Montag, 8. Juli 2013

Ars Lingua Perspectiva Runde vier, zum Abschluss.



OH MEIN GOTT! Ist euch etwas aufgefallen? Dieses hier ist die letzte Runde des Ars Lingua Perspectiva, die ich nachzureichen habe. Nach Onlinestellung dieses Beitrages habe ich die Sammlung komplettiert. Und das rechtzeitig vor dem NICHTS 2013. Dann kann es ja losgehen.

Bei dieser ALP-Runde habe ich mich zum Teil der Assoziationstechnik bedient, auch genannt Skyfall-Ende-Methode. Dabei schreibt man das auf, was einem als Erstes zu dem Begriff einfällt. Einige der Begriffe musste ich dann zwar wieder herausnehmen, aber nach einem zweiten Durchgang war das geklärt. Viel Spaß.



A wie Arche
Ist inzwischen archaisch.

B wie Butterbrot
Enthält mehr als nur Butter.

C wie Chitin
Ja, das auch.

D wie Drakon
Griechischer Drach(m)e.

E wie Eintagsfliege
Lebt jeden Tag, als wäre es ihr letzter.

F wie Finne
Reitet auf dem Rücken von Meeressäugern.

G wie Gene
Hackman.

H wie Hänsel
Wollnwanichbittegehensieweiter

I wie Inkozilianz
Gesundheit.

J wie Junker
Junger Kehrer, also ein Zivildienstleistender.

K wie Kanonenfutter
Tagesangebot: Gulasch.

L wie Langeweile
Gibt es nicht als Verniedlichung. (Ein langes Weilchen.)

M wie Münztelefon
Mit tragbaren Telefonen waren sie nicht mehr tragfähig.

N wie Niedertracht
Die Hose.

O wie Oll
Der Oll. Wenn es in einem Personenkreis zu viele Olivers gibt. Man kann nicht jeden Olli nennen. Der Oll.

P wie Phiole
So kann man Oliver auch nennen.

Q wie Quote
Zitat.

R wie Richter
Kalibrierer.

S wie Spam
Kommunikativer Lärm.

T wie Trunkenbold
Rudolf Rotnase.

U wie Ultra
Dschuntrav Ultra.

V wie Vermaledeit
Wer malt das? (mundart.: Ver male deit?)

W wie Waldwuffel
Von Hund bis Bär, der Mund wird schwer. Wenn Pfund nicht wär, der Grund wär leer.

X wie Xerxes
Macht ein X für ein U, der Ürys.

Y wie Yeti
Mischung aus Eisbär und Messner.

Z wie Zahnspange
Richard Kiel ist der Zahnspangenkönig


Also, wir sehen uns am 20. siebten.

Freitag, 5. Juli 2013

Automobile Warfare Pt. 2



(zehn Tage Schreibpause)

Der Shot ist also so im Film integriert worden, wie man es aus dem Trailer erwartet. OK, das ist ein erster Meilenstein, den der Film erfüllt hat. Man kann ja in einem Trailer zusammenschnippeln, was man will, wodurch eine Erwartungshaltung geschürt wird, die der Film dann nicht halten kann. In diesem Fall ist das nicht so.

Wie sieht es mit dem nächsten Meilenstein aus? Was ist mit Letty geschehen? Im vierten Teil wurde verdeutlicht, dass sie von Fenix erschossen wurde. (Mit der gleichen erzählerischen Technik, die uns Paul Smecker in The Boondock Saints gebracht hat. Hübsches Stilmittel.) Und tatsächlich hat Fenix einen Schuss abgegeben, nur dass er sich hier dazu entschieden hat, den Wagen in Brand zu setzen und eine Explosion auszulösen. Durch den physikalischen Schock hat Letty ihr Gedächtnis verloren und landete in einem Krankenhaus. Dort wurde sie von ihrem Auftraggeber, Arturo Braga, der auch den Mord angeordnet hat, aufgefunden. Er stellte fest, dass sie sich an nichts mehr erinnern kann. Damit fällt für ihn der Grund weg, sie umzubringen, da es dabei nur darum ging, keine Zeugen des eigentlichen Verbrechens zu hinterlassen. Da er sich zudem in dem vorherigen Job von ihren Fähigkeiten überzeugen konnte, fällt kurzerhand der Entschluss, sie weiterhin zu verwenden. Dadurch landete sie in der Crew von dem Typen, um den es in diesem Film hier geht.

