Freitag, 27. Januar 2012

Viermal Hin und Zurück

(der folgende Text bezieht sich auf das hier bereits ab und zu besprochene besides-Projekt)

Das A3-Papier mit der Zeichnung von dem fliegenden Tier aus der Explorer-Ausstellung liegt bereits seit zwei Monaten unberührt auf meinem Scanner und wartet darauf, vervollständigt zu werden. In dieser Ausstellung war ich, entgegen meiner Ankündigung, ebenfalls nicht mehr. Mittlerweile ist sie weitergezogen. Die Intention ist (zum Glück) seit etwas mehr als einem Jahr nicht mehr vorhanden. Das Artwork ist nur zu einem lachhaft geringen Teil ausgearbeitet. Einen Adressaten gibt es nicht, daher ist es auch nicht nötig, eine real existente Fassung dieses Projektes herzustellen und damit fehlt auch eine äußere Notwendigkeit, dieses Projekt zu beenden. Abgesehen davon war es zu jeder Zeit nur als Resteverwertung gedacht.

Und eine Sache dürfen wir hier nicht vergessen: Ein Sampler, wie er zu jeder Zeit üblich war, besteht nur aus einem bebrannten Rohling im Slimcase. Da dieser Stand schon längst erreicht ist (was das Fertigsein der Playlist bedeutet), möchte ich hiermit das besides-Projekt für endgültig veröffentlichungsreif erklären. Das Artwork weiterzuspinnen liegt nicht länger in meiner Intention. In einem der nächsten Einträge kommt die Auswertung des gesamten Projektes inklusive der vollständigen Playlist und, soweit auffindbar, Links zu den jeweiligen Titeln, damit sie angehört werden können. Hinweisen möchte ich dabei darauf, dass diese Links allesamt irgendwann nicht mehr funktionieren werden, da sie ja auf kopierrechtlich geschütztes Material verweisen, welches irgendwann entdeckt und entfernt wird. Da ich die Links nicht aktualisieren werde, steht jeweils noch ein last.fm-Link dabei, bei dem eine Entfernung ungleich unwahrscheinlicher ist.

Nachdem diese Auswertung online gegangen ist, wird das Projekt für beendet erklärt. Wie der Status für Interior Separates aussehen wird, weiß ich noch nicht. Dieses Projekt fasziniert mich noch und hat obendrein bereits vor kurzem einen Dämpfer erhalten. Der auf Grund dieser Abschlusserklärung eine reelle Chance auf Rücknahme hat. Was das bedeutet, erkläre ich später.


Also: Die Playlist kommt, ebenso der Text dazu und was ich mir dabei gedacht habe. Vom Rest will ich nichts wissen.

