Mittwoch, 14. Dezember 2011

Ach, Weihnachten ...

Das Weihnachtsgefühl verlagert sich von Jahr zu Jahr weiter nach hinten. Ob es am fehlenden Schnee, am fehlenden Anreiz auf die freien Tage oder anderen Gründen liegt, sei dahingestellt. Möglicherweise bildet sich das aber auch im Gegenteil schon vorher als Abwehrreaktion aus. Ich meine, wenn Ende August die ersten Lebkuchen ausgepackt werden, dann kann man in Bezug auf dieses Fest doch von einer Streckung sprechen. Das wiederum bedeutet, dass innerhalb der gleichen Zeit eine geringere Weihnachtsdosis zur Verfügung steht, so dass im Dezember tatsächlich alles alle ist. Und das bisschen Wirkstoff wirkt nicht mehr, weil man ihn bereits zu einer Zeit erhielt, in der er nicht gebraucht wurde, ja überflüssig war und von überflüssig zu überdrüssig ist es nicht weit.

Wie dem auch sei, ich ziehe einen Besuch im Comix stets einer Runde über den Weihnachtsmarkt vor. Gibt ja schließlich dieses Projekt. Bin also letzte Woche zu diesem Zwecke in die Innenstadt gegangen. Und in der Einkaufspassage merkte ich, dass es für Dezember sehr ruhig war. Das erinnert mich weniger an Weihnachten, sondern eher an eine Virenapokalypse. So ruhig wie sonst erst halb zwölf.
Im Comix selbst war ich weiterhin mit dem Ausarbeiten meiner Strategie beschäftigt. Vom letzten Mal wusste ich noch, wo ich mich platzieren musste, so dass ich den ganzen Raum im Blick hatte. Ich lief um acht ein, ging wieder um neun. Für dieses Mal hab ich einen weiteren strategischen Punkt: Sei möglichst früh da. Nicht erst um acht. Dann ist es zu ruhig, fast keiner kommt mehr, weil die Happy Hour dann fast vorbei ist. Die Playlist war mal wieder gut. Fing allerdings dröge an. Dann kam Rehab von Amy Winehouse, dann fing es mit Reservoir Dogs an: Little Green Bag und Stuck in the Middle with you. Dann nach einer Weile Wonderwall und dann nach einer weiteren Weile Shy Boy. Den hatten sie hier schon mal.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen