Der eine oder andere Filmkucker hat ja bereits bekundet, dass er Filme lieber in der Originalfassung schaut. Also einen US-amerikanischen oder englischen Film auf Englisch und einen französischen Film auf Französisch. Die Begründung lautet, dass in diesen Fassungen der Wortwitz besser ist und die Betonung auch näher am Original ist, eben weil es das Original ist.
Dieser Fraktion kann ich mich nicht anschließen. Bei mir ist die Spracheinstellung immer auf Deutsch. Begründung: Der bessere Wortwitz nützt mir gar nix, wenn ich ihn nicht verstehe. Und wer mir daher unterstellen mag, dass ich die englische Sprache nur mangelhaft beherrsche, den verweise ich an meine ehemalige Englischlehrerin. Mir fehlt nur die Gewöhnung in der gesprochenen Sprache. Bei einem englischen Film kommst du dann auch recht schnell nicht mehr mit, weil die so rumnuscheln. Und so viel besser ist der Wortwitz nun auch nicht. Ich mein, ok, wenn es an die Nostalgia Critic-Folgen geht, komm ich noch einigermaßen mit, aber er hat auch eine ziemlich klare Aussprache.
Beim Französischen kommt der Effekt noch stärker zum Tragen. Das liegt einerseits natürlich daran, dass ich es nicht so lange in der Schule hatte. Vier Jahre, verglichen mit den acht, nein, es waren sogar zehn, zwischen der dritten und zwölften Klasse. Das heißt, der Wortschatz, den ich mitbringe, ist schlichtweg zu klein. Dessen konkrete Anwendung ist auch zu lange her. Und selbst wenn ich meinen alten Hefter noch mal rauskramen würde und mir ein französisches Wörterbuch besorgte, wäre ich immer noch keinen Schritt weiter, denn: Die sprechen viel zu schnell! Ich komm nicht mit! Und dann ist es eine Sprache, bei der die Geschwindigkeitsgrenze sehr schnell übertreten wird. Weil mittlere Buchstaben- und Silbenkombinationen zum Teil Bedeutungen haben, die sich einem Ausländer nicht sofort erschließen.
In manchen Fällen wage ich gar die Behauptung, die deutsche Synchro sei besser als das Original. Beispiel Snatch: Die Stimmen von Bullet Tooth Tony und Brick Top wirken im Deutschen viel gefährlicher als im Original. Im Original sagt Brick Top: „In the holy words of the virgin Mary: Come again.“ In der deutschen Fassung sagt Brick Top: “In den sanften Worten der Jungfrau Maria: Was war das für’n Scheiss?” Nächstes Beispiel: Ein Käfig voller Helden. Das ist ein Beispiel dafür, wie mit einer neuen Tonspur der Charakter der Serie komplett verändert wird. Hat das Original noch ernste Untertöne, lacht man sich hier schon beim Anblick der Charaktere kaputt, in Erwartung von deren sprachlichen Eigenheiten, nichar. Und zu guter Letzt möchte ich anführen, dass man sich einfach nach einer Zeit an die Synchronstimmen von Tom Hanks und Will Smith und allen Anderen gewöhnt hat. Klingt im Original viel zu ungewohnt, und das lenkt tierisch ab.
Im Moment sind es hingegen andere Sachen, die beschäftigen: Mir scheint, es gibt ein Déja-vu. Die aktuelle Grafikkarte in meinem Rechner will nicht mehr so, wie sie soll. War ja schon beim Anfang dieses Blogs der Fall, nur dass ich diesmal eine Ersatzkarte im Reservoir habe. Es heißt also, mal wieder nach einer Neuen sich umzusehen. Auf zwei Favoriten hat sich meine Suche eingeschränkt: Entweder nehme ich die gleiche Karte nochmal, oder ich nehme von den Karten, in denen dieser spezielle Chip drinsteckt, die aktuellste. War so zwei Generationen später im Einsatz. Was Besseres brauche ich nicht, kann mein System nicht umsetzen. Bin also zum Media Markt gestiefelt, um mich über deren Angebot zu informieren. Aus der Vergangenheit wusste ich, dass es damit nicht allzu weit her war, sprich das Angebot ist sehr übersichtlich. Ein einziger Regalmeter. Jedoch, ich wurde ein wenig überrascht. Sie hatten ein paar Nvidia 8400 GS im Angebot, also die Low End-Karte aus der Generation, die ich üblicherweise in meinem Rechner habe. Allerdings scheint es eine wie auch immer neu gemachte Version zu sein, denn erstens stand auf dem Karton 2010 drauf und zweitens hatte das Ding einen Grafikspeicher von 512 MB. Mit so etwas sind in der Generation die Performance-Modelle aufgekreuzt. Aber wahrscheinlich haben sie das Ding einfach für die Post-XP-Versionen von Windows flottgemacht. Merkmal dafür ist der Umstand, dass mittlerweile alle Grafikkarten des aktuellen Nvidia-Portfolios die 1 GB-Grenze geknackt haben. Auch die Lowest-End-Karten.
Da ich nun Bescheid wusste und auch die Kill Bill-Box nirgendwo zu finden war, ging ich meiner Wege und lenkte die Schritte Richtung real. Ich wollte wissen, ob es dort noch die Mandel-Almondy gibt, die der rewe nicht mehr verkauft. Dieser hat stattdessen die Toblerone-Version in das Sortiment eingefügt. Auf dem Weg dorthin düdelte Saxophon-Musik durch die Hallenlautsprecher. Solche Momente kann ich in diesem Markt für gewöhnlich nicht ab. Erinnert mich zu sehr an Lynch. Naja, in diesem Fall fühlte es sich wenigstens so an, als würde er nicht auf Film, sondern digital drehen. Immerhin ein Anfang. Als nächstes sollte Badalamenti mehr auf Orchester setzen und die Finger vom Keyboard lassen. Vielleicht ist er damit großgeworden, aber … nein. Der Gang durch den real ging sehr schnell, da ich nur nach Cornflakes und der Almondy sehen wollte, und tatsächlich: Die Mandelversion war verfügbar. Ging dann raus, und der Markt hatte nicht die Gelegenheit, mich wuschig zu machen, da ich schon vorher draußen war.
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