Sonntag, 31. Oktober 2010

Wochenende die zweite

So, das besagte Wochenende ist nun vorbei. Ich bin wie angekündigt nicht dazu gekommen, mir Filme anzusehen. Eigentlich dachte ich, dass ich über das Wochenende schreiben sollte, aber das ist zu viel, um es in einem einzelnen Posting zu schreiben, aber wenn man es aufsplittet, haben die einzelnen Teile wieder zu wenig Inhalt. Von daher werde ich nur einige Dinge erwähnen, insbesondere was mich gestört hat: (Wir waren auf einer Familienfeier.) Und ich wurde dieses Wochenende so drei bis vier Mal gefragt, ob bzw. wie viele Freundinnen ich habe bzw. gehabt hätte. Wer hier häufiger vorbeischaut bzw. in das Thema eingeweiht ist (und das sind maximal so ungefähr fünfzehn Leute), weiß, dass mein Kontostand nach wie vor auf null steht. Die erste, die das gefragt hat, der habe ich eine mathematisch präzise Antwort gegeben: Bis jetzt sind es exakt Null. Allein an der Art und Weise, wie ich das von mir gebe, hätte man bemerken müssen, dass das für mich kein lapidares Thema ist. Sie erwähnte dann, glaub ich, dass die Damen dann anscheinend, da deren Interesse ausblieb, „dumme Puten“ seien. OK, man muss fairerweise dazu sagen, dass sie nichts, aber auch gar nichts, von der ganzen Geschichte wusste und wir uns auch noch nicht so oft gesehen haben. Von den dreißig, vierzig Leuten, die anwesend waren, waren nur drei eingeweiht. Einer davon bin ich, weil ich in dieser Geschichte eine der beiden Hauptpersonen bin, und die anderen beiden sind meine Eltern, weil sie es, nicht unbedingt mit meinem Willen korrelierend, herausgefunden haben. Von daher kann die Fragestellende auch nicht gewusst haben, dass ich auf derartige Ausdrücke zum Teil sehr empfindlich reagiere. Aber sie kann, ehrlich gesagt, auch als Unwissende, nicht erwarten, dass ich nach einer derartigen Wortwahl gut drauf bin. Leider ist mir auch erst im Nachhinein die perfekte Antwort eingefallen: Lasst meine Sorgen mal meine Sorgen sein. Wenn sich was Wichtiges ändert, erfahrt ihr das früh genug. (Also nie.) Und wenn noch jemand die Enkel-Frage gestellt hätte, die ich in einem per Hand geschriebenen Posting mal erwähnte … Leute, wieso vergesst ihr das nicht einfach? Na gut, ich glaube, es wurde ordnungsgemäß vergessen. Na jedenfalls, so ungefähr zu dem Zeitpunkt, als ich dann irgend einen Scheiss mitmachen musste, war es mir mal wieder zu viel und ich bin rausgegangen, allein mit meinen Gedanken und ein bisschen frischer Luft. An diesem Moment hätte ich mir am liebsten den Mercedes CLS geschnappt, der da stand, das Linkin Park-Live-Album Road to Revolution (Milton Keynes, da wo die Aston Martins herkommen) eingelegt und wäre nach Stuttgart gefahren und mir dort einen Blumenstrauß und eine Vase besorgt, um mal ein paar Dinge zu klären, und ich meine bestimmt keine tiefer gelegten Bahnhöfe. Ich meine etwas, was die Ursprungfunktion dieses Blogs (einige erinnern sich vielleicht) sehr unterstützen würde. Es würde mich einen Schritt weiterbringen und die Qualität der Bestimmung definitiv verbessern.

Ich habe keine Freundin, und das bleibt auch erst mal so.

Über die Fotogeschichte, die ich dieses Wochenende eigentlich auch vorhatte und nicht umsetzen konnte, schreib ich jetzt mal nix, denn nächstes Wochenende habe ich Gelegenheit, die in die Tat umzusetzen. Erfordert aber massive Vorarbeit. Und schnelles Handeln. Lasst euch überraschen. Nur so viel: Es gehört definitiv in diesen Blog hinein.

