Montag, 30. September 2013

Stopp



Um es kurz und schmerzlos zu machen: Dieser Blog wird eine Auszeit von unbestimmter Länge einnehmen.

Momentan ist es so, dass mir die Ideen ausgehen. Ich könnte Filmreviews posten, aber die werden immer so lang und zusammengewürfelt, dass sie sich keiner durchliest. Auf Halde hab ich auch fast keine Texte, und von irgendwelchen Artikelreihen abgesehen, weiß ich nicht, was ich schreiben sollte, was auch irgendeine Bedeutung hat. Sich über die Verwendung oder Bedeutung oder den kakophonen Klang eines einzelnen Wortes auszulassen wäre ein Beispiel für solch einen unsinnigen Text.

Hinzu kommt, dass dieser Blog im Großen und Ganzen seinen ursprünglichen Zweck erfüllt hat. Es ging darum, Webspace zu kriegen für Erklärungen von Samplerprojekten. Es gibt noch ein einziges derartiges Projekt, und wenn ich die Playlist zu einem Ende bringe, dann kann man auch dieses als abgeschlossen betrachten. Neue Sampler werde ich wohl nicht anfangen. Ich hatte die Idee, ein Mixtape für Katikuersch zu erstellen, aber … nein.

Was sind die anderen Artikelreihen? Die Skizzenfestival Diaries. Auch genannt der Nichts-TÄG (zumindest in der 2013-Edition). Ihr merkt es, ich merke es, es ist wirklich schwer, sich noch mal hinzusetzen und das alles einzutippen. Das führt zu einem Beschluss: Für dieses Jahr geht noch alles online, aber das nächste Jahr wird auf diesem Blog nicht dokumentiert werden. Es kann sein, dass ich aus Gewohnheit (und weil ich mich so besser erinnern kann) nächstes Jahr mitschreibe, aber da ich genau weiß, dass das außer mir ohnehin nur einen einzigen Menschen interessiert (hallo Wiebke), kann ich ihr das auch so als Kopie mitgeben, wenn sie danach fragt.

Andere Texte? Die Review für Django Unchained. Die kommt auch noch, aber das wird auch so ein Monstertext werden. Die „Was wäre wenn …“-Rubrik hatte ich mal nach einer fixen Idee erstellt, und die Idee, die im Moment dahinter steckt, ist dermaßen umfangreich, dass ich ihr nicht gerecht werde. Erwähnen sollte ich noch den „Fische im Weltraum“-Workshop. Den hatte ich vom letzten Jahr im Hinterkopf behalten. Vor kurzem habe ich mein Skizzenbuch von damals wieder rausgekramt, um mich wieder in die Idee zu vertiefen, und ich stellte fest: Alles, was ich da noch rausholen kann, sind Zeichnungen. Es lohnt sich nicht, die Gedanken weiter zu vertiefen, da das Wichtige bereits gelegt ist. Hinzufügen lassen sich nur unnötige Details. Damit lasse ich auch dieses Projekt fallen.

Den größten Einwand aber habe ich wegen einer anderen Sache: Ich werde demnächst einen Youtube-Kanal betreiben. Dieser wird sich in erster Linie mit Gaming beschäftigen, insbesondere mit Rennspielen. Und da habe ich dann einfach nicht mehr die Zeit, großartig Gehirnschmalz in einen intelligenten Blog zu stecken. Vor allem nicht, wenn keiner das liest. Es wird zu diesem Youtube-Kanal die Notwendigkeit geben, nebenbei Webspace für Texte zu haben, aber ich halte es für besser, extra einen Blog dafür einzurichten, anstatt hier die „Altlasten“ umherzuschleppen.

Was wird also noch alles kommen? Der Nichts-TÄG kommt noch, das Interior Separates-Projekt wird ordnungsgemäß abgeschlossen, und irgendwann reiche ich die Kritik zu Django Unchained nach. Vielleicht belebe ich ihn irgendwann wieder, vielleicht aber auch nicht.

Bis auf weiteres war es das.

Samstag, 31. August 2013

"Ihr" bezieht sich NICHT auf den Leser



Hab dich nicht so, sagen sie. Wird doch schon wieder. Haben andere auch schon erlebt und geschafft und die Zähne zusammengebissen. Sagen sie. Denn sie wissen nichts.

