Samstag, 30. Juli 2011

The Skizzenfestival Diaries - Es geht weiter.

Tjaaaa, beim letzten Post war noch nicht klar, ob ich dieses Jahr beim Skizzenfestival wieder mitschreibe. Jetzt ist das Festival vorbei, und ich kann sagen: Ich habe. Das hat sich ergeben, nicht zuletzt, weil ich dieses Jahr mit einer besseren Ausrüstung angetreten bin, also nicht mehr mit der Zettelwirtschaft im Klemmbrett, wie das letztes Jahr der Fall war, sondern mit einem vollwertigen Vorjahres-Skizzenbuch, dass ich mit bei der Vernissage letztes Jahr gekauft hab. Beim Mitschreiben Ähnliches, da hab ich mein altes Laborbuch herausgekramt. Das hab ich nur in den ersten beiden Semestern gebraucht, danach hab ich es eingesetzt als Ideenkollekte für das Interior Separates-Projekt, insbesondere was die damit verknüpfte Filmhandlung angeht.

Allgemein lässt sich sagen: Es war klitschnass draußen. Nur an zwei Tagen hat es nicht geregnet. Einige alte Gesichter waren dabei, einige waren es nicht, einige sind dazugekommen. Und diesmal hab ich an jedem Tag mitgeschrieben und keinen ausgelassen. Denn vom letzten Jahr fehlt einer, und dann ausgerechnet derjenige, an dem es am meisten zu lachen gab. Darauf wurde dieses Jahr mehrfach Bezug genommen.
Was auch blöd war: Ich konnte wieder nicht am gesamten Festival teilnehmen. Letztes Jahr fehlten die ersten drei Tage, dieses Jahr waren es die ersten zwei. Das Ironische daran ist, dass es genau der gleiche Grund war: die Klausur zur Vorlesung Physikalische Chemie Teil 3. Es ging um Quantenphysik. Aber eins kündige ich gleich an: Nächstes Jahr lass ich mich nicht von so etwas verschaukeln. Da kann kommen was will, ich nehme über die komplette Dauer teil. Nicht zuletzt, um überhaupt mal die Eröffnung zu sehen.

Was lässt sich noch sagen? Ich weiß gerade nicht, inwiefern die Beschreibungen ausschweifender oder minimalistischer werden oder ob es gleichbleibt, aber ich hab mir gerade noch mal die erste halbe Seite durchgelesen, und die müsste gefühlt eigentlich doppelt so lang sein. Daher ergänze ich das noch ein wenig. Und ein wenig professioneller sollte der Schriebs auch sein, schließlich ist meine Zeit, in der ich in blogspot war, zwischendurch um dreihundert Prozent gewachsen.

An das Abschreiben werde ich mich morgen machen, ebenso an das Aufschreiben des letzten Tages (30.7.) und dem, was danach kam (denn für mich ist nach dem 30.7. noch nicht notwendigerweise Schluss) und des Epiloges, der diesmal nicht die Geschehnisse nach der Kulturschmiede beinhaltet, sondern wieder mal eine Art Kunstbetrachtung beziehungsweise eine Betrachtung auf den Kunstbegriff, wie sie hier schon bisweilen auftauchten.

Montag, 18. Juli 2011

Handlung

Nachdem ich die Leute hier bereits mit dem Filmprojekt besprochen habe (dieser Nebensatz ist übrigens grammatisch völlig einwandfrei), könnte es den einen oder anderen nerven, bezüglich der Handlung immer noch im Dunkeln zu tappen. Also:

