Vorletzter Tag. Will um acht aufstehen. Mache den Fehler, wieder einzuschlafen. Träume irgendeinen Scheiss über drei Gefangene … Hätte die Wiki-Seite zu Eraserhead nicht lesen sollen. Komme noch einigermaßen rechtzeitig zum Workshop. Heute geht es darum, die Leute auf die Ausstellung aufmerksam zu machen. Haben dazu Pappe in drei Umrissklassen: Sprechblase, Pfeil, Random. Alles soll gestaltet werden und dann diese Dreierkombinationen in der Stadt an den Häuserwänden verteilt werden. Bemalt wird das Ganze mit Schwarz und weiß, dieselben Stücke, mit denen wir die Wand bemalten. Teilweise schreien die Formen geradezu nach bestimmten Inhalten. Ich mache eine Rasierklinge, eine Eule und einen Rucksacktouristen. Bei der Klinge will ich den Festivalschriftzug in grieschischen Buschstaben darstellen. Das Problem ist nur, dass ich gerade nicht weiß, wie das Zeta aussieht. Kann es hier an diesem Ort auch nicht rauskriegen. Weiß aber, wo ich diese Information herbekomme. Ziehe mir die Jacke an und gehe zum McPaper. Finde dort schnell eines von diesen Lichtentanner-Hausaufgabenheften, die ja bekanntlich das Griechisches (sic) Alphabet enthalten. Finde das Zeta und gehe wieder. Wir gehen übrigens jetzt gerade zur Schmiede. Damit bin ich zu dem finalen Zeitpunkt (also dem Festivalhöhepunkt, Anm. d. Verf.) immerhin beim heutigen Tag angelangt.
Schlussendlich sind wir beim finalen Part. Die Schmiede. Blink 182 - All these small things. Dann einer, den ich nicht verstehe. Man hört gerade wirklich nur Rockgeschraddel. Ich schalte mich wieder ein, wenn ich was erkenne, da selbst die Titelübergänge gerade schwer zu bestimmen sind.
Male dann also das doppelte Zeta auf die Klinge. Ergänze den Rest. Sieht scheisse aus. Damit die Farben trocknen, legen wir die Dingsis in den Durchgang, dar dann sauer wird. (Nee, Moment, nicht sauer, sondern saueng, also wird der Flur tierisch eng. Mann, dieses Gekrakel, wer schreibt denn so unleserlich …) Man sollte nicht dort stehen. Sind ulkige Sachen drunter. Was mich aber stört, ist der eklatante Mangel an Sprechblasen. Macht nix, mein Rucksacktourist hat was auf dem Rücken zu stehen. Und was auch bekloppt dort ist: Die Zeit rast so schnell. Wir sind nicht mal los, da ist es zwölf. Wir sind am Markt, da ist es dreiviertel eins. Bin dafür, dass wir es an öffentlichen Plätzen versuchen. Am Markt nehmen wir eine Mülltonne. (Das hat keine wertende Ursache, sondern liegt einfach daran, dass die Fläche gerade so schön gerade war und außerdem gut einsehbar.) Wurde darauf gefragt, wo das Meeresmuseum ist.
Die Sonnenmacher treffen ein, und mein Verdacht bestätigt sich, dass gerade Radio läuft.
Nachdem ich erklärte, höre ich hinter mir Mamutschka. Sie sagt, wie der Tag so läuft. Wir gehen weiter. Der Crêpes-Stand hat auf. Von mir aus könnte jetzt (also am 29.7.2011) Weihnachten sein. (Interessant, in der Vorweihnachtszeit sieht das aber anders aus …) Wir treffen noch auf Nadjadine (ich kann mir nicht merken, ob sie Nadja oder Nadine heißt). An der Kirche wäre ein guter Ort für den Teufel, den wir dabei haben, aber der Scheiss klebt nicht, wie er soll. Erwähnte ich schon, dass es bereits den ganzen Tag regnet? Sehe mir zum ersten Mal das Denkmal an, welches dort steht. Und ich wird bekloppt (den Kuckuck), weil da oben noch der Stern mit Hammer und Sichel ist. WTF? Ist also n Russen-Denkmal. An der Ecke bringt ich glaub Kathi ihren Dreiteiler an. Wir gehen Richtung Kirche, Mike findet einen Ort, an dem er seine zweite Pappe unterbringen kann. Dann geht’s am Polizistenquartier vorbei zur Kirche. Der Stein von jener ist auch hier zu uneben, daher ab an den Trafokasten, der daneben steht. Damit bleibt nur noch ein Aufsteller, und der geht ins Rathaus. Dort ist es trocken und eben und gut besucht. Mike geht nach Hause, ich geh zum Speicher, da um zwei die Chorprobe ist. Wir haben ein Sonnenmacherlied auf Basis von Singing in the Rain. Tja, ihr habt es so gewollt. Dazu ein Geigensolo von Kathi und ein Dingsklaviertastenflötensolo von Annette.