Montag, 23. Januar 2012

Rückschritt

„Ben Affleck hat so eines in The Town verwendet.“
Wo wir bei Ben Affleck waren, muss ich noch was zum Film berichten. Vor kurzem einer Weile, veröffentliche die Texte auch, du Vollidiot, lief ja State of Play, welches als eine Inspirationsquelle dienen sollte. Nicht nur im Hinblick auf das Plakat. Daher war das ein Pflichtbesuch. Ist aber kein Muss, den zu sehen. Unterm Strich kam heraus, dass wir aus der Handlung und der Optik nichts herausziehen können. Es bleibt einzig und allein das Plakat. Die Figuren werden mir zu wenig entwickelt, und manche werden geradezu vernachlässigt. Und dann wieder der Twist am letzten Drücker. Das ist mittlerweile kein gutes Storyelement. Jedenfalls nicht in der üblichen Ausführung, die auch hier zum Einsatz kam. Ist zu unterscheiden vom überraschenden Ereignis, wie relativ am Ende von The Departed, bei Sullivans Festnahme. Aber eine Sache ist mir eingefallen, die man verwenden könnte. Und zwar verhören sie ja in einem Hotelzimmer den Typen mit dem Cadillac XLR. Ein Zimmer in dieser Lage kann besetzt werden und als Vorlage dienen. Soweit zu State of Play.
New Mexico scheint sich wieder bei mir stark machen zu wollen, denn vor noch kürzerem (Steigerung von „vor kurzem“) fand am 6.1.2012 der hundertste Jahrestag des Beitrittes New Mexicos zu den Vereinigten Staaten statt. New Mexico rückte ja aus meinem Fokus heraus, weil es dort nicht die Architektur gab, die ich wollte, weil der einzige, der das Gegenteil beweisen kann, Ende 2011 starb, und weil es Weinbau nicht nur in New Mexico gibt, sondern praktisch überall in den Staaten.
Das alles weicht aber in den Hintergrund im Angesicht einer Erkenntnis, die mir über den Weg lief: Ich mache das alles nur für eine Doppel-CD. Auf der Musik drauf ist. Deren Booklet ein paar Bilder enthält. Und keinerlei Details zur Handlung. Seit Monaten zerbreche ich mir den Kopf, weil die Handlung zu große Löcher hat, die noch zu stopfen sind, dabei ist sie schon lange viel zu detailliert ausgearbeitet. Ob jetzt Appartments an der Fifth Avenue in New York City besetzt werden oder 5-Sterne-Hotels in Vermont, spielt für das eigentliche Projekt keine Rolle. Nicht einmal die Inszenierung des Endes ist wichtig. Da gab es ja einiges an Kleinigkeiten, die die Logik der Szenen in Frage stellten, dabei brauche ich mir die Szene gar nicht ausdenken. Weil sie eh nicht dargestellt werden wird.
Und deshalb sind die Arbeiten an der Filmhandlung bis auf weiteres eingestellt.
Dies trifft nicht für den Sampler selbst zu. An dem wird weitergeschraubt. Auch wenn er nur so dahinschleicht.
Beim besides-Projekt bin ich mir momentan nicht so ganz über die Marschrichtung sicher. Es „feiert“ demnächst, am 28. März, seinen zweiten Geburtstag, und das ist schon sehr lang. Die Playlist steht schon längst, nur das Artwork lässt auf sich warten. Ich könnte jetzt argumentieren, dass die Ideen ausgereift werden müssen, aber ehrlich gesagt, hab ich keine Lust mehr, das auszuarbeiten. Daher weiß ich gerade nicht, ob ich einfach mal kurz die Effektmaschine anwerfe und irgendein Zeug zusammenkleistere oder ob ich einfach sage: „Schluss jetzt! Ich schreib hier die Playlist rein, veröffentliche das weitere Nebenzeugs, das sich bis dato angesammelt hat und damit basta.“ Das erscheint mir als eine vernünftigere Variante, als mich noch bis zum nächsten Weihnachtsfest damit abzuplagen und es herumzuschleppen.

Eine kleine Sache noch als Anmerkung: Offenbar bin ich nicht der einzige, der ab und zu mit Grafikkartenüberhitzung zu tun hat. Coldmirror hat gerade getweetet, dass sie dasselbe Problem hat. Und dass deswegen ihr Rechner random abstürzt. Da mich das bei anderen Leuten nervt, wenn sie den Teufel an die Wand malen (und da sie das eh nicht lesen wird), werde auch ich das hier nicht tun.