Wenn man in einem Zustand gefangen ist, aus dem man mit den eigenen Kräften nicht herauskann, misinterpretieren sie dies als vorübergehende Fehlstimmung. Denken sie. Nun, solch eine ist vielleicht nicht bejammernswürdig. Was für einen einzelnen Menschen ein kurzzeitiger Schaden ist, und was sein System als solches angreift, das ist bei vielen Leuten gleich. Aber nicht bei allen. Für den einen ist eine Sache harmlos, an einem Nachmittag ausgestanden. Für den anderen steht jahrelange Verarbeitung an. Wissen sie nicht. Sie sagen: "Hab dich nicht so", wenn man eine Limerenz hat. Denn sie kennen es nicht. Sie wissen nicht, was dieser Zustand bedeutet. Sie denken, sie wüssten, was das ist, dabei wissen sie gar nichts. Sie sagen: Andere Mütter haben auch schöne Töchter. So ein Spruch funktioniert in so einem Zustand nicht. Funktioniert erst, wenn man da wieder raus ist. Und dann braucht man ihn eh nicht mehr.

Andere sind doch auch gesprächig. Sagen sie. Zu Autisten und Aspergern. Man müsse nicht wegen jeder Kleinigkeit zum Arzt rennen, sagen sie. Sie glauben, Autismus sei ein leichter Knacks, so wie jeder irgendeinen Tick hat. Sie wissen nicht, dass so etwas die geistige Struktur eines Menschen radikal verändert. Es geht dabei nicht darum, dass ein Arzt einen heilt. Es geht darum, dass man an der Welt nicht kaputtgeht.

Ist doch nur Spaß, den wir machen, nun hab dich mal nicht so. Sagen sie. Wenn sie über jemanden herzogen. Schon wieder. Denn sie wissen nicht, dass das, was ihrer oberflächlichen Meinung nach einen Spaß darstellt, für den anderen ein Dauerangriff ist. Und sie sind unbelehrbar. Und informieren sich nicht. Information ist ihnen egal. Wäre sie es nicht, hätten sie sich daran erinnert, welche tödlichen Folgen derlei Gehabe haben kann. Columbine. Erfurt. Emsdetten. Virginia Tech. Winnenden. Sandy Hook.

Hab dich nicht so. Sagen sie.



WISST IHR WER SICH MAL NICHT SO HABEN SOLL? IHR!

Ihr könnt euch mal zur Abwechslung nicht so haben! Denn IHR stellt euch wirklich so an, als wärt ihr die letzten Schwächlinge! Ihr sagt: Oh, es ist so heiß draußen, ist das nicht unerträglich? Schnauze! Eure Beschwerden über die derzeitige Wetterlage bringen auch keine Veränderung. Und ich renne draußen mit einer Jacke rum, wann immer ich das will. Auch bei solchem Wetter. Und mir ist das scheissegal. Habt ihr verlernt, mit Schweiß umzugehen? Ist ja nicht so, als hättet ihr einen mehrere Kilometer langen Lauf hinter euch. Ihr Vollidioten!

IHR könnt euch mal nicht so haben, wenn ihr sagt: Mimimi, in meiner Schlummerkiste ist schon seit drei Wochen nichts gelaufen. Ihr erhaltet die Frage, ob ihr für eine Million Euro für ein Jahr lang aufs Vögeln verzichten würdet. Und ihr lehnt ab, ohne zu zögern. Weil ihr glaubt, dass mehr als wenige Wochen nicht machbar seien. Anstatt zu sagen: Wo ist mein Geld? Ihr wisst nicht mal, wie es ist, so einen Zustand monatelang zu überdauern. Dummköpfe.

Ihr könnt euch mal nicht so haben, wenn eure Dummheit an uns abprallt und euch überrollt. Sei es, weil ihr euch mit eurem Gehabe isoliert habt und in ein graues Leben dreht. Sei es, weil die einzige Unerträglichkeit nicht in euren Mündern liegt, sondern um diese herum. Und man zurückschlägt.
Im Ernst, haltet die Klappe, ihr Schwachköpfe. Und wenn ihr uns immer noch volllabern wollt, bringen wir euch zum Schweigen. Sei es, indem wir euch nicht zuhören, auch wenn ihr ertrinkt, sei es, indem wir eure Stimme entführen und wegsperren. Sei es, weil das, was ihr tut, innerhalb kürzester Zeit euch widerfährt. Und euch für immer verändert.



Also habt IHR euch mal gefälligst nicht so. Wir tun es selbst schon lange nicht mehr.

