Ich mag den September. Nicht zuletzt wegen der vor drei Jahren eingeführten Tradition der Septemberwochen. Dies bezeichnet einen Zeitraum, in der Regel im September bzw. um ihn herum (meistens mit Spätverschiebung, also eher in den Oktober hinein statt in den August) mit erhöhtem cineastischen Potenzial. Das heißt, dass da ein spezielles Fluidum herrscht, welches manche Filme beim (und nach dem) Anschauen auf ein sonst ungekanntes Niveau bringen. Bei den Filmen handelt es sich meistens um einzelne Vertreter aus meiner Top 50-Liste, Ergänzungen sind immer gerne gesehen.
Auch wenn dieser Zeitraum, der dieses Jahr zum vierten Mal stattfindet, diesmal auf schmalerer Spur angelegt ist, so erfüllt er doch seinen Zweck immer noch ausreichend, da der eine oder andere Moment immer noch zusammengekratzt werden kann, um sich dem Film zu widmen. Beispiel ist dabei Collateral, der einer der möglichen neuen Kandidaten für die Liste ist. In den frühen Morgenstunden nach einer durchbrachten Nacht kommt der einfach gut rüber, besser noch als an einem Abend. Kann damit zusammenhängen, dass er in einer Nacht spielt und im Morgengrauen endet. Kann aber auch damit zusammenhängen, dass ich vorher verstärkt auf dem Blog von Sir Donnerbold unterwegs war. Weitere höher gehandelte Kandidaten sind im Übrigen Departed, Kill Bill und Der Ghostwriter. Departed wäre nach einer Weile mal wieder ein Scorsese-Film in der Liste, über Kill Bill wäre das erste Mal Tarantino drin, und Pierce Brosnan wäre ebenfalls ein Neuling.
Das Fluidum lässt sich aber nicht nur für Filme nutzen. Es ist ein allgemeines Lebensgefühl, das unter anderem mit erhöhter Kreativität einhergeht. Gewissermaßen hat die Kunstfabrik wieder geöffnet; das Skizzenbuch wird wieder gebraucht. Erfrischend. Und zu meiner großen Überraschung ist der Liedtext zu Finn. - BOY-Cott doch im Netz verfügbar. Damit fehlen mir noch drei Texte, von denen ich einen relativ leicht durch Abschreiben erhalten kann.
Beim Film gibt es zu berichten, dass Leighton Meester nicht mehr Bestandteil des Casts ist. Hineingekommen ist eine Schauspielerin, von der ich nicht mehr weiß, ob ich sie schon mal für die Rolle abgelehnt habe, weil sie bereits in einem Daniel Craig-Film auftauchte. Der Film ist München (könnte man auch mal wieder kucken) und die Schauspielerin heißt Ayelet Zurer. Passt auch vom Alter besser zu Craig. Vielleicht kennt der eine oder andere sie noch aus Illuminati.
Das Ende vom ersten Film ist ein wenig ausdifferenzierter. Anlehnungen an Departed sind vorhanden; vorher endete das recht abrupt, so dass zwei, drei Minuten nach der Wende der Abspann lief, jetzt dauert es etwas länger. Und für die Rolle des Gegenspielers habe ich einen besseren Einstieg. Und einen ausgefeilteren Backup-Plan für die Hauptfiguren.
HA! Jetzt hab ich’s. Mir ist gerade ein Übergangsdetail für den eigentlichen Soundtrack eingefallen, nämlich den NIN-Titel direkt vor dem Daisy Town-Segment zu spielen. Und es scheint zu funktionieren.
Wieso bin ich eigentlich nicht früher auf die Idee gekommen, zu What’s up People von Maximum the Hormone Misheard Lyrics zu machen? Offenbar war ich nicht der erste: Der Titel bietet sich dafür geradezu an.
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