Donnerstag, 19. Januar 2012

The Skizzenfestival Diaries 2011 - Teil 9

Vorletzter Tag. Will um acht aufstehen. Mache den Fehler, wieder einzuschlafen. Träume irgendeinen Scheiss über drei Gefangene … Hätte die Wiki-Seite zu Eraserhead nicht lesen sollen. Komme noch einigermaßen rechtzeitig zum Workshop. Heute geht es darum, die Leute auf die Ausstellung aufmerksam zu machen. Haben dazu Pappe in drei Umrissklassen: Sprechblase, Pfeil, Random. Alles soll gestaltet werden und dann diese Dreierkombinationen in der Stadt an den Häuserwänden verteilt werden. Bemalt wird das Ganze mit Schwarz und weiß, dieselben Stücke, mit denen wir die Wand bemalten. Teilweise schreien die Formen geradezu nach bestimmten Inhalten. Ich mache eine Rasierklinge, eine Eule und einen Rucksacktouristen. Bei der Klinge will ich den Festivalschriftzug in grieschischen Buschstaben darstellen. Das Problem ist nur, dass ich gerade nicht weiß, wie das Zeta aussieht. Kann es hier an diesem Ort auch nicht rauskriegen. Weiß aber, wo ich diese Information herbekomme. Ziehe mir die Jacke an und gehe zum McPaper. Finde dort schnell eines von diesen Lichtentanner-Hausaufgabenheften, die ja bekanntlich das Griechisches (sic) Alphabet enthalten. Finde das Zeta und gehe wieder. Wir gehen übrigens jetzt gerade zur Schmiede. Damit bin ich zu dem finalen Zeitpunkt (also dem Festivalhöhepunkt, Anm. d. Verf.) immerhin beim heutigen Tag angelangt.
Schlussendlich sind wir beim finalen Part. Die Schmiede. Blink 182 - All these small things. Dann einer, den ich nicht verstehe. Man hört gerade wirklich nur Rockgeschraddel. Ich schalte mich wieder ein, wenn ich was erkenne, da selbst die Titelübergänge gerade schwer zu bestimmen sind.
Male dann also das doppelte Zeta auf die Klinge. Ergänze den Rest. Sieht scheisse aus. Damit die Farben trocknen, legen wir die Dingsis in den Durchgang, dar dann sauer wird. (Nee, Moment, nicht sauer, sondern saueng, also wird der Flur tierisch eng. Mann, dieses Gekrakel, wer schreibt denn so unleserlich …) Man sollte nicht dort stehen. Sind ulkige Sachen drunter. Was mich aber stört, ist der eklatante Mangel an Sprechblasen. Macht nix, mein Rucksacktourist hat was auf dem Rücken zu stehen. Und was auch bekloppt dort ist: Die Zeit rast so schnell. Wir sind nicht mal los, da ist es zwölf. Wir sind am Markt, da ist es dreiviertel eins. Bin dafür, dass wir es an öffentlichen Plätzen versuchen. Am Markt nehmen wir eine Mülltonne. (Das hat keine wertende Ursache, sondern liegt einfach daran, dass die Fläche gerade so schön gerade war und außerdem gut einsehbar.) Wurde darauf gefragt, wo das Meeresmuseum ist.
Die Sonnenmacher treffen ein, und mein Verdacht bestätigt sich, dass gerade Radio läuft.
Nachdem ich erklärte, höre ich hinter mir Mamutschka. Sie sagt, wie der Tag so läuft. Wir gehen weiter. Der Crêpes-Stand hat auf. Von mir aus könnte jetzt (also am 29.7.2011) Weihnachten sein. (Interessant, in der Vorweihnachtszeit sieht das aber anders aus …) Wir treffen noch auf Nadjadine (ich kann mir nicht merken, ob sie Nadja oder Nadine heißt). An der Kirche wäre ein guter Ort für den Teufel, den wir dabei haben, aber der Scheiss klebt nicht, wie er soll. Erwähnte ich schon, dass es bereits den ganzen Tag regnet? Sehe mir zum ersten Mal das Denkmal an, welches dort steht. Und ich wird bekloppt (den Kuckuck), weil da oben noch der Stern mit Hammer und Sichel ist. WTF? Ist also n Russen-Denkmal. An der Ecke bringt ich glaub Kathi ihren Dreiteiler an. Wir gehen Richtung Kirche, Mike findet einen Ort, an dem er seine zweite Pappe unterbringen kann. Dann geht’s am Polizistenquartier vorbei zur Kirche. Der Stein von jener ist auch hier zu uneben, daher ab an den Trafokasten, der daneben steht. Damit bleibt nur noch ein Aufsteller, und der geht ins Rathaus. Dort ist es trocken und eben und gut besucht. Mike geht nach Hause, ich geh zum Speicher, da um zwei die Chorprobe ist. Wir haben ein Sonnenmacherlied auf Basis von Singing in the Rain. Tja, ihr habt es so gewollt. Dazu ein Geigensolo von Kathi und ein Dingsklaviertastenflötensolo von Annette.
Sie spielen es übrigens gerade wieder. Weil sie das Sonnenmacher-Buch übergeben. Kathi kommt fast nicht zu ihrem Violinenpart. Der Schmiedenchef macht extra die Mucke aus. Das große Ultra-Umarmen (Trennung eingefügt, weil keiner was mit einem Ultraum anfangen könnte) setzt ein. Strange_Core hebt alle aus. In der Gegend steht auch … ich nenn sie jetzt einfach Tanja. Da weiß jeder, dass das eine Spezialbezeichnung ist, da wir keine einzige Tanja in unserer Runde hatten. Sie hatte sich am Tag der Druckbar ziemlich böse den Kopf am Zelt gestoßen. Eine Kühlung war nötig. Mittlerweile hat sie sich davon erholt. Sie tanzte auch vorhin in der Endphase der Vernissage herum. Auch sonst sehe ich sie beim Festival und ich sehe sie gerne. Es könnte sogar sein, dass sie letztes Jahr um einen Salsatanz bat. Hm, das aktuelle Lied klingt gerade so ein bisschen nach Linkin Park, könnte aber genauso gut Nickelback oder Seether sein.
Wo waren wir? Beim Nachmittag. Da der Workshop erfüllt war, gab es jetzt nichts mehr zu tun. Bin mit Schreiben beschäftigt. Setze mich hoch ins Café. Die ersten Ausstellungsstücke hängen. Es sind hier noch zwei Game-Designer dabei, die sich über World of Warcraft, Starcraft und Diablo 3 unterhalten. Zu diesem Zeitpunkt schreibe ich an diesem Moment im Treppenhaus bei der Druckbar und mache daher Right where it belongs V.2 von den Nine Inch Nails an. Und mach im Skizzenbuch weiter. Bietet sich an, weil Sophie momentan auf den Stühlen schläft und dabei stillhält. Und jemand hat noch irgendein Buch über Aubrey Beardsley dabei. Ein zu seiner Zeit stark polarisierender Künstler. Eines seiner Plakate / sonstigen Dingsis trug die Bezeichnung „J’ai baisé ta bouche“. (Anm.: In Französisch bin ich nicht mehr so gut und es lässt sich nicht mehr entziffern, daher will ich nicht mehr beschwören, ob es nicht auch „ton bouche“ lauten kann.) Die netteste Übersetzung lautet: Ich habe deinen Bart geküsst. Die andere ist ziemlich drastisch, weshalb sie hier unerwähnt bleiben soll. Das Buch ist aus der Stadtbibliothek. Wurde gerade (mal wieder) von einem Externen nach der Bedeutung meines Schreibens gefragt. Ich will wissen, ob Mamutschka die OZ hat. Gehe daher zum Laden. Dort fällt mir erst nach dem Fragen ein, dass sie nicht da sein kann. Gehe zurück, kriege einen Anruf rein. Es sind Ellis. Sie sind im Büro. Komme raus. Wollen uns treffen. Anscheinend bin ich ungefähr vierzig Sekunden zu früh. Sie haben Marmorkuchen. Die Versorgung ist also sicher. Bereits vorhin hat Maki Backfisch dabei, mit der Marinade, auf die ich so stehe.
So, war jetzt eine Runde Billard spielen. Hab verloren, weil ich die Schwarze ins falsche Loch gedrückt hab. Aber guess what: Die ersten zwei bekannten Titel. Der zweite war Numb und damit wirklich von Linkin Park, und der erste war: Breaking Benjamin - The Diary of Jane. Infuckingsanity. Der zentralste von den nicht direkt verwendeten. Der, der lange Zeit den Ton beim zweiten Teil von besides angegeben hat. Während des Spiels ist Maki gegangen. Weiß nicht, ob ich sie morgen noch sehe. Jetzt spielt Surfin‘ USA. Die ersten tanzen wieder. AU! Du Pfeife. Das nennt man wohl digitales Übersteuern. Rundohr gibt das Bild eines Gastes im Raucherzimmer ab. Caro und Anna tanzen. Mir ist gar nicht aufgefallen, wie licht die Reihen geworden sind. Oh, es ist schon 2.40 Uhr. Das war auch so ein Problem: Durch den Regen sind wir erst so spät vom Speicher los. Die Hälfte der Zeit zwischen Vernissage-Eröffnung und voraussichtlichem Rausschmiss aus der Schmiede findet im Speicher statt. Jetzt läuft Let’s twist again. Caro und Compagnon machen die Bewegung dazu gut. Der Fokus liegt jetzt auf dem aufkommenden Beat in den 50ern/60ern.
Nachdem im Speicher also nichts mehr zu tun war und ich auch keinen Bock hatte, weiterzuschreiben und die Vanillekipferl auch alle waren, hab ich mich entschlossen, ins Büro zu gehen, um zu schlafen. Da das heute ein längerer Tag wird und ich eh noch angemüdet bin. Will eine Stunde schlafen, es werden zweieinhalb. Um acht steh ich auf. Ziehe mir mein Festival-Shirt an, lasse den unnötigen Krempel da und geh rüber zum Speicher. Die Karten sollte man möglichst vor der Eröffnung kaufen. Mache das. Wenig später sind Ellis da. Will ihnen alles zeigen, allerdings quasseln sie mit wem. Als ich mit ihnen runter will, fängt die Eröffnung an. Also hoch. Nein, nichts zu trinken. Nachher in der Schmiede kriegen wir genug. Die Rede wird gehalten von Strange_Core. Und Anna. Ich sehe Robert nirgendwo. Hm.