Wenn nun jemand behauptet, man könne das anders und besser lösen, dann lege ich keinen Einspruch ein. Wenn jemand behauptet, man hätte Letty wiederbelebt, weil die Zuschauer sie wieder sehen wollten, dann lasse ich das auch durchgehen. Bei Han dürfte es schließlich genauso gewesen sein (darum brauchten wir auch drei Filme, um die Lücke zu Tokyo Drift zu schließen). Aber ich wiederum nehme mir das Recht heraus, zu behaupten: Das hätte man auch viel schlechter machen können. Beispiel Fenix: Er hat abgedrückt, weil er den Auftrag hatte, Letty zu töten. Nichts anderes hat er mit dem Schuss beabsichtigt. Man hat es also vermieden, im Nachhinein die Intentionen der Figur zu ändern. Beispiel Braga: Er sagte im vierten Teil (in welchem Letty mutmaßlich umgebracht wurde), dass es ihm nur ums Geschäft ginge. Zwischenmenschliche Dinge wie Wut oder Aggression spielen also keine Rolle, wenn er einen Mordauftrag vergibt. Darum versucht er auch nicht weiter, Letty zu töten, als sie ihr Gedächtnis verloren hat, sondern bewertet die Lage neu und kommt zum Schluss, dass sie ihnen tot weniger nützt als lebendig. Man ändert auch hier nicht im Nachhinein den Charakter. Ordentlich gemacht, insbesondere für das Genre.

Das alles erfahren wir etwas später. Brian muss sich mit besagtem Arturo Braga treffen, um das alles rauszufinden. Dieser sitzt immer noch im Knast, und da Brian selbst gesucht wird, muss er es riskieren, komplett aufzufliegen. So lässt er sich zum Schein in den Staaten von seinen ehemaligen Kollegen verhaften, und dann kommt es zur Braga-Szene. Somit gibt es ein weiteres Cross-Linking zwischen den Filmen. Braga ist nach wie vor der gleiche Charakter, und damit fügt sich die Letty-Erklärung nochmals harmonischer.

Wer die Vorgängerfilme nicht kennt, für den ergibt natürlich all das nicht den geringsten Sinn.

Wer die Vorgängerfilme nicht kennt, sollte sich überhaupt aus der ganzen Fast & Furious-Sache heraushalten. Es gibt Filmreihen, bei denen blickt man auch durch, wenn man bei den Vorgängern erhebliche Lücken hat. Ich hab Harry Potter Teil 6 im Kino gesehen und konnte mich nur an den zweiten Teil wirklich erinnern. Den ersten und dritten hab ich auch bereits gesehen, aber meine Erinnerungen waren bruchstückhaft. Dennoch hatte ich keine Probleme, dem Film zu folgen. In der Fast & Furious-Reihe ist das anders, weil man keinen durchgehend linearen Erzählstrang innerhalb der Reihe hat, und auch die Biografien der einzelnen Figuren sind bei weitem nicht vollständig. So wissen wir zum Beispiel immer noch nicht, wie Dom von Mexiko in die Dominikanische Republik gelangte. Oder wie er Han kennenlernte. Was ich damit sagen will: Wenn man die Vorgängerfilme nicht kennt, verliert man leicht den Überblick. Denn dann weiß man nicht, warum welche Figur wie handelt, und dann macht der Film automatisch weniger Spaß.