Im ersten Teil geht es darum, wie zwei Leute sich einen luxuriöseren Lebensstil besorgen, indem sie in Häuser einziehen, die zu diesem Zeitpunkt anderen Leuten gehören, die dort aber derzeit nicht leben, sei es, weil es sich dabei um deren Ferienresidenz handelt, sei es, weil sie mehrere Wohnungen besitzen oder sie gerade verreist sind. Darüber hinaus besorgen sie sich ab und zu einen neuen Wagen, entsprechend der Situation mindestens ein Modell aus der oberen Mittelklasse. Nebenbei haben sie auch einen regulären Wohnsitz in einer nicht ganz so guten Gegend und reguläre Jobs, also so wie in The Town, an den das ja angelehnt sein soll. Dabei bewegen sie sich im US-Bundesstaat Vermont, der sich im Norden an der Ostküste befindet. Den Bundesstaat hab ich gewählt, weil es einer der wenigen Staaten ist, in denen es keine Todesstrafe gibt und in denen man Schusswaffen offen tragen darf. Denn dass deren Vorgehen nicht unbedingt erwünscht ist, wissen die beiden. Und im Notfall will man nicht erst abwägen müssen, ob man die letzte Impfung riskieren muss.
Irgendwann wird es ihnen in Vermont dann aber doch zu heiß (vermutlich weil sie zu viele Karren geklaut haben; natürlich reinigen sie die Fahrzeuge akribisch, bevor sie die zurücklassen), so dass sie nach New Mexico reisen (mit Fahrzeugen, die ihnen gehören, ich dachte da an einen 59er El Camino oder einen 57er Cadillac) und von dort aus weiter reisen nach Kalifornien (wo es allerdings die Todesstrafe noch gibt). Ich bin mir momentan noch nicht sicher, ob sie es wirklich bis nach Kalifornien schaffen, denn mittendrin begegnen sie dem Antagonisten und dann überschlägt sich alles und die zwei müssen notgedrungen zur Selbstverteidigung ihre Schusswaffen einsetzen. Wie das verknüpft werden soll, weiß ich momentan noch nicht hundertprozentig, aber die Idee, dass ihre Vergangenheit (vor den Geschehnissen im Film) sie einholt, ist bekloppt. Zu ausgelutscht. Zu trivial. Ich brauche etwas, das realistisch ist. Die momentane Idee lautet, dass sie irgendwann im Film aus Versehen ein Fahrzeug stehlen, welches von der DEA überwacht wird, also von der Drogenfahndung. Das macht Sinn, da New Mexico ja in der Nähe von … aber damit bekräftige ich zurzeit nur unnötig Klischees. Das erklärende Detail nehme ich nur rein, wenn es wirklich belegbar ist. Und wenn nicht: Es gibt haufenweise andere Behörden, die irgendwelche überwachenden Tätigkeiten wahrnehmen können. Möglich ist auch, dass sie den Wagen von jemandem stehlen und der dann zufällig gerade vor Ort ist und sie den notgedrungen mitnehmen und dann irgendwo aussetzen müssen, mit 50 Dollar und einer Flasche Wasser und einem ziemlichen Fußmarsch bis zum nächsten Telefon. Und dass der dann ein Anwalt oder ein Cop oder etwas in der Richtung ist. Jedenfalls eskaliert die Situation dann am Ende. Es wird auch schwierig werden, von den Längen her die Balance zu halten zwischen dem Abschnitt, in dem es um die Hausbesetzungen geht, und dem Teil, in welchem alles aus dem Ruder läuft und ihre einstudierten Backupsysteme greifen. Der Teil endet dann weiter im Norden, vielleicht in Kanada oder in Minnesota oder North Dakota. Damit sieht das Ende wiederum so ähnlich aus wie in The Town, allerdings mit einem Unterschied, den ich hier noch unerwähnt lassen möchte.

