Donnerstag, 5. Januar 2012

Möglicherweise unmögliche Mission

Eeeeeigentlich sollte es gestern Mission Impossible 4 geben. Von der restlichen Reihe kenne ich nur den ersten Teil, die anderen sah ich noch nicht. Soll aber auch gar nicht mal so viel ausmachen. Auf den vierten Teil wurde ich ein wenig aufmerksamer, nachdem ich das erste Mal den Trailer im Kino sah. Und da dachte ich: War das gerade Simon Pegg? *Brille aufsetz* Simon Pegg ist ein britischer Schauspieler, der sich insbesondere durch die bisher erschienenen Filme der Blut-und-Eiskrem-Trilogie einen Namen machte. Das sind Shaun of the Dead, eine Persiflage auf das Zombiefilm-Genre, und Hot Fuzz, der das Action-Genre durch den Kakao zieht. Beide Filme genießen eine hohe bis sehr hohe Popularität, bei beiden betätigten sich Simon Pegg und Edgar Wright als Schreiber. Simon Pegg übernimmt jeweils mit Nick Frost die Hauptrollen. Der ebenfalls mit den beiden erschienene Paul - Ein Alien auf der Flucht gehört nicht zu der erwähnten Trilogie, da sich Edgar Wright nicht am Schreiben und an der Regie beteiligte, ankucken sollte man sich den dennoch, wenn einem Simon Pegg was sagt.

Und dieser spielt nun in Mission Impossible 4 mit. Eigentlich ist das der Grund, der diesen Film für mich interessant macht. Mal kurz überlegen … und Black Swan zog meine Aufmerksamkeit durch Vincent Cassel auf mich ... hmm …

Was ich aber eigentlich sagen wollte: Letzten Endes ist daraus nichts geworden. Der Plan sah ja vor, dass ich zunächst die eine oder andere Stunde im Comix verbringe, bevor ich ins Kino gehe. Das schlug fehl, da der Nachmittag zu voll war. Selbst unter vollständiger Streichung des Comix-Plans wäre ich erst nach Anfang der Werbung dort aufgekreuzt, was im Angesicht einer Reservierung nicht so geil ist. Und dann hat es noch angefangen zu regnen, und dann wollte ich noch ein neues LP anfangen … und dann hab ich es gelassen und auf später verschoben.

Der Teufel im Detail liegt nun darin, wie einfach es fiel, den Comix-Plan fallen zu lassen. Dazu muss ich etwas ausholen (schon wieder, ich hole bereits die ganze verfluchte Seite aus): Der richtige Neujahrsbeginn liegt bei mir ein klein wenig neben der Spur. Er kennzeichnet eines der wichtigsten Ereignisse, die mir bis dato unterkamen. Zufälligerweise liegt dieses Ereignis sehr dicht am Jahreswechsel, der für sich selbst für mich keine allzu große Bedeutung hat. Im Gegenteil, mich gelüstet, ihn auf einem recht großen Boot mitten in der Ostsee allein zu verbringen, in der Stille. Deshalb verlegte ich meinen persönlichen Neujahrsanfang auf den zweiten Januar 12.30 Uhr. Angesichts des so verstrichenen Jahres durchstöberte ich meine eigene Blog-Navigationsleiste. Die gewonnenen Erkenntnisse in der Kürze: Sowohl True Romance als auch The Boondock Saints kenne ich seit fast einem Jahr. Armin Mueller-Stahl und John Williams leben immer noch, Amy, Jopie, Walter Giller und der Nordkoreaner nicht mehr. Eine ungewöhnliche Zusammenstellung. Und auch noch so auf einen Punkt konzentriert. Der Comix-Plan ist nachweisbar mindestens zehn Monate alt. Zehn verdammte Monate. Und ich bin nicht einmal mit der Erkundungsphase fertig. Dass ich für dieses Jahr Jajangmyeon am Black Day bereits festgelegt habe, hat weniger etwas mit erwartetem Misserfolg zu tun als vielmehr mit dem Jahrestag, auf den er diesmal fällt, aber innerhalb dieser Zeit erwarte ich keinen Erfolg. Nicht einmal ansatzweise. Bis zu den nächsten Septemberwochen ist das zumindest denkbar, aber auch nicht wahrscheinlich. Und dann ist das Jahr zu zwei Dritteln vorüber, und dann steht zwar ein interessanter (und hoffentlich meinerseits früh genug mobilisierter) Herbst an, aber danach auch wieder ein verspätetes Weihnachten. Ohne Glühweinverkauf, das weiß ich jetzt schon. Er ist zwar ertragreich, aber die Notwendigkeit zu diesem speziellen Gespräch besteht dann schon seit zwei Jahren nicht mehr. Vielmehr besteht die Notwendigkeit, mir das nicht mehr andauernd vor Augen führen zu müssen. (Damit ist das Ausfindigmachen einer neuen Zielperson gemeint.) Und ein Beziehungsstart scheint nicht zu klappen, wenn man explizit genau das vorhat. Auf der Suche nach einer Beziehung findet man alles, außer Beziehungen. Ist vorteilhaft, wenn man was Anderes sucht.

Lange Rede, kurzer Sinn: Der Comix-Plan ist wegen zu großer Lücken zwischen den Besuchen und der mangelnden Motivation als gescheitert zu betrachten. Ich geh nur noch dorthin, weil die den besten Ipanema machen, wegen der Mucke, und um einen Anlass zu haben, den Roman weiterzulesen. Also geh einfach ins Kino und danach wieder schnurstracks nach Hause.

Eine Glock 19 reicht da wohl nicht mehr. Es muss mindestens ein Close Quarter Combat-FAL von DS Arms her. Ben Affleck hat so eines in The Town verwendet.

Da bietet es sich wohl an, die Sinnfrage hinter der Suche zu stellen. Ob eine Beziehung überhaupt erwünscht ist. Dieser Frage weiche ich meistens auf diese Art und Weise aus: Irgendwann werde ich möglicherweise eine andere Denkweise haben, als ich sie im Moment habe. So kann ich anders zu dem Thema denken und vollkommen überzeugt eine Beziehung wollen. Dass dieser Fall eintritt, kann ich nicht garantieren. Das alles beim Aktuellen bleibt, ebenso wenig, ich kann schließlich nicht in die Zukunft kucken. (Wenn ich es könnte, wäre ich sowas von weg … ähm, falsches Thema.) Sollte das also einmal der Fall sein, so mit Ende Zwanzig wahrscheinlich, dann wäre es blöd, wenn man keinerlei Erfahrung mitbringt und sich auch nie bemüht hat, daran etwas zu ändern. Eine beschissene Meinung über diverse Lemmata sollte man sich erst machen, nachdem man es probiert hat. Wenn es nicht funktioniert hat, dann war es einfach Pech. Wenn man es nicht einmal versucht hat, dann hat man es auch nicht besser verdient. Und deshalb versuche ich, eine Beziehung zu starten. Um überhaupt zu wissen, wie das ist. Um Erfahrungen zu sammeln. Für … eventuell … später.

Oder sollte ich das alles einfach komplett ignorieren?

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