Und eine Sache noch: Bevor ihr euch jetzt durch die komplette Reihe kämpft, solltet ihr euch fragen, ob ihr euch für Autos interessiert. Diejenigen, die sich stark für das Thema interessieren, werden das bereits wissen, aber für alle anderen gebe ich mal ein paar Beispielfragen. Zunächst mal an diejenigen, die ein Auto besitzen: Könnt ihr sowohl Hersteller als auch Baureihe auf Anhieb korrekt nennen? Wisst ihr, in welchem Land dieser Hersteller beheimatet ist? (Wenn ihr Japan gesagt habt und sich herausstellt, dass die richtige Antwort Südkorea oder China gewesen wäre, lasse ich das mal gelten, denn so genau muss man es in dem Fall nun auch wieder nicht wissen.) Könnt ihr mit dem Begriff "Viertaktmotor" etwas anfangen? Könnt ihr "normale" Autos in die fünf traditionellen Klassen einordnen? (Diese sind: Kleinwagen, untere Mittelklasse, Mittelklasse, obere Mittelklasse, Oberklasse, daneben gibt es noch die Spezialsegmente Microcar, Geländewagen, Sportwagen, Van bzw. Transporter und luxuriöse Fahrzeuge vom Schlage eines Bentley oder Rolls-Royce, die noch über der Oberklasse anzusiedeln sind, weil die fast ausschließlich in Handarbeit gebaut werden.) Wenn euch diese Begriffe nichts sagen, dann ist das ein erster Hinweis darauf, dass das Thema Automobil euch eher weniger betrifft oder ihr gerade am Anfang eurer Beschäftigung mit dem Thema steht. Wenn euch Autos nicht interessieren, solltet ihr euch und allen Fans der Reihe einen Gefallen tun und das Thema Fast & Furious zu den Akten legen, denn alles Andere wäre für euch Zeitverschwendung. Die Reihe bedient in erster Linie ein Nischenpublikum, zu dem ich mich selbst hinzurechne. Und dieses Publikum ist gewillt, auch über die eine oder andere physikalische Unzulänglichkeit hinwegzusehen. Am häufigsten wird das auf eine der letzten Szenen in Fast & Furious 6 angewendet: Diese Szene spielt in der Nacht auf einem Militärflughafen, und auf der Landebahn findet eine Verfolgungsjagd statt. Daran sind mehrere Fahrzeuge beteiligt, ebenso ein Flugzeug, welches im Begriff ist, zu starten. Während der Szene wird nicht gewendet, die Beteiligten bewegen sich also geradeaus. Nimmt man die Erzählzeit und berücksichtigt man die ungefähre Geschwindigkeit, kommt man auf eine Länge der Startbahn von knapp 30 Meilen (bzw. 45 Kilometer). Wer glaubt, das dem Film ankreiden zu müssen, ist hier definitiv falsch, denn erstens wisst ihr sowieso nicht aus dem Kopf, wie lang eine militärische Landebahn ist, und zweitens ist die Reihe bekannt für gelegentliche Missverhältnisse zwischen Erzählzeit und erzählter Zeit. Im ersten Teil der Reihe sehen wir beispielsweise ein Dragsterrennen, von dem wir annehmen können, dass es ungefähr zehn Sekunden dauert. Im Film selbst wird daraus eine Minute. Das dürfte dem Dramatikbogen geschuldet sein, denn eine Actionszene, die nach zehn Sekunden vorbei ist, ist nicht spannend. Und hier gilt das Gleiche: Würde man dem Film für alles, was in der Szene passiert, tatsächlich nur die Zeit geben, die ein Großraumflugzeug zum Abheben braucht, wäre das ein Overkill und würde überhaupt nicht zum Film passen, denn dann wäre es nach spätestens einer Minute zu Ende. Ihr könnt euch ja mal ein Let's Play zum letzten Kapitel von Kane & Lynch: Dead Men ansehen. (FSK 18, PEGI 18) Wisst ihr was, da ihr eh zu faul dazu seid, suche ich für euch eins raus. Schaut euch dieses Video ab 7:20 an und seht, was man alles in so eine Phase hineinbringen kann.



Nicht viel.

Bei Star Wars hat man sich schließlich auch nicht darüber zu beschweren, dass es im Vakuum keine Geräusche gibt oder dass so ein Laserschwert physikalisch gesehen so gar keinen Sinn ergibt. Hier hat man eben nicht zu mosern, wenn ein Flugzeug es in einer Viertelstunde nicht gebacken kriegt, abzuheben.

Eigentlich wollte ich noch auf eine weitere Sache zu sprechen kommen, und zwar den Bereich Familie und Heimat, den man insbesondere bei den Torettos findet. Aber das ist genug Stoff für einen separaten Artikel.