Montag, 12. August 2013

mehr Sedimente



Der hat da wieder reingepasst, das muss man sich vorstellen. Weil er zu faul war, was zu essen, hat der abgenommen und zu seiner goldenen Hochzeit, also zum fünfzigsten Hochzeitstag, passte der wieder in seinen Anzug von damals. Ich hab das nicht geglaubt, nicht mal, als ich ihn mit eigenen Augen gesehen habe, ich hab mich erst vom Gegenteil überzeugen lassen, als ich ihm den originalen Quittungsbeleg aus der Innentasche geklaut habe.
(vorzulesen mit einer Stimme ähnlich zu Dieter Hildebrandt oder Piet Klocke)


-- CUT --


Bin um acht aufgestanden. Wollte eigentlich noch mindestens zwei Stunden weiterschlafen, aber das hab ich abgesagt. Weil ich keine Lust mehr habe, weiterhin von Verwandten zu träumen, die sich danebenbenehmen. Das sah also so aus: Wir gingen ins Kino, und der namentlich nicht erwähnte Verwandte, auch sonst eine Labertasche, hat es nicht fertiggebracht, seinen Mund zuzukriegen. Was ja im Kino gar nicht mal so gut ist. Er hat wirklich die ganze Zeit gesabbelt, und man selbst kriegt nichts von der Handlung mit (war irgend so ein Weltraum-Schurken-Ich-bin-böse-und-habe-Übertechnologie-Film, aber nicht Iron Sky). Das hat dann dazu geführt, dass einige andere Besucher entnervt den Saal verlassen haben (wodurch in den hinteren Reihen sehr viele Auswahlmöglichkeiten frei wurden) und sogar der Film unterbrochen wurde, damit das Personal eine Verwarnung aussprechen konnte. Dann ging es weiter, er saß dann irgendwie woanders, hat aber immer noch weitergequatscht. Irgendwann dachte ich mir dann so: „Schluss jetzt!“ Bin dann nach oben zu ihm gegangen und hab ihm den Mund zugehalten. Dennoch brachte er es fertig, nach wie vor eine beträchtliche Geräuschkulisse aufzubauen. Darum brachte ich ihn nach draußen, die Hand immer noch auf dem Mund. Draußen fiel er mir dann aber auf der Treppe aus der Hand und stürzte nach unten. Ich so: „Nein!“ Denn er stand auch nicht mehr auf und wurde nicht mehr wach. Aber zum Glück kam er mit einer Gehirnerschütterung davon. Und ich damit, dass ich einen Film verpasst habe, der mich im Nachhinein eh nicht mehr interessierte.

Auf so n Scheiss hab ich keine Lust. Das bisschen Schlaf kann ich auch mittags nachholen. Aufgestanden, aus dem Fenster geschaut: „Ah, Suppe.“ (Asterix - Sieg über Cäsar) Nebel ohne Ende. Die Nachbarhäuser aber noch in Sichtweite. Gut für das Ausprobieren des Feldstechers. Nachbarn beobachten. Sie sitzen in der Küche, nein im Wohnzimmer. (29. Oktober 2011)

-- ZWISCHENNOTIZ --
Diese beiden Cuts beziehen sich zufälligerweise auf die gleiche Person, aber ich sage nicht, welche.


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Der körperlichen Ertüchtigung gebe ich mich wohl hin, allein der Bauch wird nur langsam ausgeatmet. Wenn der ihm innewohnende Vorrat für Hungerzeiten vorsätzlich aufgebraucht wird. Und so ein Vorrat ward angelegt, um die strengsten Winter Sibiriens auszuharren. So muss die Werbung die um des Weibes willen geschieht, noch einige Monde in der Schlange stehen. Dies strapaziert die Geduld bis an ihre Lastgrenzen.
(Vorbild Jochen Malmsheimer)


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Oh ja, das ist lustig. Auf der Wallpaperseite meines Vertrauens (naja, wie man es eben sieht) war ein Hintergrund verfügbar, auf dem stand drauf: Gaming is not a crime. Und direkt daneben ein Wallpaper zu L.A. Noire mit einer Leiche.


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Shrimpsss fragte uns: „Was ist das Romantischste, was man dir sagen könnte?“ (Ich würde einen bestimmten Tweet von coldmirror entgegnen.) AnnaLoewenherz antwortete: „Wurde mir schon. Von Cookie. Aber er war dabei betrunken. Hm.“ Und ich dachte WAS? Cookie? Der Drogendealer aus RockNRolla?


