Montag, 12. August 2013

mehr Sedimente



Der hat da wieder reingepasst, das muss man sich vorstellen. Weil er zu faul war, was zu essen, hat der abgenommen und zu seiner goldenen Hochzeit, also zum fünfzigsten Hochzeitstag, passte der wieder in seinen Anzug von damals. Ich hab das nicht geglaubt, nicht mal, als ich ihn mit eigenen Augen gesehen habe, ich hab mich erst vom Gegenteil überzeugen lassen, als ich ihm den originalen Quittungsbeleg aus der Innentasche geklaut habe.
(vorzulesen mit einer Stimme ähnlich zu Dieter Hildebrandt oder Piet Klocke)


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Bin um acht aufgestanden. Wollte eigentlich noch mindestens zwei Stunden weiterschlafen, aber das hab ich abgesagt. Weil ich keine Lust mehr habe, weiterhin von Verwandten zu träumen, die sich danebenbenehmen. Das sah also so aus: Wir gingen ins Kino, und der namentlich nicht erwähnte Verwandte, auch sonst eine Labertasche, hat es nicht fertiggebracht, seinen Mund zuzukriegen. Was ja im Kino gar nicht mal so gut ist. Er hat wirklich die ganze Zeit gesabbelt, und man selbst kriegt nichts von der Handlung mit (war irgend so ein Weltraum-Schurken-Ich-bin-böse-und-habe-Übertechnologie-Film, aber nicht Iron Sky). Das hat dann dazu geführt, dass einige andere Besucher entnervt den Saal verlassen haben (wodurch in den hinteren Reihen sehr viele Auswahlmöglichkeiten frei wurden) und sogar der Film unterbrochen wurde, damit das Personal eine Verwarnung aussprechen konnte. Dann ging es weiter, er saß dann irgendwie woanders, hat aber immer noch weitergequatscht. Irgendwann dachte ich mir dann so: „Schluss jetzt!“ Bin dann nach oben zu ihm gegangen und hab ihm den Mund zugehalten. Dennoch brachte er es fertig, nach wie vor eine beträchtliche Geräuschkulisse aufzubauen. Darum brachte ich ihn nach draußen, die Hand immer noch auf dem Mund. Draußen fiel er mir dann aber auf der Treppe aus der Hand und stürzte nach unten. Ich so: „Nein!“ Denn er stand auch nicht mehr auf und wurde nicht mehr wach. Aber zum Glück kam er mit einer Gehirnerschütterung davon. Und ich damit, dass ich einen Film verpasst habe, der mich im Nachhinein eh nicht mehr interessierte.

Auf so n Scheiss hab ich keine Lust. Das bisschen Schlaf kann ich auch mittags nachholen. Aufgestanden, aus dem Fenster geschaut: „Ah, Suppe.“ (Asterix - Sieg über Cäsar) Nebel ohne Ende. Die Nachbarhäuser aber noch in Sichtweite. Gut für das Ausprobieren des Feldstechers. Nachbarn beobachten. Sie sitzen in der Küche, nein im Wohnzimmer. (29. Oktober 2011)

-- ZWISCHENNOTIZ --
Diese beiden Cuts beziehen sich zufälligerweise auf die gleiche Person, aber ich sage nicht, welche.


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Der körperlichen Ertüchtigung gebe ich mich wohl hin, allein der Bauch wird nur langsam ausgeatmet. Wenn der ihm innewohnende Vorrat für Hungerzeiten vorsätzlich aufgebraucht wird. Und so ein Vorrat ward angelegt, um die strengsten Winter Sibiriens auszuharren. So muss die Werbung die um des Weibes willen geschieht, noch einige Monde in der Schlange stehen. Dies strapaziert die Geduld bis an ihre Lastgrenzen.
(Vorbild Jochen Malmsheimer)


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Oh ja, das ist lustig. Auf der Wallpaperseite meines Vertrauens (naja, wie man es eben sieht) war ein Hintergrund verfügbar, auf dem stand drauf: Gaming is not a crime. Und direkt daneben ein Wallpaper zu L.A. Noire mit einer Leiche.


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Shrimpsss fragte uns: „Was ist das Romantischste, was man dir sagen könnte?“ (Ich würde einen bestimmten Tweet von coldmirror entgegnen.) AnnaLoewenherz antwortete: „Wurde mir schon. Von Cookie. Aber er war dabei betrunken. Hm.“ Und ich dachte WAS? Cookie? Der Drogendealer aus RockNRolla?