Eine Sache möchte ich noch anfügen: Ich mag Halloween nicht. Wenn man diesen Tag als Feiertag begehen will, dann halbwegs an der ursprünglichen Bedeutung ausgerichtet. Wer kann sich noch erinnern? Der 31. Oktober ist der Reformationstag. Luther und die Thesen und die Begründung der evangelischen Kirche. Wenn die Kiddies bei mir klingeln und sagen „Süßes oder Saures“, dann sag ich: „Unter einer Bedingung. Heute ist nicht nur Halloween, sondern auch Reformationstag. Ihr kriegt nur was, wenn ihr mir sagen könnt, was das heißt.“ Und wenn denen diese Bedingung nicht passt und die die nicht annehmen wollen, sehe ich mich auch nicht gezwungen, auf deren Forderungen einzugehen. Actio Reactio. Keine Leistung ohne Gegenleistung. Bei besonders nervigen Exemplaren kann man auch darauf eingehen, dass der Reformationstag gedacht ist als Lehre von der Rechtfertigung des Sünders durch den Glauben. Dann kann man vor den Kiddies auch so ein Bibelzitat bringen, das kommt übrigens besser, wenn man aus einer Bibel vorliest, so wie John Constantine. Vortragen kann man das Ganze wie Samuel L. Jackson in Pulp Fiction, wenn einem nichts einfällt, kann man auch gleich das Zitat aus Pulp Fiction nehmen, da besteht dann auch ein Erinnerungseffekt. Jedoch sollte man, nicht zuletzt wegen der strafrechtlichen Relevanz, auf den Einsatz von Nachbauten der M1911 absehen. (Und jetzt sagt nicht ‚Das macht nichts, ich hab eine schallgedämpfte Walther‘, das Argument zählt nicht.)

Mir ist noch eine hübsche Basis für einen Fluch eingefallen: Nacktboxen. Entstand, als mir der Satz durch den Kopf ging (nach einer abstrusen Beschreibung): Das heißt, der hat nackt Boxen gekuckt? Also im Fernsehübertragungsgerät eine Kampfsportart gesehen und dabei keinerlei Kleidung am Leib getragen. Ich überleg mir für demnächst eine Verwendung dieser Basis.