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Statement: Ich will keine Kinder.
(hier aufgeregtes Gegacker bis Gekreische von eventuellen Zuhörern einfügen)
Manch einer kann sich solcherlei nicht vorstellen. Manch einer fragt etwas, was mit den Sozialsystemen zusammenhängt und all so ein Zeug. Dem entgegne ich: Du hast keine Ahnung von dem Lebensentwurf, den ich mir machte. Natürlich könnte ich diesen für dich hier und jetzt skizzieren. Aber das werde ich nicht tun. Denn obgleich er für mich so selbstverständlich erscheint, dass er mich fast schon langweilt, ist er offenbar für jeden anderen Menschen auf diesem Planeten so fernab von rationaler Denkweise, dass ich es vorziehe, darüber restlos zu schweigen und dementsprechend auf weitere Kommentare eurerseits zu verzichten.
(im Hintergrund darf beim Lesen gerne Ataraxia von Team Sleep laufen)


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Welchen tiefsinnigeren Sinn haben Salamischeiben? Und in welchen historischen Zusammenhang stehen sie mit Napoleons Niederlage bei Waterloo?
(gefragt von Maxebowsky)
Ich bin gestern bei Nacht kopfüber mit einem getunten Pickup über das Las Vegas der 90er geflogen. Im Hintergrund lief Spiel mir das Lied von der Trance und dann Somebody to Love von Jefferson Airplane. Und dann hab ich versucht, den Mond abzuknallen.


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Sollte ich mir Sorgen machen, wenn ich nachts davon träume, dass irgendwer auf einem Bauzaun ein Lied spielt, und weitere machen es ihm nach und die Melodie erinnert an einen Teil von Faithless - We come 1 und entdecke viel später eine Notiz auf meinem Schreibtisch, auf der, kaum zu entziffernd, draufsteht „MM bei Mäcces | Musik für Melonen“, eine Nachricht, die ich nach dem Traum halbwach mit einem Bleistift dort hingekritzelt habe? Nö, ist komplett normal.

Kurz nach dem Aufwachen ergibt der Traum noch einen perfekten Sinn, weil die Informationsfilter noch nicht hochfuhren, wenn man dann aber erst einmal vollständig den Schlaf hinter sich ließ, ist das nur eine wirre Ansammlung von kaum nachzuvollziehenden Dingen. Im Grunde genommen eine Art Drogenwirkung. Mit dem Vorteil, dass ich hier wenigstens noch weiß, wo die Melonen herkommen.


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Um einen mutmaßlichen Vexierreim mit Mais zu illustrieren, habe ich auf die Rückseite einer missglückten Überweisung Jauche geschrieben.


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Ich bin manchmal sehr froh darüber, dass ich wegen meines Abstinenzlerdaseins niemals betrunken sein kann. Das hütet mich davor, Artikel zu schreiben, die als Überschrift diesen Satz vorweisen können: Keine Ergebnisse für "knight rider interessiert mich einen absoluten scheissdreck" gefunden. (Andernfalls müsste ich mich über die langweiligen kulturellen Rezeptionen im Bereich des Automobils auskotzen. Ungelogen, Knight Rider interessiert mich einen absoluten Scheissdreck.)


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In der 26. Folge von Coldmirrors Fernsehsendung sollte Kaddi unter anderem den Typen nachmachen, der in der VW-Werbung "Das Auto" sagt. Hätte man mir diese Frage gestellt, hätte ich vermutlich gesagt: "Ich soll den Typen nachmachen? Okay. Also, los geht's. Hallo, Freunde des Films, willkommen zu DVDKritik, ..." Ja, in der Tat, Robert Hofmann von DVDKritik kann seine Stimme ganz anständig verstellen, was er in irgendeinem Video auf RoBSNToWN unter Beweis gestellt hat. Sein Kumpel hat bei der Stimmverstell-Challenge diesen Satz fallen lassen: "Und sag meiner Frau, dass ich sie liebe!" Robert antwortete mit "Ich sag deiner Frau, dass ich sie liebe." Seitdem denke ich bei VW-Werbung nicht mehr "Volkswagen. Das Auto." sondern "Volkswagen. Ich sag deiner Frau, dass ich sie liebe."


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Ihr könnt mich mal. Wenn ich mir in den Kopf gesetzt habe, ein Corsair Graphite 600T-Gehäuse vom Mund abzusparen, dann spare ich mir ein Corsair Graphite 600T-Gehäuse vom Mund ab. Da könnt ihr "Pizza" sagen, so oft ihr wollt. Oder Oreos.



