So, das besagte Wochenende ist nun vorbei. Ich bin wie angekündigt nicht dazu gekommen, mir Filme anzusehen. Eigentlich dachte ich, dass ich über das Wochenende schreiben sollte, aber das ist zu viel, um es in einem einzelnen Posting zu schreiben, aber wenn man es aufsplittet, haben die einzelnen Teile wieder zu wenig Inhalt. Von daher werde ich nur einige Dinge erwähnen, insbesondere was mich gestört hat: (Wir waren auf einer Familienfeier.) Und ich wurde dieses Wochenende so drei bis vier Mal gefragt, ob bzw. wie viele Freundinnen ich habe bzw. gehabt hätte. Wer hier häufiger vorbeischaut bzw. in das Thema eingeweiht ist (und das sind maximal so ungefähr fünfzehn Leute), weiß, dass mein Kontostand nach wie vor auf null steht. Die erste, die das gefragt hat, der habe ich eine mathematisch präzise Antwort gegeben: Bis jetzt sind es exakt Null. Allein an der Art und Weise, wie ich das von mir gebe, hätte man bemerken müssen, dass das für mich kein lapidares Thema ist. Sie erwähnte dann, glaub ich, dass die Damen dann anscheinend, da deren Interesse ausblieb, „dumme Puten“ seien. OK, man muss fairerweise dazu sagen, dass sie nichts, aber auch gar nichts, von der ganzen Geschichte wusste und wir uns auch noch nicht so oft gesehen haben. Von den dreißig, vierzig Leuten, die anwesend waren, waren nur drei eingeweiht. Einer davon bin ich, weil ich in dieser Geschichte eine der beiden Hauptpersonen bin, und die anderen beiden sind meine Eltern, weil sie es, nicht unbedingt mit meinem Willen korrelierend, herausgefunden haben. Von daher kann die Fragestellende auch nicht gewusst haben, dass ich auf derartige Ausdrücke zum Teil sehr empfindlich reagiere. Aber sie kann, ehrlich gesagt, auch als Unwissende, nicht erwarten, dass ich nach einer derartigen Wortwahl gut drauf bin. Leider ist mir auch erst im Nachhinein die perfekte Antwort eingefallen: Lasst meine Sorgen mal meine Sorgen sein. Wenn sich was Wichtiges ändert, erfahrt ihr das früh genug. (Also nie.) Und wenn noch jemand die Enkel-Frage gestellt hätte, die ich in einem per Hand geschriebenen Posting mal erwähnte … Leute, wieso vergesst ihr das nicht einfach? Na gut, ich glaube, es wurde ordnungsgemäß vergessen. Na jedenfalls, so ungefähr zu dem Zeitpunkt, als ich dann irgend einen Scheiss mitmachen musste, war es mir mal wieder zu viel und ich bin rausgegangen, allein mit meinen Gedanken und ein bisschen frischer Luft. An diesem Moment hätte ich mir am liebsten den Mercedes CLS geschnappt, der da stand, das Linkin Park-Live-Album Road to Revolution (Milton Keynes, da wo die Aston Martins herkommen) eingelegt und wäre nach Stuttgart gefahren und mir dort einen Blumenstrauß und eine Vase besorgt, um mal ein paar Dinge zu klären, und ich meine bestimmt keine tiefer gelegten Bahnhöfe. Ich meine etwas, was die Ursprungfunktion dieses Blogs (einige erinnern sich vielleicht) sehr unterstützen würde. Es würde mich einen Schritt weiterbringen und die Qualität der Bestimmung definitiv verbessern.
Ich habe keine Freundin, und das bleibt auch erst mal so.
Über die Fotogeschichte, die ich dieses Wochenende eigentlich auch vorhatte und nicht umsetzen konnte, schreib ich jetzt mal nix, denn nächstes Wochenende habe ich Gelegenheit, die in die Tat umzusetzen. Erfordert aber massive Vorarbeit. Und schnelles Handeln. Lasst euch überraschen. Nur so viel: Es gehört definitiv in diesen Blog hinein.
Eine Sache möchte ich noch anfügen: Ich mag Halloween nicht. Wenn man diesen Tag als Feiertag begehen will, dann halbwegs an der ursprünglichen Bedeutung ausgerichtet. Wer kann sich noch erinnern? Der 31. Oktober ist der Reformationstag. Luther und die Thesen und die Begründung der evangelischen Kirche. Wenn die Kiddies bei mir klingeln und sagen „Süßes oder Saures“, dann sag ich: „Unter einer Bedingung. Heute ist nicht nur Halloween, sondern auch Reformationstag. Ihr kriegt nur was, wenn ihr mir sagen könnt, was das heißt.“ Und wenn denen diese Bedingung nicht passt und die die nicht annehmen wollen, sehe ich mich auch nicht gezwungen, auf deren Forderungen einzugehen. Actio Reactio. Keine Leistung ohne Gegenleistung. Bei besonders nervigen Exemplaren kann man auch darauf eingehen, dass der Reformationstag gedacht ist als Lehre von der Rechtfertigung des Sünders durch den Glauben. Dann kann man vor den Kiddies auch so ein Bibelzitat bringen, das kommt übrigens besser, wenn man aus einer Bibel vorliest, so wie John Constantine. Vortragen kann man das Ganze wie Samuel L. Jackson in Pulp Fiction, wenn einem nichts einfällt, kann man auch gleich das Zitat aus Pulp Fiction nehmen, da besteht dann auch ein Erinnerungseffekt. Jedoch sollte man, nicht zuletzt wegen der strafrechtlichen Relevanz, auf den Einsatz von Nachbauten der M1911 absehen. (Und jetzt sagt nicht ‚Das macht nichts, ich hab eine schallgedämpfte Walther‘, das Argument zählt nicht.)
Mir ist noch eine hübsche Basis für einen Fluch eingefallen: Nacktboxen. Entstand, als mir der Satz durch den Kopf ging (nach einer abstrusen Beschreibung): Das heißt, der hat nackt Boxen gekuckt? Also im Fernsehübertragungsgerät eine Kampfsportart gesehen und dabei keinerlei Kleidung am Leib getragen. Ich überleg mir für demnächst eine Verwendung dieser Basis.
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