Sonntag, 24. Oktober 2010

Unkonventinelle Filmgenre die Erste

Aus der kleinen Fortsetzung der Filmplaylist nächstes Wochenende wird nix. Ich fahre mit. Das bedeutet zwar, dass ich in naher und mittlerer Zukunft nicht die Gelegenheit haben werde, meine Lieblingsfilme ihrem Zweck zuzuführen, aber das macht nichts, weil da erst mal sowieso die Luft raus ist. Im tiefsten Winter wäre die nächste Gelegenheit, Mathilde zu kucken, wenn es geschneit hat bzw. geschneit haben sollte. Und außerdem läuft Mitte November ja noch Harry Potter Teil 7 Teil 1 an. Was ich sagen wollte: Ich habe jetzt gerade 21 gekuckt, also ungefähr eine Woche nachdem ich das eigentlich erledigen wollte. Manche wissen, dass ich eine Affinität zu komischen Dingen habe, beispielsweise absurde Filmgenre. Das konnte man in dem Epilog zu den Skizzenfestival Diaries sehen, da hatten wir das Genre der Filme, die die Architektur einfangen und in Südeuropa spielen, also Illuminati, Ocean’s 12, Der talentierte Mr. Ripley und so weiter. Mir ist gerade ein neues eingefallen: Filme, die in Las Vegas spielen. Logisch, dass ich darauf komme, wenn ich direkt mit dem Kucken von 21 fertig bin. Und man kann so eine schöne Zeitlinie der letzten zehn Jahre machen: Am Anfang kam Ocean’s Eleven, dann kam Ocean’s Twelve, der zwar nicht in Las Vegas spielt, aber die Crew genauso vorgeht, dann kam Ocean’s Thirteen, wieder in Las Vegas, dann kam 21, welches auf der Ocean’s-Reihe basiert, besonders auf dem dritten Teil, es geht in beiden darum, das System zum Erkennen von halblegalen Tricksereien wie Kartenzählen zu überlisten. In 21 war es das Überlisten des menschlichen Systems, welches von Computersystemen bedrängt wird, in Ocean’s Thirteen geht es um das Ausschalten dieses Computersystems. Von daher kann 21 wie so ein Spinoff gesehen werden. Nicht nur, weil es einen Titel aus der Ocean‘s-Reihe explizit verwendet, nämlich den Titel, bei dem die im zweiten Teil im Zug den Rucksack mit dem Ei ausgetauscht haben, das war in 21 der Titel am Ende, bei dem die aus dem Casino geflüchtet sind. Und auf 21 wiederum basiert dann Hangover. Als die Blonde Jim Sturgess in ihre Suite raufzerrt, da dachte ich: Ist das die gleiche Suite, wie sie auch in Hangover zum Einsatz kam? Die Antwort kam dann relativ schnell: Nein, das kann sie definitiv nicht sein, denn in Hangover haben die im Cesar’s Palace eingecheckt, und genau das hat man vom Fenster aus gesehen. Und in Hangover kam das Kartenzählen auch wieder sporadisch zum Einsatz, einmal wurde am Anfang darüber geredet und dann am Ende wurde es praktiziert. Allerdings zu gering, als das es ein derart wichtiges Handlungselement gewesen sein könnte wie es das in 21 oder in Ocean’s hätte sein können, es war vielmehr ein dramaturgisches Mittel, um an die achtzig Riesen zu kommen. Was ich bei Hangover besonders gut finde: Bei den meisten Las Vegas-Filmen konzentriert man sich auf die schillernde Darstellung dieser 560.000 Einwohner zählenden Partymeile, der Abenteuerspielplatz für die Reichen und Schönen. In einer Sendung von Tuning TV gab es mal einen Wettstreit während der SEMA, wo sich zwei Teams gegenüberstanden, zwei bekannte Tunerteams, die jeweils einen EVO VIII, 30.000 Dollar und drei Tage Zeit hatten, um den während der SEMA umzubauen und dann wurde nachts der Strip gesperrt und die EVOs traten in zwei Achtelmeileläufen gegeneinander an, die hatten so um die 550 PS zu dem Zeitpunkt. So was geht nur in Vegas. Hangover ging darüber hinaus: Es zeigt einem auch etwas von der weniger schillernden Seite, es zeigt, dass es in Vegas auch ganz anders zugehen kann. Und das zum Teil mitten in dieser schillernden Welt, sprich in dem Hotelzimmer und alles drum herum, in der Innenstadt. Das, finde ich, ist ein gelungener Balanceakt gewesen, die dunkleren Seiten von Vegas mitten in Vegas zu zeigen, ohne zu dunkel zu werden. Sonst wäre das irgend so ein normaler Thriller gewesen, bei dem man sich in der Vorstadt wiederfindet, im Hintergrund sieht man sie Skyline von Vegas, aber man gelangt nie dorthin und ist in irgendwelchen Abgründen gefangen, eben ein normaler Thriller, es wäre zu normal gewesen, dann hätte man das auch in Los Angeles machen können, so was kennen wir zu Hauf. Aber irgendwie sind mir die Darstellungen noch zu bunt, es folgt oft dem ähnlichen Schema, wo sind die wirklich tiefen Abgründe von Vegas, ohne dabei zu sehr ins überall Auffindbare abzurutschen? Der ganz spezifische Vegas-Abgrund. Wer porträtiert den? Obwohl, das würde auch wieder keinen Sinn machen, das hatten wir auch schon mal: Fear and Loathing in Las Vegas. Davon brauchen wir keine Kopie. Und es dürfte schwer sein, eine ähnlich intensive Abgrundstudie von Vegas in der Moderne abzuhalten, ohne dabei wie eine Kopie von Fear and Loathing zu wirken. Auch Lynch würde das nicht packen, bei dem hat man dann am Ende einen viel zu großen Knoten im Kopf, ich will eine verständliche Handlung. Keinen zu lang geratenen experimentellen Kurzfilm.
Was würde als Nächstes kommen? Vielleicht brauchen wir ja einen anderen Fokus? Schließlich ist jetzt ein neuer Teil von Fallout draußen, New Vegas genannt. Keine Ahnung wie der wird, ich werde ihn auch nicht zocken, das ist einfach nicht mein Genre, obwohl der Soundtrack von Fallout 3 schon geil war.
Was ich mir vorstellen könnte wäre ein Revival des alten Las Vegas, so aus den 50er Jahren, im gleichen Atemzug wie die komplette Riviera- Cote-d‘Azur-Nummer aus der Zeit. Das erinnert mich daran, dass 21 auch bei Mr. Ripley Anleihen genommen hat: Ein einfacher Student oder so was, der am Arbeiten ist und dann am Leben der Schönen und Reichen dabei sein darf, nur eben nicht mittendrin. Die Entwicklungen sind in beiden Filmen von da an ein wenig anders, man mag da den eigenen Geschmack entscheiden lassen, ob man Jim Sturgess oder Matt Damon mehr mag.
Ich glaub, morgen kucke ich American Beauty. Kevin Spaceys Kommentare in dem ganzen Film sind einfach zu toll, insbesondere die Szene mit dem Abendessen. Und erst die Intro-Mucke … (mcl part 2 Titel 2).

