Donnerstag, 21. April 2011

Top Ten San Andreas Missionen

Kaum ein Spiel hab ich so oft angerührt wie GTA San Andreas. Es ist schmutzig, es ist satirisch, es fetzt einfach wie Sau. Und es hat einen eins-a-Soundtrack. Normalerweise bin ich ja fast nur in Rennspielen unterwegs und, naja, große Teile dieses Genres sind auch in der GTA-Serie anzutreffen. Action-Rollenspiel mit Racing-Elementen lautet die offizielle Definition.
Weshalb gerade San Andreas und nicht Vice City oder GTA III? Abgesehen von der größeren Map und den unzähligen technischen Verbesserungen ist es vor allem das Feeling. Es ist einfach für mehr Leute was dabei. Wenn du was mit den 90ern anfangen kannst, findest du was. Wenn du ein Fan der 60er bist, ebenso. Das spielt absolut keine Rolle. Bei den anderen Teilen hast du die Fixierung auf eine bestimmte Epoche, und das kann, wenn man wie ich kein großer Fan der 80er ist, bisweilen nervig sein.

Da ich vor kurzem mal einen Nonstop-Run durchführen wollte (also den Hauptmissionsstrang durchspielen ohne zu speichern und ohne im Krankenhaus zu landen; ist letzten Endes bei Toreno’S Last Flight gescheitert), wollte ich meine Top Ten GTA San Andreas-Missionen aufzählen.

Nummer 10: Life’s a Beach (Auftraggeber: OG Loc)

Für seine (später stattfindende) House Party braucht Jeffrey eine Soundanlage, und CJ soll diese am Strand klauen. Wenn man in der Mission das Tanzen erst mal draufhat, kann man die Vorgabe von 2500 Punkten schnell um das Doppelte überbieten. Aufpassen, wenn ihr den Van mit der Anlage habt, verfolgen euch die Jungs vom Strand, und zwar ziemlich rabiat! Fahrt die Karre also am besten unter die Seebrücke und sorgt dort dann für eine ungestörte Weiterfahrt. Die DJane ist übrigens nur zu Fuß unterwegs, die stört einen danach nicht.

Nummer 9: Reuniting the Families (Auftraggeber: Sweet)

Da man im Kampf gegen die Ballas weiter vorangeschritten ist, wird es Zeit, die zerstrittenen Fraktionen der Grove Street Families wieder zu vereinen. Im Jefferson Motel soll eine Konferenz dazu stattfinden, allerdings schickt irgendjemand (Tenpenny?) zwei SWAT-Staffeln dorthin. Jetzt muss man also zusehen, wie man Sweet wieder dort rauskriegt und dann vor allem abhauen, was mit einer Sirene unterwegs ist. Ist übrigens ein guter Zeitpunkt, um die AK zu skillen. Wenn man in vorherigen Aktionen das Ding schon ein paar Mal verwendet hat, so dass man sie danach wegen nicht mehr vorhandener Füllung abgibt, kann es sein, dass man den Skill nach dieser Mission bereits auf Maximum hat. Praktisch. Und wenn das noch nicht der Fall sein sollte, dann rennt noch ein bisschen durch Los Santos, und sorgt für ein bisschen Stadtgrün.

Nummer 8: Wear Flowers in your Hair (Auftraggeber: auf der Karte steht CJ, aber eigentlich ist es The Truth)

Eigentlich eine total unspektakuläre Mission. Man hat gerade die Werkstatt von Catalina in Augenschein genommen und Truth kennt ein paar Jungs, die dort arbeiten könnten. Die soll man abholen. Da wären Jethro und Dwaine (der mit seinem Van selbst zur Garage fährt) und das Elektronikgenie Zero. Jethro und Dwaine sind in meinen Augen zwei der lässigsten Typen in ganz San Andreas. Sie reden nicht viel und ihre Aktionen sind auch nicht so bescheuert wie die von anderen Figuren, aber ich mag ihren Stil und ihren Charakter. Und nicht zuletzt ihre Unterhaltungen mit Truth. (Scheissen Eisbären in den Wald? - Nein, aber es soll schon vorgekommen sein, dass sie ins Bierzelt geschissen haben.)

Nummer 7: The Black Project (Auftraggeber: The Truth)

Einbruch in die Area 69, reingehen, vordringen, Jetpack klauen und wieder abhauen. Und dabei haufenweise M4 sammeln. Und: Nach dieser Mission kann man mit dem Jetpack fliegen! Ist das nicht genial? Damit legt man sich nebenbei noch einen ganz beachtlichen M4-Stock zu. (Und das ist der richtige Zeitpunkt, um den Leuten, die meinen Modder-Aktivitäten eventuell etwas skeptisch gegenüberstehen, eins überzubraten: Das M4 gab es offiziell erwerblich erst 1994, zu dem Zeitpunkt, zu dem San Andreas spielt, war es noch in der Entwicklung.)