Im zweiten Film geht es ebenfalls darum, sich etwas zu beschaffen, was so eigentlich nicht vorgesehen ist. Wieder zwei Leute, und die versuchen nun, dem Urlaub auf den Malediven das Prädikat zu geben, welches einem die offiziellen Stellen nicht geben können: unabhängig. Wenn man auf den Malediven Urlaub machen will, ist man gewissermaßen an das Resort gebunden, in welchem man sich aufhält. Ein spontaner Wechsel auf eine andere Insel oder gar ein Austausch mit der Bevölkerung sind unmöglich. Daher machen die beiden es auf ihre eigene Art und Weise, indem sie mit der Yacht auf eigene Faust auf eine unbewohnte Insel fahren und ihren Urlaub dort im Geheimen machen. Das ist so das Ziel, um das es in diesem Film geht, aber da das nicht genug Stoff für anderthalb Stunden hergibt, kommt noch haufenweise was zur Vorgeschichte, beispielsweise, dass der Charakter, den Daniel Craig spielt, christlich ist und an einer Stelle so etwas sagt wie „… Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ Damit haben wir unser erstes Zitat in Anlehnung an James Dean, und da bietet es sich an, in der Szene einen Porsche einzusetzen, der auch im ersten Teil auftaucht. In der englischen Fassung müsste er dann entsprechend sagen „… my Lord, forgive those sinners, although they rebel without a case.“ Weil der englische Originaltitel „Rebel without a Case“ lautet. Jaja, ich will mein eigener Synchronregisseur sein.
Wenn sie dann mit ihrem Urlaub fertig sind, fahren sie mit dem Boot wieder weg und die Endeinstellung sieht dann so aus wie die in Michael Clayton. Und dazu läuft Tosca - John Tomes.

So ungefähr sieht die Handlung aus. Und der zweite Teil wird genutzt, um die Hintergründe vom ersten Teil aufzuklären. Unter anderem wie bei dem bereits erwähnten James Dean-Porsche.

Sonntag, 3. Juli 2011

Oh welch ein Zufall, das bin ich nämlich auch!

So, hab mir jetzt endlich mal, nachdem sie seit einem Jahr draußen ist, die aktuelle Dende-Platte namens Vom Vintage verweht bestellt. Und zwar in der Limited Edition, weil die aus irgendeinem Grund billiger ist. Erwähnt wurde das Ding bereits hier. Wenn die dann da ist, kuck ich mal nach, ob ich nicht doch noch ein passendes Bandshirt finde. Bis dato hab ich nur eins von Melotron, dabei sollten noch einige andere hier rumhängen, oder lieber doch nicht. Ich hab‘s mir jetzt anders überlegt. Nicht zuletzt, da es doof aussieht, wenn ich in einem Angelo Badalamenti-Shirt antanze.

Da wäre es wertvoller, mit wüstem Gekritzel ein Inlay für besides hinzublättern, jetzt da die Cover- und Rückseitenmotive feststehen, mir aber für die erste Platte noch ein Inlay fehlt. Da werden in der Bearbeitung mal mehrere Schichten zusammenkommen, könnte aufwändig werden.

Immer weiter. Konzentrieren auf das, was vor einem liegt, danach abdüsen und beim Festival dabei sein. Die selbst gestellte Erwartung nicht erfüllen. Also davon abrücken, so gut es geht, dann klappt es am besten. Und danach? Danach kommt erst mal eine Weile nichts, und das gilt es mit Nützlichem auszufüllen. Inwiefern das jetzt nützlich ist, darüber muss noch entschieden werden. Damit sind allerdings diesmal keine allein stattfindenden Kreativprozesse gemeint. Es sind Abschweifungen, Zweisamkeiten, Wortkämpfe, und diesmal nicht im Comix, sondern im Zug, auf der Straße, nicht in der Uni, aber irgendwie schon, aus anderen Richtungen kommend, in Foren, in Leserbriefen, im ICQ, am Hafen … im Verein. Nur was für einer? Mit dem Schwimmen bin ich durch, von den anderen Sportarten interessieren mich nur Langstreckenrennen und Snooker. Gibt’s keine Vereine.

Aber was soll das Lamentieren. Hatten wir hier schon zur Genüge. Was bringt ein Wortkampf, wenn er zu nervös geführt wird.

Man, zur Hölle noch eins, was ist das? Ist es Zukunftsangst? Angst, Erwartungen nicht zu erfüllen? Arschlecken Erwartungen, die hab ich in früheren Jahren regelmäßig übertroffen, da kann ich es mir leisten, einen Scheiss auf einige Meinungen zu geben.

Wir werden ja sehen, wohin diese bewaffnende Ehrlichkeit führt. Und wo man mit gefälschter Schauspielkunst landet. Und dass ein Entzug nötig sein wird. Verdammt nochmal.