Seit ich Hangover gekuckt habe, kann ich auf kein Ortsschild sehen, auf dem Hannover steht, ohne dabei an den Film zu denken.

Sonntag, 17. Oktober 2010

Wochenende - Thé à la menthe

Vor über zwei Jahren war es. Über zwei Jahre ist es nun her, dass meine Eltern zwei Wochen nicht da waren und ich sozusagen das Haus für mich hatte. In Anbetracht des damaligen nahenden Studienbeginns und der Tatsache, dass ich meine Top Ten ein wenig erweitern wollte, hab ich mir ein paar Filme ausgeliehen, die ich unbedingt sehen wollte, weil diese gute Kandidaten für die Erweiterung waren. Insgesamt zehn Stück. An acht erinnere ich mich noch, die restlichen zwei Titel fallen mir nicht mehr ein. Ich glaube, es waren Ocean’s 12 und Magnolia. Aber ich weiß, dass von den zehn Filmen neun in die Liste einzogen. Und ich weiß, dass es zwei gute Wochen waren. Die Filmguckerei hat sich in erster Linie auf das Wochenende dazwischen konzentriert. Diesen Zustand wollte ich wieder aufleben lassen. Ich wollte das Gefühl einfangen. Und nicht zuletzt habe ich einen meiner beiden Lieblingsfilme zu diesem Zeitpunkt zum letzten Mal gesehen und den anderen zum ersten Mal und seitdem nur ein Mal wieder. Das ist jetzt zwei Jahre her und es wird mal wieder Zeit für ein Revival. Wenigstens einen der beiden sehen. Und weitere drum herum.

Dazu brauche ich aber mehrere Dinge. Ich brauche erst einmal Zeit. Am Ende der Semesterferien habe ich diese nicht, wegen der Klausuren. Es muss also auf ein Wochenende danach ausgewichen werden. Zweitens brauche ich eine gute Media-Anlage. Der Flachbildschirm bei mir im Zimmer reicht dafür übrigens nicht aus. Es muss etwas Größeres her, mit einer weit besseren Anlage, die ich auch benutzen kann, ohne dass mein Zimmernachbar eventuelle Bedenken anmeldet. Und ich brauche Ruhe. Keiner darf mich stören. Keiner darf dabei sein. Zusammengefasst kann man also sagen: Ich brauche einen Zeitraum, an dem meine Eltern nicht da sind. Bei denen sind das Ambiente und die Ausrüstung wesentlich besser und außerdem ist das der Ort, an dem diese zwei Wochen vor zwei Jahren stattfanden.

Nun war es so, dass meine Eltern am ersten Wochenende des Semesters in den Süden fuhren. Sie wollten mich mitnehmen, ich wäre auch mitgefahren, aber sie fuhren Freitag früh los. Da hatte ich noch diverse Vorlesungen in der Uni, also Einführungsvorlesungen mit Bekanntgabe der Logins und all das, und wer mich kennt, weiß, dass ich oft zu schüchtern bin, um nach den Unterlagen zu fragen und diesen Zustand so weit wie möglich umgehe. Daher fuhren sie allein. Ich gab mir Mühe, den Zug zu kriegen, und es war leicht. Ich meine, es war gut. Die letzte Vorlesung fing s.t. an und nicht c.t., was mir sehr entgegenkam, so dass es zu keinerlei Komplikationen kam. Ich hatte das Gepäck für dieses doch recht außergewöhnliche Wochenende bereits die ganze Woche davor gepackt und kam mir dabei vor wie Dr. Gonzo und Raoul Duke beim Zusammensuchen des Gepäcks in den ersten paar Szenen von Fear and Loathing in Las Vegas, unterlegt mit derselben geilen Orgelmusik, die da läuft. Nur eben ohne paradiesapfelrotes Cabrio.