Donnerstag, 5. Januar 2012

Möglicherweise unmögliche Mission

Eeeeeigentlich sollte es gestern Mission Impossible 4 geben. Von der restlichen Reihe kenne ich nur den ersten Teil, die anderen sah ich noch nicht. Soll aber auch gar nicht mal so viel ausmachen. Auf den vierten Teil wurde ich ein wenig aufmerksamer, nachdem ich das erste Mal den Trailer im Kino sah. Und da dachte ich: War das gerade Simon Pegg? *Brille aufsetz* Simon Pegg ist ein britischer Schauspieler, der sich insbesondere durch die bisher erschienenen Filme der Blut-und-Eiskrem-Trilogie einen Namen machte. Das sind Shaun of the Dead, eine Persiflage auf das Zombiefilm-Genre, und Hot Fuzz, der das Action-Genre durch den Kakao zieht. Beide Filme genießen eine hohe bis sehr hohe Popularität, bei beiden betätigten sich Simon Pegg und Edgar Wright als Schreiber. Simon Pegg übernimmt jeweils mit Nick Frost die Hauptrollen. Der ebenfalls mit den beiden erschienene Paul - Ein Alien auf der Flucht gehört nicht zu der erwähnten Trilogie, da sich Edgar Wright nicht am Schreiben und an der Regie beteiligte, ankucken sollte man sich den dennoch, wenn einem Simon Pegg was sagt.