Sie spielen es übrigens gerade wieder. Weil sie das Sonnenmacher-Buch übergeben. Kathi kommt fast nicht zu ihrem Violinenpart. Der Schmiedenchef macht extra die Mucke aus. Das große Ultra-Umarmen (Trennung eingefügt, weil keiner was mit einem Ultraum anfangen könnte) setzt ein. Strange_Core hebt alle aus. In der Gegend steht auch … ich nenn sie jetzt einfach Tanja. Da weiß jeder, dass das eine Spezialbezeichnung ist, da wir keine einzige Tanja in unserer Runde hatten. Sie hatte sich am Tag der Druckbar ziemlich böse den Kopf am Zelt gestoßen. Eine Kühlung war nötig. Mittlerweile hat sie sich davon erholt. Sie tanzte auch vorhin in der Endphase der Vernissage herum. Auch sonst sehe ich sie beim Festival und ich sehe sie gerne. Es könnte sogar sein, dass sie letztes Jahr um einen Salsatanz bat. Hm, das aktuelle Lied klingt gerade so ein bisschen nach Linkin Park, könnte aber genauso gut Nickelback oder Seether sein.
Wo waren wir? Beim Nachmittag. Da der Workshop erfüllt war, gab es jetzt nichts mehr zu tun. Bin mit Schreiben beschäftigt. Setze mich hoch ins Café. Die ersten Ausstellungsstücke hängen. Es sind hier noch zwei Game-Designer dabei, die sich über World of Warcraft, Starcraft und Diablo 3 unterhalten. Zu diesem Zeitpunkt schreibe ich an diesem Moment im Treppenhaus bei der Druckbar und mache daher Right where it belongs V.2 von den Nine Inch Nails an. Und mach im Skizzenbuch weiter. Bietet sich an, weil Sophie momentan auf den Stühlen schläft und dabei stillhält. Und jemand hat noch irgendein Buch über Aubrey Beardsley dabei. Ein zu seiner Zeit stark polarisierender Künstler. Eines seiner Plakate / sonstigen Dingsis trug die Bezeichnung „J’ai baisé ta bouche“. (Anm.: In Französisch bin ich nicht mehr so gut und es lässt sich nicht mehr entziffern, daher will ich nicht mehr beschwören, ob es nicht auch „ton bouche“ lauten kann.) Die netteste Übersetzung lautet: Ich habe deinen Bart geküsst. Die andere ist ziemlich drastisch, weshalb sie hier unerwähnt bleiben soll. Das Buch ist aus der Stadtbibliothek. Wurde gerade (mal wieder) von einem Externen nach der Bedeutung meines Schreibens gefragt. Ich will wissen, ob Mamutschka die OZ hat. Gehe daher zum Laden. Dort fällt mir erst nach dem Fragen ein, dass sie nicht da sein kann. Gehe zurück, kriege einen Anruf rein. Es sind Ellis. Sie sind im Büro. Komme raus. Wollen uns treffen. Anscheinend bin ich ungefähr vierzig Sekunden zu früh. Sie haben Marmorkuchen. Die Versorgung ist also sicher. Bereits vorhin hat Maki Backfisch dabei, mit der Marinade, auf die ich so stehe.
So, war jetzt eine Runde Billard spielen. Hab verloren, weil ich die Schwarze ins falsche Loch gedrückt hab. Aber guess what: Die ersten zwei bekannten Titel. Der zweite war Numb und damit wirklich von Linkin Park, und der erste war: Breaking Benjamin - The Diary of Jane. Infuckingsanity. Der zentralste von den nicht direkt verwendeten. Der, der lange Zeit den Ton beim zweiten Teil von besides angegeben hat. Während des Spiels ist Maki gegangen. Weiß nicht, ob ich sie morgen noch sehe. Jetzt spielt Surfin‘ USA. Die ersten tanzen wieder. AU! Du Pfeife. Das nennt man wohl digitales Übersteuern. Rundohr gibt das Bild eines Gastes im Raucherzimmer ab. Caro und Anna tanzen. Mir ist gar nicht aufgefallen, wie licht die Reihen geworden sind. Oh, es ist schon 2.40 Uhr. Das war auch so ein Problem: Durch den Regen sind wir erst so spät vom Speicher los. Die Hälfte der Zeit zwischen Vernissage-Eröffnung und voraussichtlichem Rausschmiss aus der Schmiede findet im Speicher statt. Jetzt läuft Let’s twist again. Caro und Compagnon machen die Bewegung dazu gut. Der Fokus liegt jetzt auf dem aufkommenden Beat in den 50ern/60ern.
Nachdem im Speicher also nichts mehr zu tun war und ich auch keinen Bock hatte, weiterzuschreiben und die Vanillekipferl auch alle waren, hab ich mich entschlossen, ins Büro zu gehen, um zu schlafen. Da das heute ein längerer Tag wird und ich eh noch angemüdet bin. Will eine Stunde schlafen, es werden zweieinhalb. Um acht steh ich auf. Ziehe mir mein Festival-Shirt an, lasse den unnötigen Krempel da und geh rüber zum Speicher. Die Karten sollte man möglichst vor der Eröffnung kaufen. Mache das. Wenig später sind Ellis da. Will ihnen alles zeigen, allerdings quasseln sie mit wem. Als ich mit ihnen runter will, fängt die Eröffnung an. Also hoch. Nein, nichts zu trinken. Nachher in der Schmiede kriegen wir genug. Die Rede wird gehalten von Strange_Core. Und Anna. Ich sehe Robert nirgendwo. Hm.
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