Da der Zeitraum begrenzt war, konnte definitiv nicht die komplette Playlist von damals ausgepackt werden, sonst hätte ich am Freitag drei, am Samstag fünf und am Sonntag nochmal zwei Filme sehen müssen, da ich bis spätestens um vier aus der Stadt raus sein musste, weil jeder Reisende für gewöhnlich vorhat, wieder zurückzukommen. Der Zusatz „für gewöhnlich“ ist in diesem Fall an die Haarspalter gerichtet, die mir irgendwas von einer Selbstmordreise erzählen wollen. Ich wollte meinen Aufenthalt geheim halten. Keine Spuren hinterlassen. Kein festgekettetes Geschirr. Keine eingetrockneten Blätter von verschiedenen Teesorten. Kein unordentliches Bett. Und kein verrücktes und auf dem Balkon zurückgelassenes Spiegelteleskop. Denn ich wollte nicht nur Filme schauen, sondern auch endlich meinem Vorhaben nachgehen, den verfluchten Andromedanebel zu beobachten. Bereits in Sassnitz hatte ich ihn gesucht und nicht gefunden. Jetzt wusste ich einigermaßen, wo er war, aber die Beschreibung „schwacher Lichtfleck“ spottet jeder Beschreibung. Ich weiß immer noch nicht, ob ich ihn, wenn ich mal wieder nachts um vier spontan meine Jacke anziehe und an die frische Luft gehe, wirklich sehe oder ob ich mir das nur einbilde. Und die Plejaden wollte ich sehen. Ein Sternhaufen, relativ leicht zu finden. Wenn man die Gürtel des Orion als halbwegs gerade Linie nach oben rechts verlängert, trifft man auf die Dinger. Das nenne ich einen ordentlichen schwachen Lichtfleck.

In meinem Gepäck fand sich eine Auswahl an Filmen, die ich definitiv nicht alle schaffen könnte, zusätzlich die passenden Soundtracks auf CD und USB-Stick. Weitere Alben, unter anderem von Keimzeit. Aber ich musste noch Besorgungen machen. Das richtige Essen und vor allem noch ein Film, der mit auf der Liste stand. Von den zehn Filmen, die ich vor zwei Jahren gesehen habe, hatte ich die meisten inzwischen bereits auf DVD, abgesehen von einem auf Kauf-DVD. Und dieser eine, den ich noch nicht hatte, und der andere, den ich nur als gebrannte DVD hatte, wollte ich einkaufen. Plus Minzpflanzen, die hatte ich damals auch dabei, oder erst später danach, und grünen Tee. Dies brauchte ich für Ocean’s 12. In der Szene, in der der Nachtfuchs um die Laserlichtschranken tanzt, läuft ein extrem geiles Lied, welches von La Caution stammt und den Titel „Thé à la menthe“ trägt. Das ist ein marokkanisches Getränk, das wie stark gesüßter Pfefferminztee schmeckt, nur besser. Ich hatte von damals noch das Rezept und besorgte mir alle möglichen Zutaten für das Wochenende. Dummerweise war ich zu lange am Rechner, so dass es bereits dunkel war, als ich aus dem Riesen Laden rausspazierte. Bin dann also auf Schleichwegen zurückgefahren, in der Dunkelheit, hab den Rest geschoben und dann fing ich an.

Erster Film: American Gangster (#46)


Die Zahlen in Klammern geben jeweils die Position in meiner Top 50 wieder. Um ranggleiche Filme besser voneinander unterscheiden zu können, hab ich eine weitere Zahl mit Punkt dahinter eingeführt. Diese unterscheidet für gewöhnlich danach, wann der Film in die Liste kam und hat keinerlei gewichtende Bedeutung.

