Sonntag, 30. Januar 2011

untitled review

Sooooo, da ich wieder Bedarf dafür sehe, wieder eine kleine Filmreview. Hatte mir vor n paar Tagen paar Filme ausgeliehen und, ich fang einfach an.

Am besten mit True Romance. Kennt man am ehesten, weil das Script von Tarantino ist. Der Film entstand 1993, also vor Pulp Fiction, aber schon nach Reservoir Dogs. Die Besetzung ist eigentlich nicht von schlechten Eltern: Gary Oldman als Zuhälter, Brad Pitt als Penner/Mitbewohner, Conchata Ferrell (Berta aus Two and a half Men), James Gandolfini, den sie so hingekriegt haben, dass er glatt Russell Crowe ersetzen könnte, und Christopher Walken als Sizilianer der amerikanischen Cosa Nostra. Nun habt ihr ja das „eigentlich“ am Anfang gesehen. Rückblickend betrachtet finde ich, dass der Film mehr hätte sein sollen wie der Auftritt von Christopher Walken. Kann man auf youtube finden unter „True Romance Beste Szene“. Das kann ich bedenkenlos unterschreiben, es ist die beste Szene. Und es ist auch alles an Screentime für Walken. Geht also nicht wesentlich über die aus Pulp Fiction hinaus. Eigentlich hatte ich ihn als Hauptantagonisten vermutet. Achja, und bei einer Szene war ich sehr irritiert und möchte True Romance auch dafür danken, dass sie einen Umstand aufgeklärt haben, den außer mir fast niemanden interessieren dürfte, selbst wenn man die technischen Gegebenheiten dieses Umstandes kennt. Und zwar war das die Szene, in der sich Christian Slater von seinem Dad verabschiedet. Er fährt ja einen 72er Cadillac Eldorado. Und dann fährt er weg, und ich denk so: Moment mal, hat die Karre da etwa mit den Vorderhufen gescharrt? Nee, kann nicht sein, muss n Optikfehler sein. Nochmal zurück, doch, der Wagen scharrt eindeutig mit den Vorderhufen. Gab es etwa Allradantrieb bei den Fahrzeugen? Mal wp schauen. Vorab: Nein, es gab keinen Allradantrieb für diese Fahrzeuge. Auf den Punkt gebracht: Alle Cadillac Eldorados ab 1966 hatten FRONTANTRIEB!!!!!!!!!!!!!einself!!! Wie ich schon sagte: Einen Außenstehenden wird das einen Scheiss interessieren, selbst einen Boyd Coddington hätte das nicht gejuckt, und den kann man ja wohl definitiv nicht als Außenstehenden bezeichnen. Aber mich juckt das. Arg. Alle Eldorados ab 66. Der aus True Romance (au). Der veilchenblaue aus Rat Race (Auuutsch!). Und der weiße aus Fear and Loathing in Las Vegas (AAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHH). Ich meine, die Idee der PLCs (Personal Luxury Cars) ist ja schon eine gute. Aber was bringt euch dieser Antrieb? In Kombination mit dem Drehmoment, welches man immer im Hinterkopf haben sollte, erst mal eine Menge Lenkeinflüsse. Und kommt mir nicht mit einem vergrößerten Kofferraum, die sind sowieso schon groß genug gewesen. Aber was rege ich mich auf, ich bin eh nicht der typische Kundenkreis dafür. Und wen interessiert das schon, hier geht’s schließlich um Filme. Im Prinzip kann man sagen, dass ich mit der typischen amerikanischen Filmweise Anfang der 90er generell nicht so viel anfangen kann. Ausnahmen davon sind immerhin Weihnachtskomödien wie Kevin allein zu Haus oder Schöne Bescherung (auch wenn der von 89 ist) oder auch Reservoir Dogs, der wird besonders vom Cast getragen, von Steve Buscemi, Michael Madsen und Harvey Keitel. Der vorangestellte Fakt wird auch der Grund dafür sein, warum Pulp Fiction auf meinen Listen nicht wirklich auf den vorderen Plätzen zu finden ist, um genau zu sein, weiter hinten. In der Tarantino-Basisliste liegt der auf Platz fünf. Von sechs. (Auf der Liste stehen die Filme, bei denen Tarantino sowohl Drehbuch als auch Regie übernommen hat.) Die sortieren sich nach der, ich nenn das Star Wars-Sortierung, da kam ja auch der vierte Teil als erster raus, dann der fünfte und so weiter, also ganz vorne Kill Bill, und Pulp Fiction eben auf dem vorletzten Platz. Nur Jackie Brown kam noch dahinter, den würde ich auch in die erste Hälfte der 90er einordnen, auch wenn der 97 rauskam, so behielt er doch die alte Machart noch bei. Und noch was zu True Romance: So ungefähr ab dem Auftritt von Gandolfini fühlte ich mich doch an Lost Highway erinnert. Hat im Übrigen auch den Grund, dass Patricia Arquette ebenfalls in Lost Highway mitgespielt hat. Ich wusste es. Also, True Romance in der ersten Hälfte der 90er und das merkt man ihm auch an, von daher nichts für mich.