Und dieser spielt nun in Mission Impossible 4 mit. Eigentlich ist das der Grund, der diesen Film für mich interessant macht. Mal kurz überlegen … und Black Swan zog meine Aufmerksamkeit durch Vincent Cassel auf mich ... hmm …

Was ich aber eigentlich sagen wollte: Letzten Endes ist daraus nichts geworden. Der Plan sah ja vor, dass ich zunächst die eine oder andere Stunde im Comix verbringe, bevor ich ins Kino gehe. Das schlug fehl, da der Nachmittag zu voll war. Selbst unter vollständiger Streichung des Comix-Plans wäre ich erst nach Anfang der Werbung dort aufgekreuzt, was im Angesicht einer Reservierung nicht so geil ist. Und dann hat es noch angefangen zu regnen, und dann wollte ich noch ein neues LP anfangen … und dann hab ich es gelassen und auf später verschoben.

Der Teufel im Detail liegt nun darin, wie einfach es fiel, den Comix-Plan fallen zu lassen. Dazu muss ich etwas ausholen (schon wieder, ich hole bereits die ganze verfluchte Seite aus): Der richtige Neujahrsbeginn liegt bei mir ein klein wenig neben der Spur. Er kennzeichnet eines der wichtigsten Ereignisse, die mir bis dato unterkamen. Zufälligerweise liegt dieses Ereignis sehr dicht am Jahreswechsel, der für sich selbst für mich keine allzu große Bedeutung hat. Im Gegenteil, mich gelüstet, ihn auf einem recht großen Boot mitten in der Ostsee allein zu verbringen, in der Stille. Deshalb verlegte ich meinen persönlichen Neujahrsanfang auf den zweiten Januar 12.30 Uhr. Angesichts des so verstrichenen Jahres durchstöberte ich meine eigene Blog-Navigationsleiste. Die gewonnenen Erkenntnisse in der Kürze: Sowohl True Romance als auch The Boondock Saints kenne ich seit fast einem Jahr. Armin Mueller-Stahl und John Williams leben immer noch, Amy, Jopie, Walter Giller und der Nordkoreaner nicht mehr. Eine ungewöhnliche Zusammenstellung. Und auch noch so auf einen Punkt konzentriert. Der Comix-Plan ist nachweisbar mindestens zehn Monate alt. Zehn verdammte Monate. Und ich bin nicht einmal mit der Erkundungsphase fertig. Dass ich für dieses Jahr Jajangmyeon am Black Day bereits festgelegt habe, hat weniger etwas mit erwartetem Misserfolg zu tun als vielmehr mit dem Jahrestag, auf den er diesmal fällt, aber innerhalb dieser Zeit erwarte ich keinen Erfolg. Nicht einmal ansatzweise. Bis zu den nächsten Septemberwochen ist das zumindest denkbar, aber auch nicht wahrscheinlich. Und dann ist das Jahr zu zwei Dritteln vorüber, und dann steht zwar ein interessanter (und hoffentlich meinerseits früh genug mobilisierter) Herbst an, aber danach auch wieder ein verspätetes Weihnachten. Ohne Glühweinverkauf, das weiß ich jetzt schon. Er ist zwar ertragreich, aber die Notwendigkeit zu diesem speziellen Gespräch besteht dann schon seit zwei Jahren nicht mehr. Vielmehr besteht die Notwendigkeit, mir das nicht mehr andauernd vor Augen führen zu müssen. (Damit ist das Ausfindigmachen einer neuen Zielperson gemeint.) Und ein Beziehungsstart scheint nicht zu klappen, wenn man explizit genau das vorhat. Auf der Suche nach einer Beziehung findet man alles, außer Beziehungen. Ist vorteilhaft, wenn man was Anderes sucht.

Lange Rede, kurzer Sinn: Der Comix-Plan ist wegen zu großer Lücken zwischen den Besuchen und der mangelnden Motivation als gescheitert zu betrachten. Ich geh nur noch dorthin, weil die den besten Ipanema machen, wegen der Mucke, und um einen Anlass zu haben, den Roman weiterzulesen. Also geh einfach ins Kino und danach wieder schnurstracks nach Hause.

Eine Glock 19 reicht da wohl nicht mehr. Es muss mindestens ein Close Quarter Combat-FAL von DS Arms her. Ben Affleck hat so eines in The Town verwendet.