Zweiter Film: Illuminati (#6.2)


Eigentlich wollte ich an dem Tag auch noch den Vorgänger, The Da Vinci Code - Sakrileg, sehen, allerdings habe ich die Angewohnheit, bei einem mir gut gefallenden Film, den ich alleine in hoher Qualität sehe, aus zwei Spielstunden mindestens drei zu machen. Bedingt durch viele Pausen. Daher blieb es dann am Freitag bei diesen beiden.
Erwähnenswert ist überdies, dass Illuminati im Kino in der Mitte pausiert wird, in der Szene, in welcher Langdon im Zentralarchiv des Vatikans sagt, dass der Vatikan unter anderem eine Bank sei. (Anti-Spoiler.) Diese Pause behalte ich bei jedem Ansehen dieses Films bei. Innerhalb dieser Pause mache ich das Chili con Carne, welches auf dem Plan stand, obwohl ich schon längst keinen Hunger mehr habe, aber ich mache das jetzt, damit der Geruch das Wochenende über rausziehen kann.

Dritter Film (Samstag): Französisch für Anfänger (#16)


Ich glaube, dass war das intensivste Ansehen dieses Films, welches ich je gemacht habe. Nicht einmal die zwei Wochen vor zwei Jahren haben das getoppt. Hier zeigte sich die Laufzeitverlängerung besonders drastisch: Der Film dauert knapp eineinhalb Stunden und lief bei mir weit über drei. Nicht nur wegen der zahlreichen Dinge, die ich immer wieder kommentiere, auch weil mich das Thema auch irgendwie betrifft. Jetzt nicht so direkt wie bei einem der späteren Filme, aber irgendwie schon. Ich mag den Film einfach. Er ist so schön. Und vor allem lebe ich damit den Sonntag an dem alten Wochenende nach, denn da hab ich auch am Nachmittag Französisch für Anfänger gesehen und am Abend … dazu komme ich gleich.

Vierter Film: Ocean’s 12 (#15)


Mir fällt erst jetzt auf, dass die exakt nebeneinander liegen. Ocean’s 12 war einer der zentraleren Kandidaten, nicht nur wegen des Thé à la menthe. Wegen meines ausschweifenden Filmpausierens hatte ich … Moment, mir fällt gerade was ein. Ich hab erst bei der Hauptpause von Ocean’s 12 Chili con Carne gemacht. Den Abend vorher hatte ich Fleisch gebraten, und irgendwie glaube ich jetzt nach zwei Jahren, dass ich da beim fleischanbraten definitiv was falsch mache. Ich kann mich anstellen wie ich will, aber innendrin schmeckt das immer nach normalem Fleisch. Egal was ich sonst noch damit mache. Ich hab es vor dem Braten vier, in Worten vier, in Zahlen auch, der Krieg ist vorbei, vier Stunden lang eingelegt in ein zusammengemixtes Zeug bestehend aus Gewürzen und Weintraubensaft (ich trinke grundsätzlich keinerlei Alkohol), nach der Zubereitung hat man davon nichts bemerkt. Ich nehme mal an, das liegt daran, dass ich dem zu viel Vollgas draufhaue. Aber wie dem auch sei, weil ich so lange für einen Film brauche, musste ich mein Vorhaben umstellen. Ich hatte eigentlich vor, dann noch The Da Vinci Code - Sakrileg zu sehen und danach Mathilde - Eine große Liebe. Einer meiner beiden Lieblingsfilme. Den hab ich auch an dem Sonntag-Abend vor zwei Jahren am gleichen Tag wie Französisch für Anfänger gesehen. Die Kombination macht eine bestimmte Szene bei Mathilde - Eine große Liebe besonders reizvoll. (Nur so viel: Es geht um das Schräghalten von Tellern.)