Nummer 6: Burning Desire (Auftraggeber: Tenpenny)

Normalerweise wäre diese Mission eher durchschnittlich, wenn … ja wenn es nur darum ginge, ein Vagos-Haus abzufackeln. Jedoch, man muss danach noch mal rein und Denise retten. Danach ist man nicht mehr solo. Warum ihr Part im Spiel nicht noch weiter ausgebaut wurde, weiß ich nicht. Liegt wohl daran, dass es noch fünf andere Frauen im Spiel gibt, mit denen man anbandeln kann. Gleichzeitig. Mh. Und deren Forderungen schließen sich bisweilen gegenseitig aus. Whut?
Aber ein bisschen Romantik hat noch niemandem geschadet.

Nummer 5: Cesar Vialpando (Auftraggeber: Sweet)

Da Kendl nicht mit einem der Grove Street Jungs zusammen ist, sondern mit einem von den Latinos, gibt es immer wieder tierischen Stress in Sweets Bude. Man soll daher ihren Freund ein bisschen unter die Lupe nehmen, und wo kann man einen mexikanischen Autonarr wohl am ehesten treffen? Auf einem Lowridertreffen. Unterm Strich kriegt man einen Lowrider geschenkt, man kann ihn optisch tunen (mit der Karre hole ich immer Denise ab) und die Lowridermission gestaltet sich ähnlich wie das Tanzen in Life’s a Beach. Vielleicht muss man sich ein bisschen die Kontrollen anpassen, ich ändere meine Steuerung immer dann, wenn ich zwischen Lowridersteuerung und Flugzeugsteuerung wechsle. Das überschneidet sich sonst und ohne Änderung müsste ich bei mindestens einem der beiden Items zusätzlich mit Q oder E steuern und das will ich nicht.

Nummer 4: The Meat Business (Auftraggeber: Ken Rosenberg)

Der Missionsverlauf selbst ist mir eigentlich total egal, reingehen, Johnny kriegt einen Infarkt, und man muss zusehen, wie man gegen die MP5-Leute und den Gefrierraum ankommt. (Tipp: Den Gefrierraum öffnet man nicht, indem man auf das Tastenpad neben der Tür schießt, sondern indem man sich danebenstellt und Enter drückt.) Was ich an der Mission so mag, ist das Gequassel von Rosenberg. Es ist einfach herrlich. Also: Die Cutscene von The Meat Business das nächste Mal nicht wegdrücken, sondern ansehen. Und auch auf sein Gelaber auf dem Weg zur Fabrik achten.

Nummer 3: Don Peyote (Auftraggeber: The Truth)

In dieser kleinen feinen Mission geht es darum, Paul und Maccer abzuholen. Sie waren mit Truth und ihrer Band in der Wüste, Truth selbst wacht irgendwann in einem Thai-Salon oder so was auf und Paul und Maccer liegen noch irgendwo im Nichts. Wo die Band ist, weiß man nicht. Es ist das besondere Feeling in dieser Mission, so dieses nachtdurchzechte morgendliche Aufstehen mit Kakao oder Kaffee oder was auch immer man will, und man fährt in einer Dude-Mentalität irgendwo hin, zurück in die Zivilisation. Unbedingt zu dieser Mission „A Horse with no Name“ von America hören (läuft mit ein bisschen Glück gerade auf K-DST).

Nummer 2: Saint Mark’s Bistro (Auftraggeber: Salvatore Leone)

Was soll man dazu noch sagen: LIBERTY CITY!!! Es geht darum, nach Liberty City zu fliegen (welches um diese Jahreszeit total eingeschneit ist) um dort den Forellis zu zeigen, wo der Hammer hängt. Wenn man weiß, wie es geht, kann man sich noch ein wenig in der Map umsehen. Wer das machen will, hier nochmal die Anleitung: Nicht Forelli fertigmachen, sondern KANGAROO eintippen (Höhere Sprünge-Cheat; Jetpack funktioniert wegen der exorbitanten Höhe nicht), im Hinterhof dann nach rechts gehen und über die Mauer springen, dann über die nächste Mauer springen (vielleicht braucht man das nicht mal mehr, ich war schon länger nicht mehr dort), auf jeden Fall muss man dann in so einer Art Durchgang angekommen sein. Den geht man nach rechts bis fast zum Ende (dabei den Wänden nicht zu nahe kommen, die sind nämlich nicht fest). Wer sich unsicher ist, ob der Boden vor einem fest ist, schießt auf die entsprechende Stelle und merkt an den Funken (oder ihrer Abwesenheit), was los ist. Am Ende dieses Ganges geht es nach rechts rein. Geht dort hinein, und zwar an die linke hinterste Ecke. Stellt euch so weit wie möglich in die Ecke rein und zwar so, dass ihr den Blick so habt, wie bei eurem Lauf durch den eben erwähnten Durchgang. Und dann springt ihr. Mit etwas Glück landet ihr vor dem Bistro auf der Straße. Und dann immer schön prüfen, wo der Boden fest ist. Geht mit Projektilen und mit Rucksackbomben (wenn man sie explodieren lässt und es schwarz wird, kann man dort gehen).