Da bietet es sich wohl an, die Sinnfrage hinter der Suche zu stellen. Ob eine Beziehung überhaupt erwünscht ist. Dieser Frage weiche ich meistens auf diese Art und Weise aus: Irgendwann werde ich möglicherweise eine andere Denkweise haben, als ich sie im Moment habe. So kann ich anders zu dem Thema denken und vollkommen überzeugt eine Beziehung wollen. Dass dieser Fall eintritt, kann ich nicht garantieren. Das alles beim Aktuellen bleibt, ebenso wenig, ich kann schließlich nicht in die Zukunft kucken. (Wenn ich es könnte, wäre ich sowas von weg … ähm, falsches Thema.) Sollte das also einmal der Fall sein, so mit Ende Zwanzig wahrscheinlich, dann wäre es blöd, wenn man keinerlei Erfahrung mitbringt und sich auch nie bemüht hat, daran etwas zu ändern. Eine beschissene Meinung über diverse Lemmata sollte man sich erst machen, nachdem man es probiert hat. Wenn es nicht funktioniert hat, dann war es einfach Pech. Wenn man es nicht einmal versucht hat, dann hat man es auch nicht besser verdient. Und deshalb versuche ich, eine Beziehung zu starten. Um überhaupt zu wissen, wie das ist. Um Erfahrungen zu sammeln. Für … eventuell … später.

Oder sollte ich das alles einfach komplett ignorieren?

Montag, 2. Januar 2012

Empire State of Mind

Nach einer längeren Zeit etwas zum Film.
Unsere Protagonisten halten sich ja in Vermont auf. Da es dort keine besonders nennenswerte Architektur zu bestaunen gibt, besetzen sie die hochpreisigen Immobilien kurzerhand im Bundesstaat New York, und dort insbesondere in Manhattan, New York City. Ja, ich weiß, kein Open Carry-State, aber das ist für diese Zwecke auch gar nicht nötig. Diese Ausrüstung können sie auch so bei sich haben, denn es ist ja nicht so, dass man andauernd eine Taschenkontrolle durchmachen muss. Um genau zu sein, außerhalb von eventuell sicherheitsgefährdeten Arealen eigentlich überhaupt nicht. Und in sicherheitsgefährdeten Arealen wollen sie nicht die Sicherheit gefährden. Daher New York. Um einen Eindruck von den Gegebenheiten der Unterkünfte an diesem Ort zu erhalten, wälzte ich vergangene Ausgaben der Architectural Digest (AD). Interessant daran war, dass in manchen Berichten der Verwendungszweck der Immobilie gut beschrieben wurde, in einem Artikel wurden gar recht präzise und mit einiger Sicherheit auswertbare Informationen bezüglich der Aufenthaltszeiten gegeben. Die genaue Adresse wurde allerdings nie genannt. Nun war mein folgender Gedankengang dieser: Die zwei wollen architektonisch hochwertige Wohnungen bewohnen. Solcherlei findet man in Fachpublikationen, eben auch in der AD. Also suchen sie dort danach. Das ist insbesondere deshalb reizvoll, da man anhand des Artikels den Einbruchszeitrahmen festlegen kann. Das einzige, was fehlt, ist die Adresse. Die Aufgabe für mich bestand nun darin, die jeweilige Adresse herauszufinden. Einerseits, weil ich die genaue Umgebung kennen will und nicht nur einfach eine Idee katalogmäßig abzeichnen will, andererseits weil ich wissen will, wie schnell und wie präzise das möglich ist, insbesondere auch für unsere zwei Protagonisten.
Die Strategie dabei ist nun folgende: Man betrachtet die Fotos, die von der Immobilie abgedruckt wurden, und untersucht sie auf auffällige Merkmale. Da diese in Manhattan geschossen wurden, sind die Wolkenkratzer die erste Orientierung, meistens das Empire State Building oder das Chrysler Building. Deren Position wird ermittelt. Dann wird der Sonnenstand ausgewertet, falls verfügbar. Sieht man die breite Schattenseite vom Empire State, dann muss die Wohnung nördlich davon liegen, da die Sonne von Süden kommt und das Empire State Building mit den breiten Seiten nach Norden/Süden zeigt. Es werden dann weitere Anhaltspunkte gesucht; wenn etwa das Rockefeller Center auf dem Foto zu sehen ist (bzw. dessen höchstes Bauwerk, das GE Building) und das noch recht nah, grenzt das den Spielraum sehr ein. Dann geht es an die Artikelinformationen: Wenn dort noch erwähnt wird, dass die Wohnung an der Fifth Avenue liegt, und zwar im 48. Stock und noch weitere Details auswertet, dann hat man nach insgesamt einer halben Stunde die genaue Position herausgefunden. Inklusive des strategischen Entwurfes zur Festlegung des Einbruchzeitpunktes. Und wenn ich das kann, dann können zwei Profis mit mehreren Jahren Erfahrung im Einbruch das auch. Ich habe zu dieser Recherche übrigens nur die Wikipedia und den Nachfolger von Map24 verwendet und keine weiteren Tools.