Fünfter Film: The Da Vinci Code - Sakrileg (#6.1)


Im Verlauf dieses Films, genauer gesagt gegen Ende hin, musste dieser zentrale Programmpunkt entfallen. Ich hätte natürlich wie am Abend zuvor bis halb drei weiterschauen können, aber ich war bereits zu diesem Zeitpunkt relativ müde und hätte dann am folgenden Tag garantiert nichts geschafft. Außerdem ist Mathilde - Eine große Liebe einer meiner beiden Lieblingsfilme. Den degradiert man nicht zu einem Konsumartikel oder zu einem Nebenbeifilm. Das ist ein Film, zu dem ich uneingeschränkte Muße mitzubringen habe. Und bei dem auch Pausen angebracht sind. Also musste ich diesen Film schweren Herzens auslassen.
In diesem speziellen Fall habe ich mich übrigens mal nicht an die cineastische Reihenfolge gehalten. Wie wir alle wissen, ist The Da Vinci Code - Sakrileg in der Filmversion der Vorgänger von Illuminati, jedoch ist bei den zugehörigen Büchern zuerst Illuminati und erst dann The Da Vinci Code - Sakrileg herausgekommen. Ich wollte mich an die Buchreihenfolge halten, auch wenn ich die Bücher noch nicht kenne. Es hat nicht ganz so geklappt wie ich mir das erhofft hatte, was möglicherweise daran liegt, dass der Film ab dem London Kapitel ein bisschen hängt, was möglicherweise der Tatsache geschuldet sein könnte, dass er von dort an bei Tag spielt. Was ich von den übrigen negativen Kommentaren zu dem Film halte, sagte ich bereits in einem alten Eintrag vom Sommer.

Sechster Film (Sonntag): Wahnsinnig verliebt (#32.1)


Den hatte ich ausgewählt, weil mir vor kurzem die Founder-Rechte in der dazugehörigen sVZ-Gruppe übertragen wurden und ich daher einen detaillierteren Beschreibungstext haben will. Nun ist es so, dass ich den Film bisher nur ein einziges Mal gesehen habe. Und das ist bereits ewig her. Ich erinnerte mich zwar an den Haupthandlungsstrang, aber nur an wenige Details. Als Admin ist es gewissermaßen meine Pflicht, die Details zu kennen.
Kleine Trivia am Rande: Dieser Film war der erste, bei dem unser DVD-Recorder beim DVD-Brennen Zicken gemacht hat. Der ließ sich einfach nicht auf DVD brennen, weil der bei zwölf Prozent Fortschritt abgebrochen hat. Der ließ sich nicht brennen. Irgendwann hab ich ihn mir über Amazon gekauft und jetzt ausgepackt. Was der Film bewirkt hat, erzähl ich ein andermal.

Das war die Playlist für das Wochenende. Obwohl, nein, so ganz stimmt das nicht, denn es geht jetzt gleich noch weiter, ich bin bereits wieder zu Hause, und gleich kommt noch 21. Der war auch damals dabei und den hab ich mir gekauft.

Also siebter Film: 21 (nicht in Top 50)
Zu dem jetzt kein Text, da ich ihn ja noch sehen muss.

Was wird jetzt mit den beiden Hauptakteuren? In zwei Wochen sind meine Ellis wieder nicht da, wobei ich aber auch hier mit eingeladen bin. Allerdings gibt es danach auf absehbare Zeit keine weiteren ruhigen Momente. Ich muss damit rechnen, danach noch ein weiteres Jahr zu warten, und die darauf folgenden Semesterferien bergen ungeahnte terminliche Konflikte damit. Skizzenfestival, Prüfungen, Klausuren, Praktika, Zeug. Möglicherweise werde ich eine Fortsetzung in zwei Wochen machen.

Mathilde - Eine große Liebe (#1.2)