Sehr viel besser gefallen hat mir The Boondock Saints (Der blutige Pfad Gottes). Der war spürbar aus der zweiten Hälfte der 90er. Ich weiß nicht, aber die zweite Hälfte der 90er ist sehr produktiv gewesen, hatte eine ganz andere Optik. Gut bemerkbar bei Romeo + Juliet (96), zwar schimmert vereinzelt noch was von der ersten Hälfte mit durch, aber nicht so sehr, dass es störend wäre. Ähnliches bei Dogma oder Men in Black. Man merkt all diesen Vertretern an, dass die Kamera und die Beleuchtung und all das, was irgendwie das Feeling beeinflusst, einer anderen Schule gewichen ist. Ich glaub, es liegt auch an den Toningenieuren. Die machen die Hintergrundgeräusche nicht mehr so laut. Aber das nur als Allgemeinplätzchen. Eine der besten Rollen im Film war definitiv Rocco. Mit der Synchronstimme haben die eine gute Wahl gemacht. Und alles. Was ich aber anmerken möchte: Ich glaube kaum, dass die beiden Brüder so ganz ohne irgendwelche „Vorkenntnisse“ mit der Sache angefangen haben. Deren Auftreten hat doch stark an Bartleby und Loki erinnert. Und sie waren tätowiert. Nicht nur Veritas und Aequitas, sondern auch auf den Armen. Und sie hatten lange Kreuzumhänger. Nicht zu vergessen der Job bei dem Russen: Spontan kopfüber aus der Decke fallen, am Seil festhängen und dann stehen da acht bewaffnete russische Bosse. Und das sollen die sofort und ohne Blessuren hingekriegt haben? Nein. Kann ich mir nicht vorstellen, dass die beim ersten Job schon so gut sind. Die haben Vorerfahrung. Vielleicht nicht in diesem Geschäft, aber irgendwas in der Richtung. Und auf jeden Fall auch mindestens eine Erwähnung wert: Willem Dafoe. In meinen Augen die beste Rolle von ihm, die ich kenne. Wie würde ich den Film taggen? Als ziemlich gut. Auf imdb ist True Romance mit 7,9 angegeben, The Boondock Saints mit 7,8. Die Bewertung für Boondock Saints würde ich so stehen lassen, aber die von True Romance bestenfalls auf 6,1. Wenn nicht noch tiefer. Nicht nur, weil Boondock Saints viel besser ist.

Und gestern Abend hatte ich noch Heat. Robert DeNiro und Al Pacino. Zwar auch noch aus der ersten Hälfte der 90er, aber sie haben einen guten Job gemacht, dass man das nicht so sehr merkt. Guter Actionfilm. Allerdings auch eher was für die Hardliner. Ich würde ihn zwischen True Romance und The Boondock Saints einordnen, wobei der sehr viel näher an The Boondock Saints steht.

JaKa haben sich gestern aufgelöst.

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