Eine weitere Nachricht möchte ich auch anbringen, die ich selbst zu dem Zeitpunkt, in dem ich darüber schreibe, keine sechzig Sekunden kenne: Im Zuge der Recherchen in der AD dachte ich auch über Domizile in New Mexico nach, der Staat, in den die zwei Protagonisten im weiteren Verlauf flüchten. Dazu entdeckte ich in der AD ein Haus, welches zu dem Zeitpunkt (Anfang 2005) von Sotheby’s für 3,2 Millionen Dollar zum Verkauf angeboten wurde. Es waren nur drei Fotos abgedruckt, aber diese drei Fotos ließen mich darauf schließen, dass diese Immobilie zu denjenigen zählt, die in New Mexico meiner Vorstellung eines Szenenbildes am ehesten entspricht. Dazu sollen im Verlauf dieses Artikels noch einige Wörter fallen. Diese Immobilie, die am Circle Drive Compound in Santa Fe liegt, wurde von einem gewissen Ricardo Legorreta entworfen und geplant. Mit diesem Namen habe ich also den Stil verbunden, den ich mir für dieses Kapitel gewünscht habe.

Ricardo Legorreta starb am 30. Dezember 2011, also vor zwei Tagen. Ein Artikel dazu befindet sich hier.

Man kann das durchaus als Signal auffassen. Denn die Architekturen, die man in New Mexico vorfindet, entsprechen so ziemlich nicht dem, was ich mir vorstellte. So sind die Inneneinrichtungen eher traditionell, um nicht zu sagen altmodisch. Also der rustikale Look. Besonders fällt das bei den Küchen auf. Dort herrschen keine klaren Linien, sondern unnötige Türverzierungen, die, ich weiß gar nicht, wie ich das beschreiben soll. Also stellt euch eine Schranktür vor. Und diese Schranktür hat jetzt in der Mitte so eine draufgeklebte Fläche, drum herum so ein Rand, und da drum herum … ach wisst ihr, ich häng das einfach als Bild dran.


