag: Schickimicki könnt ihr zu Hause machen!
Schickimickie zählt hier zum Chichi.
Draisine: "Flucht der Gesetzesbrecher mit einer
Draysine. - Mit einer Gesine. - Nicht G-G-Gesine, sondern D-D-D-Drähsine. - Und
mit so einem Ding werden wir jetzt auch hinterherfahren. Aufsitzen. -
Aufsitzen. - A-A-Aufsitzen." Textstelle aus "Der glattrasierte
Weihnachtsmann"
Empörung: Eine Erfindung aus Stenkelfeld, die sich mittlerweile
weit über den Ort hinaus verbreitet hat. Dieses zielgerichtete Freisetzen von
Stoffen, die negative Emotionen auslösen (genannt Scheiss-Hormone) um damit
eine Sache zu diffamieren nervt nicht nur diejenigen, die sich den Mist anhören
müssen, sie werden in die Empörung auch noch hineingezogen, da sie sich über
die sich Empörenden empören müssen. Wir müssen dem mit Kopfschmerztabletten
entgegenwirken! Aber nur welche ohne Antibiotika, sonst waren die Millionen von
Euro für deren Entwicklung nutzlos.
Friedensnobelpreis: Frieden ist stets eine nobele
Angelegenheit und kann daher gar nicht ausreichend mit Preisen gepriesen
werden. Die Preisvergabe ist meiner Meinung nach in ihrer Vertretbarkeit
manchmal diffus. So war Preisträger Jimmy Carter der letzte US-Präsident, unter
dem die USA keinen Krieg führten. Ein weiterer Preisträger ist Mr. Obama,
aktueller US-Präsident. Stand April 2012. Theodore Roosevelt hingegen, ein Typ,
der als Badass-Motherfucker gut umschrieben werden kann, ist nicht nur Namensgeber
für den Teddy (aka mit Friedlichkeit assoziiert), sondern hat auch, nachdem er
beim Wahlkampf zu seiner dritten Präsidentschaft angeschossen wurde, nicht etwa
den Typen verprügelt, der ihm eine gefeuert hat. Stattdessen hielt er, ohne
medizinische Versorgung, mehr als eine Stunde lang, seine Rede. Nicht gerade
derjenige, gegen den man einen bewaffneten Konflikt austragen will, und daher
eindeutig um Frieden bemüht.
Germania: GERMKNÖDEL!!!!!!!!! Eine südbairische
Germknödelmarke namens Germania, die beweisen will, dass die Österreicher nicht
die Einzigen sind, die dieses unglaublich over9000-leckere Gericht beherrschen.
Sponsor von einigen Omnomnomnomnomnivoren.
Hellseher: Ein Hellseher meinte mal, dass er, statt in die
Zukunft sehen zu können, lieber in die Mädchendusche von Sportgymnasium kucken
können wollte. Abgesehen davon, dass er das Problem lösen könnte, indem er in
die Zukunft der Mädchendusche sieht: Du Arsch. Fortan sei er bekannt als
Langnasiger Perverser Nr. 16. Als solcher macht er eine Umschulung zum
Fernseher.
Idioblast: Ich.
jwd: (Zitat Prof. Dr. habil. nat. und. was. weiß. der.
Täufer. nicht. noch. alles. Ralf "James Bond" Löper) Ob das oberhalb
der x-Achse liegt oder unterhalb oder mittenmang oder jwd, ist ehrlich gesagt,
scheissegal.
Kopfnuss: Sieht man im Kopf nach, sieht das Zeug unter der
Schädeldecke tatsächlich leicht walnussig aus. Pikant anzumerken, dass Walnüsse
angeblich Hirnnahrung sein sollen. Jetzt wird das plausibel. Das Hirn ist eine
Nuss! Nicht umsonst hat Stephen Hawking seinen Thrillerroman "Das
Universum in der Nussschale" genannt. Und wenn einem das Universum in der
Nussschale, also in der Dunstkiepe, also im Kopf, steckt, ergibt das tierische
Kopfschmerzen.
Laster: Lassterdenscheissmalbleibendusau!
Mischpoke: Neologismus aus der Sprachforschung. Irgendein
Nichtskönner wollte ausdrücken, in welcher Sprache er sprach, war aber nicht in
der Lage, das in der Sprache seines Zuhörers zu sagen. Dabei kam dann etwas
heraus wie "mi spoke", was "ich sprach" bedeuten soll.
Anscheinend hat er das Prinzip von Esperanto nicht verstanden. Wie dem auch
sei, das wurde dann als Mischpoke zum Ausdruck für irgendeinen
zusammengewürfelten Mist. Nicht nur lingual, sondern auch auf tumblr.
Nährwert: Ich hab die Definitionen in der anderen Richtung
geschrieben, und daher sollte ich das Alphabeta einfach mal umdrehen. Ein
Omnomnomnomnivore spart in sich recht viele Nährwerte an, inwiefern er sie dann
wieder loswird, gehört nicht zur Definition des bewerteten Omnomnomnomnivoren.