Mittwoch, 13. Oktober 2010

Antwort auf einen falschen El Camino und auf einsFestival


Man könnte mir attestieren, dass ich jetzt nur auf die Idee gekommen bin, um meinen schwächelnden Zählstand, was die Anzahl der Einträge betrifft, ein bisschen aufzupeppen. Konkret: Jetzt, wo ich herausgefunden habe, wie ich in sVZ meinen Boykott gegen die Bilderhochladefunktion beibehalten kann und trotzdem die Möglichkeit habe, dort Bilder hochzuladen (was ich mit dem AMC-Bild bereits gemacht habe), kann ich natürlich wieder verstärkt am Bilderspiel in FAAAHR DOCH DA VORNE DU SPAST mitmachen. Und das werde ich auch tun.
Um jetzt nicht die Gefahr einzugehen, wie wild mit Stubs um mich zu schmeißen, ist es also ratsam, das Ganze mit ein wenig Inhalt aufzufüllen. Da bietet es sich an, dass ich vor kurzem eine Bemerkung loswerden wollte zur neuen TV-Sendung von Coldmirror. Ich glaube, mich zu erinnern, dass ich so ungefähr diese Erwartung hatte: Das, was Kaddi sonst macht (Gamechecks, Synchros, …) verhält sich zu dem, was in ihrer Sendung läuft, wie Need for Speed ProStreet zu Need for Speed Shift. Wobei ich jetzt nicht wüsste, was was ist. Für die, die keinen der beiden Teile gezockt haben: Need for Speed Shift kam zwei Jahre nach ProStreet raus und forcierte wieder mehr das simulationslastige Renngeschehen. Zwischen den beiden Teilen kam ein arcadelastiger Racer heraus (NfS Undercover). In NfS Shift jedoch ist der simulationslastige Punkt sehr stark ausgebaut worden: Die Fahrzeuge sind jetzt viel schwieriger zu steuern, man kann die nicht einfach so in die Kurve pfeffern und hoffen, dass man da wieder rauskommt. Ein Großteil der Strecken aus ProStreet wurde in Shift übernommen, wobei Shift wiederum größtenteils neue, realexistente Strecken besitzt (Nordschleife, Laguna Seca, London, …). Das Fahrzeugtuning wurde quasi komplett umgeschrieben, es gibt zwar noch alte Elemente beim Vinyltuning wie das Verschieben und Verzerren, aber es sind überwiegend neue Vinyls hinzugekommen … also man kann sagen, dass Shift der richtige Nachfolger von ProStreet ist und nicht Undercover, man erkennt sofort die altbekannten Sachen wieder, aber es hat einfach einen komplett anderen Charakter. Nicht nur durch die enger am Fahrzeug liegende Kameraführung, wodurch die Strecken gleich viel größer und eindrucksvoller wirken. Und in etwa so stellte ich mir das auch bei der Sendung von Coldmirror vor.
Als die Sendung lief, waren dann doch einige enttäuscht, dass es nur altes Material zu sehen gab, was ein bisschen neu aufgezogen wurde, und dass die Misheard Lyrics nicht nur die alten waren, sondern auch gekürzt und das alles. Ich stehe dem weniger kritisch gegenüber, weil: Es war die allererste Sendung. Da muss man erst mal ausprobieren, was geht und was nicht. So von wegen Aufbau und alles. Ist zwar an youtube angelehnt, aber es ist Fernsehen, und das ist, obwohl es auf beiden Plattformen um verknüpfte audiovisuelle Inhalte geht, immer noch was Anderes. Die Konsumenten sind ganz Andere und die ursprüngliche Motivation ist nicht, den Abonnenten von Kaddi noch einen weiteren Kanal anzudrehen, sondern eine viertelstündige Sendung auf einsFestival zu machen. Und das ohne Hintergedanken an die bereits bestehende Popularität der Moderatorin. Das heißt, das Bild, welches sich die Produzenten machen, besteht darin, dass die meisten Zuschauer Coldmirror noch nicht kennen. Was, wie man sich denken kann, ein klein wenig schiefläuft, wenn sie 200.000 Abonnenten hat und noch eine hohe Dunkelziffer, weil ja nicht jeder einen youtube-Account besitzt, zumal man sich das Meiste auch ohne Anmeldung ansehen kann.
OK, mir hat auch ein wenig der rote Faden gefehlt, die Moderation dazu und das alles. Und die angekündigte Synchro war halt auch nicht mit dabei. Und überhaupt, perfekt ist die Sendung noch lange nicht. Aber das ist eben erst der Anfang. Also haltet die Fresse, ihre Videos haben Qualität, da spielt Quantität doch nicht so die Rolle … *trittbrettfahr*

Und ehe ich es (noch mal) vergesse, möchte ich darauf hinweisen, dass sie heute 26 Jahre alt wird. Alles Gute zum Geburtstag, Kaddi!