Freitag, 9. August 2013

Einen fünften Teil hat es nie gegeben



Bei gofeminin gelesen: Die zehn wahren Gründe, warum Männer Schluss machen. Neben anderen, wie zum Beispiel "Sie ist zu stark behaart" oder "Sie ist zu unpünktlich" (ohne Witz) war einer davon: Es gibt eine andere Frau. Hm, okay, das ist in der Tat ein Trennungsgrund. Richtig mies fühlt man sich aber, wenn SIE diejenige Person ist, die diese Frau angeschleppt hat. Und sie daher mit einem nicht mehr zusammen sein will. Dann ist Aufbauarbeit nötig, unter Kumpels. Ich stelle mir den Anruf vor.

*Kumpelruftan*

Wasn los bei euch?

Meine Beziehung ist zuende.

Hä? Wieso?

Es gibt eine andere Frau.

Alter, das ist echt scheisse von dir. Finde ich nicht gut.

Nein nein, ich bin nicht derjenige, der mit dieser Frau angebandelt ist.

Oh. OOH! Alter, das ist ja mal voll mies von der Alten. Alter, ich glaub ich muss dich aufbauen.


Und dann gehen sie los, leihen sich alle vier Teile von Stirb langsam aus, bestellen sich Pizza mit extra Schinken und Pepperoni und besorgen sich einen Kasten Bier. Und am nächsten Morgen ist die Welt wieder ein kleines bisschen besser.


Donnerstag, 8. August 2013

Vlogschrott



IchweißichmusswasmachenabertummirleidichhabVerpflichtungen. Innerhalb der nächsten Zeit steht ein Umzug an und eine neue Einschreibung. Parallel dazu will ein gewisser Wochenendtrip nach Köln vorbereitet werden, kurzum, nicht böse sein, wenn hier dieses Jahr ein schwacher August stattfindet. Mir ist bewusst, dass vor anderthalb Wochen NICHTS zu Ende ging und meine Auswertung ansteht. Die kommt auch. Versprochen.

Falls es jemand nicht mitbekommen haben sollte: Die Texte zum NICHTS, welches dieses Jahr die Stelle des Skizzenfestivals einnahm, werden wahrscheinlich kürzer. Dies ist eine Folge der geänderten Schreibmethode. Zum einen kommt mir das entgegen, weil der Schreibaufwand für mich geringer wird, zum anderen hat das aber seine Berechtigung dahingehend, dass die bisherigen Texte kaum Resonanz erhielten. Am häufigsten wurden der siebte und der vierte Teil aus dem Jahr 2010 angeklickt, mit 37 respektive 34 Aufrufen. Aus dem Jahr haben alle Texte die zweistellige Klickmarke erreicht, was ich ihrem kompakten Zusammenkommen zurechne. Am seltensten wurden zwei Texte aus 2011 gelesen, jeweils dreimal. Von den Texten der letzten zwei Jahre wurden sieben mindestens zehnmal aufgerufen, von insgesamt 21. Und ich sehe nicht mehr die Rechtfertigung, halbe Romane abzuschreiben, die dann keiner liest. Darum wird es hier etwas knapper ausfallen.

Nun weiß ich noch nicht, wann der erste Text online geht. Um die Zeit nicht allzu lang werden zu lassen, kommen im Anschluss noch zwei Sachen, eins ist eine kleine Beobachtung, das andere eine Collage.

Eine weitere Sache, die mir im Kopf herumgeistert, ist die Frage, ob ich nun zum Klassentreffen gehen sollte, welches dieses Jahr stattfindet. Einerseits würde die Gesellschaft einiger Leute, die dort antanzen, nicht ablehnen, andererseits gibt es auch zwischenmenschliche Schwierigkeiten. Die Hälfte der Leute unseres Jahrgangs ist mir komplett egal, einige ausgesuchte Individuen können von mir aus auch hingehen, wo der Seetang wächst. Nicht zuletzt liegen meine Hauptbedenken in einem speziellen Problem: Ich habe in den letzten zweieinhalb Jahren strikt die Maxime verfolgt, nichts zu tun, was die Geschichte wieder aufreißen könnte, die hier beendet wurde. Und es scheint mir zweifelhaft, ob sich ein erneutes Debakel verhindern lässt, während ich dort auftauche. Zumal sich an genau der Stelle diejenigen Personen versammeln, die diese Geschichte nicht das Geringste angeht. Allerdings soll auch meine Lieblingsbanknachbarin erscheinen. Hm, alles so verwirrend ...