Wenn ihr also den ewigen Kampf Dodge vs. Nissan so gerne seht wie ich und mit der im fünften Teil eingeläuteten anderen Gangart von Fast & Furious klarkommt und vor allem sehen wollt, wie die Lücke zum dritten Teil der Serie geschlossen wird, dann schaltet ein. Wenn nicht, dann lasst uns unseren Spaß.



Mittwoch, 3. Juli 2013

Automobile Warfare Pt. 1

SPOILERWARNUNG FÜR FAST & FURIOUS 6






Der fünfte Teil der Fast & Furious-Reihe bewirkte, dass die Charaktere aus den Vorgängerfilmen zusammenfanden. Das war notwendig, da sich auf Grund der Besetzungsschwierigkeiten beim zweiten und dritten Film ein Flickenteppich aus Handlungssträngen anbahnte, der den Hauptfiguren ein immer größeres Netz an Kontakten gab. Entsprechend final war die Stimmung, und so wirkte es auch, als der Abspann lief und von allen Charakteren die entsprechenden Handlungsschnipsel aus den Vorgängerfilmen abgespielt wurden. Wäre da nicht diese Szene gewesen ... Hobbs bekommt ein Fahndungsfoto, auf welchem Letty abgebildet ist, die als tot gilt. Dieser Cliffhanger bildet die Rechtfertigung, einen weiteren Film zu drehen, da das Universum eben doch nicht abgeschlossen ist. Um genau diesen Fakt, das Wiederauftauchen von Letty, ist der sechste Film konstruiert.

Wie soll man das bewerten? Ich als eingefleischter F&F-Jünger habe zum Einen die Erwartung, dass diese Entwicklung nicht so lahmarschig erklärt wird, wie man vermuten könnte. (Bei Crank 2 wurde beispielsweise ein Schauspieler wieder ins Boot geholt, dessen Rolle im ersten Film starb. Dieser Schauspieler verkörperte nun dessen Zwillingsbruder, der auf Rache aus ist.) Zum Anderen sind die F&F-Filme nicht für die größte erzählerische Tiefe bekannt. Es bestand also das ernstzunehmende Risiko, dass diese Umsetzung unbefriedigend ausfällt und damit den ganzen Film überschattet.

Ein weiterer Punkt ist, dass die Filme der Reihe mit der Zeit immer abgefahrener wurden. Ging es im ersten Teil noch um gewöhnliche Straßenrennen und ein paar geklaute Videorecorder, kam es im zweiten Teil bereits zum Ausheben eines Kartells. Im dritten legte man sich mit der Yakuza an, beim vierten wurde eine mexikanische Drogenorganisation plattgemacht und im fünften wurden mal eben hundert Millionen Dollar gestohlen. Beim fünften Teil stellte sich der Effekt ein, dass es jetzt aber auch mal gut sei und die Entfernung zur Liebe zu den Karren, die gefahren werden, bereits deutlich gewachsen ist, so dass man den Vorwurf erheben könnte, dass sich die Reihe zu weit vom Ursprung entfernt habe.

Von Sir Donnerbold las ich bei Twitter eine Bemerkung, die ihr hier nachlesen könnt. Zwar ist der Regisseur des sechsten Teils der gleiche wie seit dem dritten, allerdings ist die Aussage angesichts der oben genannten Zweifel berechtigt. Außerdem lässt die Behauptung, die Sir Donnerbold dem Justin Lin unterstellte/nachwies/whatever, vermuten, dass der Film den Weg zurück zu den Wurzeln weisen würde. Eine Vermutung, die ebenso berechtigt wie kühn ist.


Kurzum, der Film hatte viele Erwartungen meinerseits, und die Erfüllbarkeit war eine große Unbekannte. An solchen Sachen ist der fünfte Teil von Stirb langsam massiv krachen gegangen.


Dann hab ich ihn gesehen.

Welche kurze Bewertung kann ich vor dem Haupttext geben? Hat der Film den Erwartungen standgehalten? Im Großen und Ganzen ja. Ich würde sagen, er hat meinen Erwartungen zu 75 Prozent entsprochen. 25 Prozent wären Stirb langsam fünf und hundert Prozent wären das, was ich mir von The Lone Ranger erhoffe.