Omnivore: Onomatopoetischer Ursprung lautet
Omnomnomnomnomnom. Ist ein begleitendes Geräusch zum Aufessen von diversem
wohlschmeckenden Gemahlzeite. Dieses stammt aus den verschiedenen Nahrungsmittelgenres,
daher ist einer, der alles isst, wahrscheinlich in diesem Bereich sehr gut
ausgebildet. Über Bedeutungsverschiebung wurde aus einem Omnivoren dann ein Allesfresser.
Wo sind die verf*ckten Tiere, ich hab Hunger!!!!!!!
Plastik: "Tut das weh? - (leicht gequält) Nein, Sir. -
Warum nicht? - Weil mein Schlüsselbein aus Plastik ist." Aus Plastik kann
man allen möglichen Scheiss zusammenzimmern, Schlüsselbeine, Schlüssel,
Legosteine (aus denen man noch viel mehr zusammenzimmern kann), Tastaturen,
Pistolengehäuse, Möbel, Vollkorntortenattrappen und bei Finelinern hört es noch
längst nicht auf.
Querulant: Ist ein Lant mit einer großen
Ost-West-Ausdehnung, welches also besonders breit, also quer, ist. Bekanntestes
Beispiel ist Russlant, gemeinhin das breiteste Lant der Weld. Ihm gegenüber
stehen Läntereien mit einer in Bezug auf die Breite großen Nord-Süd-Ausdehnung,
also Argentinien (mit Pinien LÖLZ) oder noch besser Chile, links um die Ecke. (Wenn
einer Rechtschreibfeler findet, dann kann er die behalten und damit hingehen,
wo der Pfeffer am Arsch wächst.)
Rost: Das, was ich bei dem erwähnten Mercedes unter Amboss
vergessen habe. Da mit der letzten Generation das Schrempp-Problem allerdings
entfernt wurde, fehlt dieser letzte Schritt zur Perfektion, wobei das eine
extrem subjektive Sicht ist. Genauso könnte sich ein gewerblicher Bestatter
über die medizinischen Fortschritte beschweren. Sargbranche auf Kundensuche.
Scharlatan: Kofferwort aus Schal und Laterne. Lampen, die
man an seiner Mütze bzw. an seinem Helm anbringen kann, bringen immer Licht an
den Ort, an den man gerade kuckt, aber sie sind so schrecklich kopflastig.
Deshalb gibt es die Alternaive: Einfach den Scharlatan an das Halstuch
anbringen und es werde Licht. So funktioniert ein Scharlatan: Erzähle den
Leuten irgendeinen kopflastigen Mist und biete ihnen die Lösung für ein nicht existierendes
Problem an.
Transparenz: Auf Formspring fragte neulich jemand, ob
Transparenz (Durchsichtigkeit) nicht nur in der Politik, sondern auch in
anderen Lebensbereichen benötigt wird. Eine Formspringerin meinte dazu, dass
sie kein Interesse habe, ihr Umfeld ungefragt über ihre oberrumpfige erogene
Zone zu informieren. Mist, jetzt habe ich wieder Bilder im Kopf, von denen ich
immer wieder irrigerweise annehme, ihr Gefängnis sei sicher genug.
Unkraut: Naja, alles, was kein Kraut ist. Löwenzahn ist Unkraut,
Bäume sind Unkraut, ich bin Unkraut, Schokolade ist Unkraut, Kafka ist alhgfd
hbgdbkjhugfhdsk ... Verzeihung, mir wurde gerade noch rechtzeitig der Kopf auf
die Tastatur gedrückt.
Veilchen: Guess what?
Willkür: Ist mir egal.
X-Strahlen: Gehören mittlerweile unter die Rubrik R-R-Ronny
Trettmann, weil wegen dem der sie entdeckt getan gehabt hat. Eine von vielen
Strahlungsformen, die das Potenzial haben, den menschlichen Körper an
bestimmten Stellen zu durchdringen und ihn damit zum Sieb zu machen. Lasst uns
einen präparieren, dass beim Radiologen ein lustiges Bild herauskommt!
Yuppie: Ausruf der Freude. Wer das oft macht, ist ein
Yuppie. Um sich zu anderen Nichtyuppies abzugrenzen, benutzen sie ihren
geheimen Geheimcode: Yuppie yay yeah Schweinebacke.
Zimt: Seit WOCHEN suche ich die verschiedenen Märkte nach
Kanelbulle ab (also schwedische Zimtschnecken im handlichen
anderthalb-Zoll-Format). Gefunden habe ich nichts dergleichen. Fährt mit mir jemand
zum IKEA? Naja, die letzte Anti-ACTA-Demo fand noch nicht statt, und wenn sie
in Rostock über die Bühne geht, ist das wieder mal ein schöner Anlass zum
Möbelkauf.
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