Also so wie diese Tür waren auch die Schranktüren in der Küche geformt. Und das Werkzeug war griffbereit. So kommt aber nicht das rein, was ich „Ruhe für das Auge“ nennen würde. Es passt einfach nicht in den Filmstil hinein. Von der Adobe-Architektur will ich gar nicht reden. (Das hat weniger was mit dem gleichnamigen Software-Entwickler zu tun als vielmehr mit dem Lehmhüttenstil.) Das Kernproblem an der Sache wird sein, dass in New Mexico im Sommer sehr hohe Temperaturen herrschen werden und man sich gegen die Sonne schützen muss, man aber gleichzeitig auch eine Architektur entwickelt hat, die einen warmen Eindruck macht. Dazu passen keine großen Glasflächen und kühler Schwedenstahl. Fakt ist also: Das von mir gewünschte gibt es dort (ich hab gerade noch eins gefunden), aber bei weitem nicht in dem Ausmaß, welches zwei Leute brauchen, um einen einigermaßen gesicherten Nachschub dafür zu haben.
Mit anderen Worten, es wird Zeit, den New Mexico-Teil zu überdenken. Zählen wir mal auf, was für New Mexico sprach. Es gibt dort keine Todesstrafe, das ist ein … naja, Totschlagargument. Es ist ein Open-Carry-State, und diese Kombination war es, die den Bundesstaat für mich so interessant machte. Es ist ein warmer Bundesstaat, das heißt, es wird dort umfangreicher Weinbau betrieben werden, es ist also ein Weinland, also wird es auch mit einiger Wahrscheinlichkeit Weinnarren geben, die hochpreisigen Wein haben, den es sich unter den Nagel zu reißen gilt. Diese Einkommensquelle fiel mir irgendwann im November („… irgendwann im November …“) im Comix ein. Und es liegt in relativer Nähe zu Kalifornien, von wo ja der eine oder andere internationale Flug gehen soll. (Wenn die Kalifornier ihre Scheiss-Todesstrafe mal abschaffen würden, dann hätte ich die abschließende Handlung sofort dorthin verlegt, weil wegen Hollywood und Geld für die entsprechende Architektur und so. Ihr glaubt nicht, wie viele geeignete Häuser ich da gefunden habe, insbesondere am Mulholland Drive … oh, falsches Thema.) Dann sollten die letzten Szenen vor dem Höhepunkt ja einen Rot-Ton einschlagen, vom roten Wüstensand und dem Sonnenuntergang geprägt. Mal überlegen … die sehr lange Flucht quer durch die USA gehörte eigentlich schon lange zum Tenor, sogar noch länger als die meilentiefe Vermont-Verankerung. Das weiß ich, weil ich daran dachte, die Fahrtrichtung kurzerhand umzukehren, also von der Westküste an die Ostküste. Dann wollen wir mal die Gründe auseinanderpflücken: Die Kombination Open-Carry und keine Todesstrafe ist natürlich reizvoll, besonders angesichts der inzwischen erfolgten Konstruktion, dass die zwei in Vermont ihr Pensum schon zu neunzig Prozent geschafft haben (nicht in finanzieller Hinsicht, vielmehr in Bezug auf die Anzahl der Bundesstaaten). Open-Carry ist aber nicht dermaßen wichtig; es heißt ja nur, dass die Waffe in geladenem Zustand für jeden sichtbar am Leib geführt werden darf. Im Fahrzeug darf die Waffe in recht vielen Bundesstaaten aufbewahrt werden, und das genügt ja im Prinzip. Es kommt also eigentlich nur auf die Todesstrafe an, und da gibt es eine ganze Reihe an Staaten, aus denen sich auswählen lässt. Dann der Weinbau. Mittlerweile weiß ich, dass angeblich in allen 50 US-Bundesstaaten Weinbau betrieben wird, und die Ironie des Schicksals will es so, dass New York New Mexico den Rang abläuft, als drittgrößter Weinproduzent. Davon mal abgesehen muss ein Bundesstaat kein Weinland sein, damit man dort einen Weinsammler antrifft. Es genügt, dass er ein faltenloses, also gut gefülltes, Portemonnaie besitzt. Ansonsten … LAX, auch genannt LA International Airport, ist nicht der einzige ins Ausland führende Flughafen der Vereinigten Staaten. Die gibt es auch in Bundesstaaten ohne Todesstrafe. In diesen gibt es im Übrigen auch die gleichen blutroten Sonnenuntergänge, dafür braucht es keinen wüstenroten Wüstensand.
Ich habe gerade noch geschaut, ob es in New Mexico diese Beschränkung der Magazingröße auf zehn Kugeln gibt; sie gibt es nicht. Das würde die Open Carry-Regelung besonders wirkungslos machen. Dennoch kann man sagen, dass New Mexico kein unverzichtbarer Bestandteil der Handlung ist, zumindest auf deren jetzigem Stand.

Apropos Weinsammler: Unsere Protagonisten stehlen ja auch Autos. Das unterschlage ich nur zu leicht. Ich entschied mich, sie jeweils einen Vertreter der Big Three fahren zu lassen. Die Big Three sind die drei großen Autokonzerne der USA, also der Ford-Konzern, der Chrysler-Konzern und der General Motors-Konzern. Von Ford wird der Taurus verwendet, vom Chrysler-Konzern wird der Dodge Durango gewählt (für den ich mir eine recht interessante Variante der Kühlergrillverschleierung ausgedacht habe) und bei Cadillac nehme ich, dem Stil des Films entsprechend, einen hybridbetriebenen (also mit Allrad ausgestatteten) Cadillac XTS. Da dieser erst im Verlauf des Jahres 2012 erhältlich sein wird, ist das ein willkommener Grund, die Planung ein wenig zu strecken: Am Ende des Films sollen die Protagonisten ein wenig in Aufregung geraten, wegen der Weinflaschen, die sie erbeutet haben. Sie wollen diese zu einem hohen Preis verkaufen, können aber nicht warten, da für den Weinmarkt Preiseinbrüche prognostiziert werden bzw. bereits eintreten. Ein weiteres Warten, bis sich der Markt erholt hat, scheidet auch aus, weil sie in Vermont diese Entführung gemacht haben und sich die Polizei ein wenig aggressiver an ihre Fersen heftet. (Das ist noch nicht ausgereift, sie könnten ja einfach untertauchen.) Daher müssen sie das Zeug schnell loswerden.
Ein solcher Markteinbruch wurde bereits 2011 verzeichnet. Da gab es aber den Cadillac XTS noch nicht. Um den also verwenden zu können, müsste die Marktentwicklung von 2012 zunächst beobachtet werden, und an Spannungspunkten wird die Handlung dann zeitlich fixiert. Da 2012 gerade erst anfängt, kann noch kein Spannungspunkt eingetreten sein; ein solcher muss abgewartet werden.
Deshalb kümmere ich mich dann auch um den anderen Film. (Mein Gott, den gibt es ja auch noch …)