Der Film knüpft nahtlos an den Vorgänger an. Ein Dodge Challenger und ein Nissan GT-R fahren durch Serpentinen. An den Lenkrädern Dom und Brian. Zumindest denkt man, dass es nahtlos ist, denn im Vorgänger setzen sie zu einem solchen Rennen an. In Wirklichkeit sind mehrere Monate vergangen, denn sie fahren zur Entbindung von Mia, Doms Schwester. Am Ende des fünften Teils war sie noch nicht in der Klinik, sie war einfach so schwanger. Später, als wir Mia, Brian und ihren Sohn Jack sehen, fällt die Bemerkung, dass sie zwar alles haben, nur eben kein Zuhause. Das ist der Ansatz, der mit "Zurück zu den Wurzeln" gegeben wird: Die Geschehnisse der vergangenen Filme haben dazu geführt, dass die Charaktere nicht mehr in die USA zurückkehren können, ohne ins Gefängnis zu kommen. Dom geht es ähnlich, und er kann nicht nur nicht zurück, sondern er hat darüber hinaus Letty verloren. Da Hobbs nun wieder auftaucht und ein Foto von Letty mitbringt (und ihn demzufolge nicht einbuchten will), muss Klarheit ran.

Die anderen Mitglieder des Teams sind auf der Welt verstreut und genießen den Reichtum, den sie im fünften Teil gewonnen haben. Da Hobbs eine aggressive Verbrechercrew stellen will (und zwar die, zu der Letty zu gehören scheint), will er das komplette Team von Dom und Brian, die ihm dabei helfen sollen. Tego Calderón und Don Omar sind dieses Mal nicht dabei (wahrscheinlich, weil sie keiner findet) und damit fehlt das dynamische Duo, welches sich dauernd gegenseitig piesackt. Könnte man denken. Denn diese Rolle wird nunmehr von Roman Pearce (Tyrese) und Tej (Ludacris) übernommen. Was auch gut funktioniert, schließlich ist Roman immer noch ein Plappermaul und hat, obgleich mehrfacher Millionär, immer noch nicht seinen früheren kriminellen Habitus abgelegt. Will sagen, er nimmt sich beim Essen immer noch stets das erste Stück und packt sich noch eine zweite Getränkedose in die Hose, wenn sie aufs Haus gehen. Sein dahingehender Part wurde im Vergleich zu den Vorgängern ein wenig ausgebaut.

Der Gegenspieler ist dieses Mal ein Exsoldat, der nun Militärkonvois überfällt, um sich eine Gerätschaft zusammenzubauen, mit der man die Kommunikation eines Landes 24 Stunden lang lahmlegen kann. Diese Möglichkeit will er meistbietend verkaufen. Sein charakterliches Profil ... im Ernst jetzt, erwartet ihr so etwas wirklich? Ihr hattet fünf Filme und zwölf Jahre Zeit, euch davon zu überzeugen, dass das eine untergeordnete Rolle spielt. Irgend ein Kerl eben, der irgendein Motto in seinen Einsätzen gebraucht. Und hochspezialisierte Technik. Als er das erste Mal im Film verfolgt wird, kleben drei BMW M5 an ihm dran. Alle werden mit einem Mikro-Kontrollsystem beschossen, welches man mit den ESD-Launchern aus dem zweiten Teil vergleichen könnte. Die technische Versiertheit seiner Crew bemerkt man daran, dass die Gerätschaften, die an den Fahrzeugen hängen und diese lahmlegen, nunmehr deutlich kleiner sind als die ESD-Geschosse. Und wie bei diesen gelingt es Brian, sie vom Fahrzeug wieder zu entfernen, bevor sie aktiviert werden können. (Die anderen beiden Autos mit Tej und Rome an den Steuern schaffen es nicht.)

Am Ende dieser Verfolgungsjagd stehen sich Dom und Letty gegenüber. Und eine Einstellung erscheint, die wir aus den Trailern kennen: Letty feuert ihre Waffe ab. Auf Dom. Damit ist das der Moment der Spannung. Ich hatte vom Trailer die Erwartung, dass dieser Shot eine zentrale Frage aufwirft, und zwar, wie es zu der Entfremdung kam.



(zehn Tage Schreibpause)