Und die Nummer 1 der San Andreas-Missionen ist:

Are you Going to San Fierro? (Auftraggeber: The Truth)

Mal ehrlich: Diese Mission rockt einfach und ist im Spiel der erste Lichtblick seit „The Green Sabre“. The Truth entpuppt sich von der bekloppten Matschbirne zum aufgeklärten sympathisch Durchgeknallten, man fackelt Grasfelder ab, um nicht von den Bluuen geschnappt zu werden, danach wackelt alles vom Tetrahydrocannabinol, und dann cruist man ganz entspannt mit Truth im Mutterschiff nach San Fierro. Und hat zusätzlichen Garagenplatz. Genau das, was es danach gebraucht hat.

Donnerstag, 7. April 2011

Du gebsch mir jetz de Boba Fedd mid oder i geb dir a negadive Bewerdung


Mit mir mögen viele nicht übereinstimmen, aber ich finde den vierten Teil der „Stirb langsam“-Reihe am besten. Nicht nur wegen Kevin Smith (Silent Bob). Was ich allerdings immer noch nicht herausgefunden habe: Auf wessen Seite steht der Film eigentlich? Pro amerikanische Konservative oder pro echte Linksliberale? Beides könnte sein. Einerseits ist es dieses Terrorismusbedrohungsszenario, jaja, leck mich am Arsch. Und (was mich wundern würde, wenn dem nicht so wäre) massiver Schusswaffengebrauch. Es ist auch das Eigen der Reihe, dass ein einzelner sich selbst an die Verteidigung macht, kann man also auch auf die Home Defense-Schiene und das liberale Waffengesetz schieben (wobei ich anmerken möchte, dass das Schweizer Waffengesetz ähnlich liberal ist, dort kann sich im Prinzip auch jeder ein halbautomatisches Gewehr besorgen). Dazu trägt auch der Originaltitel bei: Live free or Die hard.

Andererseits ist es ein beim FBI relativ hochrangig aktenkundiger Hacker (im US-amerikanischen Sprachgebrauch; bei uns wäre das mindestens ein Cracker oder ein Crasher), der die wesentlichen Impulse zur Festsetzung der Verantwortlichen liefert, der darüber hinaus zwar in der Darreichungsform für Mainstreamkonsumenten unglaubwürdige, aber zumindest offen ausgesprochene Manipulationsstrategien der Medien liefert („Alle Nachrichten sind manipuliert“, dazu müssen diese nicht unbedingt falsch sein, sie können auch manipulieren, indem man eine geeignete Auswahl trifft oder Konjunktive einbaut). Also einer, der eher in der WikiLeaks-Ecke stehen würde. Und an einer Stelle im Film kriegen wir auch zu hören, was die Jungs denn überhaupt in der Sozialversicherungsbehörde zu suchen haben: Dorthin werden die Finanzdaten transferiert, so dass Gabriel sie dort stehlen kann, ohne sich mühsam durch jede einzelne Bank zu forsten. Mit anderen Worten, es wird offen die Theorie der Nutzlosigkeit und darüber hinaus sogar die Möglichkeit der erheblichen Eigenschädigung durch die aufgestellten Terrorbekämpfungsmaßnahmen aufgestellt und dabei explizit darauf Bezug genommen, dass diese sich als gefährlich entpuppende Maßnahme als unmittelbare Reaktion auf den 11. September aufgestellt wurde. Wenn das mal keine Kritik an der ganzen Terrorpanik durch die Regierung ist. Insbesondere im Hinblick darauf, dass die Terroristen den Satz „Wir werden nicht aufgeben“ oder so ähnlich durch den damals noch regierenden George W. Bush haben sagen lassen.

Ebenfalls zu berücksichtigen ist, dass die Angreifer allesamt US-Amerikaner sind und von einem ehemaligen Mitarbeiter des Pentagons angeführt werden. Dieser hatte (wie Warlock sagte) nur mit seinem Laptop gezeigt, dass die ganzen Sicherheitsmaßnahmen, die bis dahin gegolten haben, total wirkungslos sind. Und sie haben die Maßnahmen nicht effektiver gemacht. Sie haben ihn abgesägt. Und dann müssen sie ihn wirklich bekämpfen.

Eine Sache allerdings kommt mir spanisch vor: Wenn die Angreifer es schaffen, in jeden Rechner der Hacker C4 einzulagern, wieso gehen die nicht einfach rein und nehmen eine Schusswaffe? Wenn man da einen Schalldämpfer draufschraubt, ist das insgesamt viel unauffälliger als eine Ladung Sprengstoff. Und bei der Infanterie die die sich besorgt haben, hätten die das auch irgendwie hingekriegt, acht Teams zusammenzustellen. (Das wird wohl als Lösung herhalten: Sie haben C4 eingebaut, damit die nachher weniger Zeit brauchen, um alle wegzukriegen. Dauert ja auch eine ganze Weile, vor Ort zu fahren.)