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Statement: Ich will keine Kinder.
(hier aufgeregtes Gegacker bis Gekreische von eventuellen Zuhörern einfügen)
Manch einer kann sich solcherlei nicht vorstellen. Manch einer fragt etwas, was mit den Sozialsystemen zusammenhängt und all so ein Zeug. Dem entgegne ich: Du hast keine Ahnung von dem Lebensentwurf, den ich mir machte. Natürlich könnte ich diesen für dich hier und jetzt skizzieren. Aber das werde ich nicht tun. Denn obgleich er für mich so selbstverständlich erscheint, dass er mich fast schon langweilt, ist er offenbar für jeden anderen Menschen auf diesem Planeten so fernab von rationaler Denkweise, dass ich es vorziehe, darüber restlos zu schweigen und dementsprechend auf weitere Kommentare eurerseits zu verzichten.
(im Hintergrund darf beim Lesen gerne Ataraxia von Team Sleep laufen)


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Welchen tiefsinnigeren Sinn haben Salamischeiben? Und in welchen historischen Zusammenhang stehen sie mit Napoleons Niederlage bei Waterloo?
(gefragt von Maxebowsky)
Ich bin gestern bei Nacht kopfüber mit einem getunten Pickup über das Las Vegas der 90er geflogen. Im Hintergrund lief Spiel mir das Lied von der Trance und dann Somebody to Love von Jefferson Airplane. Und dann hab ich versucht, den Mond abzuknallen.


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Sollte ich mir Sorgen machen, wenn ich nachts davon träume, dass irgendwer auf einem Bauzaun ein Lied spielt, und weitere machen es ihm nach und die Melodie erinnert an einen Teil von Faithless - We come 1 und entdecke viel später eine Notiz auf meinem Schreibtisch, auf der, kaum zu entziffernd, draufsteht „MM bei Mäcces | Musik für Melonen“, eine Nachricht, die ich nach dem Traum halbwach mit einem Bleistift dort hingekritzelt habe? Nö, ist komplett normal.

Kurz nach dem Aufwachen ergibt der Traum noch einen perfekten Sinn, weil die Informationsfilter noch nicht hochfuhren, wenn man dann aber erst einmal vollständig den Schlaf hinter sich ließ, ist das nur eine wirre Ansammlung von kaum nachzuvollziehenden Dingen. Im Grunde genommen eine Art Drogenwirkung. Mit dem Vorteil, dass ich hier wenigstens noch weiß, wo die Melonen herkommen.


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Um einen mutmaßlichen Vexierreim mit Mais zu illustrieren, habe ich auf die Rückseite einer missglückten Überweisung Jauche geschrieben.


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Ich bin manchmal sehr froh darüber, dass ich wegen meines Abstinenzlerdaseins niemals betrunken sein kann. Das hütet mich davor, Artikel zu schreiben, die als Überschrift diesen Satz vorweisen können: Keine Ergebnisse für "knight rider interessiert mich einen absoluten scheissdreck" gefunden. (Andernfalls müsste ich mich über die langweiligen kulturellen Rezeptionen im Bereich des Automobils auskotzen. Ungelogen, Knight Rider interessiert mich einen absoluten Scheissdreck.)


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In der 26. Folge von Coldmirrors Fernsehsendung sollte Kaddi unter anderem den Typen nachmachen, der in der VW-Werbung "Das Auto" sagt. Hätte man mir diese Frage gestellt, hätte ich vermutlich gesagt: "Ich soll den Typen nachmachen? Okay. Also, los geht's. Hallo, Freunde des Films, willkommen zu DVDKritik, ..." Ja, in der Tat, Robert Hofmann von DVDKritik kann seine Stimme ganz anständig verstellen, was er in irgendeinem Video auf RoBSNToWN unter Beweis gestellt hat. Sein Kumpel hat bei der Stimmverstell-Challenge diesen Satz fallen lassen: "Und sag meiner Frau, dass ich sie liebe!" Robert antwortete mit "Ich sag deiner Frau, dass ich sie liebe." Seitdem denke ich bei VW-Werbung nicht mehr "Volkswagen. Das Auto." sondern "Volkswagen. Ich sag deiner Frau, dass ich sie liebe."


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Ihr könnt mich mal. Wenn ich mir in den Kopf gesetzt habe, ein Corsair Graphite 600T-Gehäuse vom Mund abzusparen, dann spare ich mir ein Corsair Graphite 600T-Gehäuse vom Mund ab. Da könnt ihr "Pizza" sagen, so oft ihr wollt. Oder Oreos.



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