Aber irgendwann kommt jemand mit genügend Gemeinsamkeiten, allein schon von der Wahrscheinlichkeit her.



Ich bin auf der Suche nach ... sie wissen schon.

Freitag, 1. Juli 2011

Interior Separates

Ein erneutes Update. Ich hab mich auf einen Titel für das Gesamtfilmprojekt geeinigt, und zwar heißt das „Interior Separates“. Damit hab ich die Idee, einen aus zwei Wörtern bestehenden und mit I anfangenden Titel zu machen, umgesetzt. Das Filmplakat hab ich von Grund auf neu gemacht, dabei mit einem Stoke, welches mit einer guten Auflösung daherkommt. Mag sein, dass es noch ein bisschen leer wirkt, aber das wird noch. Gefällt mir bereits besser als das alte Plakat. Nicht zuletzt weil ich die Credits besser hingekriegt habe (weil ich jetzt besser weiß, wie man die erstellt). Der Inhalt der Credits ist größtenteils aus State of Play übernommen, welches auch wesentliche Inputs zum Design gegeben hat. Und damit kommt wieder der Disclaimer: Ich habe nicht vor, Geld mit dem Projekt zu verdienen, alles Ausgangsmaterial gehört den jeweiligen Besitzern, ja ja, ihr mich auch.


Am Cast hat sich nicht viel geändert, die Idee mit Helena Bonham Carter hab ich wieder verworfen. Nicht gleich alles, was man an Pulver hat, direkt am Anfang verbraten. Stattdessen hab ich momentan als weibliche Hauptrolle im zweiten Teil Leighton Meester eingeplant. Für die, die sie nicht kennen: Sie spielt die Hauptrolle in der Serie „Gossip Girl“.
Der Handlungsstrang des ersten Teils nimmt so langsam Gestalt an, wobei ich mich jetzt mal auf eine integriertere Schreibweise einnorden muss, da ich mich sonst, ohne in die Titel reinzuhören und in den Reisestrang reinzuschauen, nur bei dieser einen Schießerei hängen bleibe, von der im Moment nicht mal klar ist, ob sie tatsächlich so dermaßen eskaliert. Eigentlich nicht, denn dann würde die Szene danach nicht funktionieren. Was auch dazugekommen ist: Der Anfang vom zweiten Teil darf ruhig mit so einer düsteren Atmosphäre daherkommen, wie sie im nächsten Daniel Craig-Film auf dem Filmplakat zu sehen ist. Sein nächster Film heißt „The Girl with the Glasses, ähm, Dragon Tattoo“. Da ich mich bei der zu Grunde liegenden Story nicht so gut mit den englischen Titeln auskenne, wusste ich auch nicht, dass der deutsche Titel „Verblendung“ lautet. Und ja, es ist ein Remake des gleichnamigen Films. Und nein, das stört mich nicht im Geringsten, dass ein Film zwei Jahre später nochmal neu gedreht wird. So was gab es schon mal. Der Film hieß Mou gaan dou, englischer Titel Infernal Affairs. Wurde drei Jahre danach nochmal gedreht. Nur diesmal nicht in Asien, sondern an der Ostküste der USA. Der Titel? Der Titel war natürlich ein anderer. Für die, die meinen, es wäre irgend so ein Exotenfilm, den keiner kennt:



THE DEPARTED

Und da das ein Film von Mr. Scorsese ist mit Jack Nicholson, regt sich auch keiner drüber auf.

Aber zurück zum Thema.

Ich nehm beim Soundtrack doch wieder Portishead mit rein und verstoße damit mal wieder gegen die Regel, dass man keinen Interpreten auf zwei Samplern direkt hintereinander verwenden soll. Wann hab ich mich eigentlich daran gehalten? Nun, wenn ich auf besides und auf Interior Separates einen Interpreten zweimal verwende, hab ich diese Regel durchgehend gebrochen. Zur Info, es ist der Titel „Hunter“, also der zweite Track auf dem Album Third.
Jo, das wäre es erst mal von meiner Seite, ich verabschiede mich damit und gehe pennen.